Rudolf Steiner – Unfehlbar oder Unzurechnungsfähig?

Rudolf Steiner. Begründer der Anthroposophie, der Waldorfpädagogik, der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, der anthroposophischen Medizin. Tausende Einrichtungen berufen sich auf ihn. Die von ihm initiierte Esoterik-Branche macht Umsätze in Milliardenhöhe.

Muss dieser Mensch, der Erfinder des anthroposophischen Glaubens, nicht unweigerlich ein Genie gewesen sein? Ein charismatischer Guru mit übermenschlichen, ja vielleicht sogar göttlichen Kräften? Oder war er einfach nur geisteskrank?

In seiner Selbstbeschreibung war Steiner jedenfalls nicht weniger als der Wahrer des geheimen Wissens, ein Okkultist, ja ein „Hellseher, Hellhörer und Hellschmecker„. Manchen seiner Anhänger gilt der verehrte „Doktor“ als leibhaftige Reinkarnation von Jesus Christus.

Betrüger oder Bekloppter?

Es kann im Grunde nur zwei Deutungen geben: Entweder war Steiner ein genialer Betrüger, der die von ihm postulierten „höheren Welten“, all die Auren und Fabelwesen und Ätherleibe nur aus Geltungs- und Profitsucht erfunden hat.

Oder Steiner glaubte selbst an seinen hanebüchenen Esoterik-Mix, den er aus Buddhismus, Christentum, Theosophie, Goethes Lehren, Freimaurertum, Science-Fiction-Romanen und vielem anderen zusammenrührte.

Angereichert mit seinen Erkenntnissen aus dem legendären, aber leider unsichtbaren Buch aller Weltengeheimnisse, der „Akasha-Chronik“, kam dabei am Ende die Anthroposophie heraus. Diese krude, überwürzte Melange ist für seine Anhänger nicht weniger als die wirklich echte Wahrheit (™) , an der sie noch heute unverrückbar festhalten.

Einmal alles mit allem, bitte

Wer von Steiner gehört – oder, schlimmer noch, – gelesen hat, merkt schnell: Der Prophet war ein Großmeister im Vermischen. Alles wird bei ihm mit allem vermengt, und alles hat immer mit allem zu tun. Der Mensch ist ein Kosmos, der Kosmos ist ein Mensch; die Entwicklungsgeschichte eines Kindes entspricht der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Alles ist mit allen verwoben, mit allem verbunden.

Steiners Spezialität: Salbaderndes Schwurbeln

In seinen Vorträgen war Steiner oft nicht in der Lage, eine prägnante Aussage zu treffen. Seine Argumentation mäandert in endlosen Bandwurmsätzen von Thema zu Thema, von Assoziation zu Assoziation. So schwurbelt und salbadert Steiner, bis der letzte Zuhörer benebelt abdriftet oder die eigene geistige Verwirrung als mangelnde Spiritualität missinterpretiert. Denn: Wer es nicht versteht, so Steiner, dem fehlt ein wichtiges Organ, der hat seine Hellseherorgane noch nicht genügend weit entwickelt.

Ähnliches stellte Kurt Tucholsky fest, nachdem er einen Vortrag Rudolf Steiners besuchte:

Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat einen Vortrag gehalten. Ich habe so etwas von einem unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer des Vortrages hindurch ging mir das nicht aus dem Kopf: Aber der glaubt sich ja kein Wort von dem, was er da spricht! (Und da tut er auch recht daran.)  (…)

Die Zuhörer schliefen reihenweise ein; dass sie nicht an Langeweile zugrunde gingen, lag wohl an den wohltätigen Folgen weißer Magie. Immer wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach.

Was für eine Zeit -! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler. Alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … Und das hat Anhänger -!“ (Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner, 1924)


Das stellen wir uns mal ganz dumm und fragen: Was ist ein Dreieck?

Vor Mitgliedern der anthroposophischen Gesellschaft hielt Steiner 1921 einen Vortrag mit dem Titel „Das Dreieck“ – eigentlich kein so komplexes Thema. Trotzdem faselte der Prophet weit- bis allumfassend von den Freimaurern und dem allsehenden Auge, vom Buddhismus und Atma, Budhi und den Manas, von den Weiten des Weltenalls und vom Mond, er kam auf den Dämon Ahriman zu sprechen und leitete über zu übersinnlichen Astral- und Ätherleiben, fabulierte über das Gehirn, ja über die Moral an sich – und immer so weiter und immer so fort.

Man kann durchaus davon ausgehen, dass Rudolf Steiner Geisteskrank war.


Schizophrener oder Scharlatan?

Steiners vorgebliches Talent, höhere Welten wahrzunehmen, die Aura von Menschen sehen zu können und die Geschichte der gesamten Welt mehrere tausend Jahre im Voraus zu kennen, hat wohl schon in seiner Kindheit begonnen.

„Bereits als Kind will Steiner erste Erfahrungen mit Hellsichtigkeit gehabt haben. So habe er im Alter von sieben Jahren in einer Vision seine Tante gesehen, die fast zeitgleich an einem weiter entfernten Ort Selbstmord begangen hatte. Da er diese inneren Erfahrungen mit niemandem teilen konnte, zog er sich oft in sich selbst zurück und interessierte sich zunehmend für Esoterik.“ (Wikipedia-Artikel „Rudolf Steiner„)

Der Münchener Psychologe Colin Goldner interpretiert Steiners „übersinnliche Fähigkeiten“ in der Süddeutschen Zeitung als „schizoide Persönlichkeitsstörung„:

„Schon in früher Kindheit, so die Legende, sei Steiners “primäre Erfahrung die der Welt des Seins hinter der sinnlichen Welt“ gewesen.

Demnach hätte der junge Steiner übersinnliche Fähigkeiten besessen. Aus heutiger psychiatrischer Sicht würde man die Symptome, die er als junger Erwachsener entwickelte, allerdings als Hinweise auf den Beginn einer schizoiden Persönlichkeitsstörung interpretieren.“ (Colin Goldner, „Offenbart in mystischer Schau„, Süddeutsche Zeitung, 2010)

Ausführlich befasste sich der Psychiater Wilhelm Lange-Eichbaum in seiner Buchserie „Genie, Irrsinn und Ruhm“ mit Rudolf Steiner. Er attestierte ihm handfeste Halluzinationen, die seine „höheren Welten“ für ihn real werden ließen:

Wie unzählig andere Schizophrene vor und nach ihm hat Rudolf Steiner in seiner Psychose das Erlebnis des Sterbens gehabt. Es unterscheidet ihn von vielen Kranken, daß ihm die Kraft blieb, dieses Erlebnis darzustellen und so zu objektivieren, daß gerade der davon handelnde Teil seiner Werke die größte Anziehungskraft auf seine Anhängerschaft ausübte.

Er erlebt ja seine höheren Welten wirklich, er steht offenbar in offener (halluzinatorischer) Sinnenverbindung mit ihnen und erfährt daher fortwährend etwas Neues. Steiner litt an jener besonderen Verlaufsform der Schizophrenie, deren verschiedene Varianten Emil Kraepelin unter dem Namen Paraphrenien zusammenfaßte: Paraphrenia expansiva, confabulans und phantastica. Alle drei Untergruppen erfüllt Steiner in ihren
Merkmalen.” (Wilhelm Lange-Eichbaum, „Genie, Irrsinn und Ruhm„, Band 7, S.534, 1967/1979)

Auch der Hannoveraner Soziologe Dr. Utz Anhalt kommt zum Fazit, dass Steiner an einer „schizophrenen Erkrankung“ litt:

„Solche Fantasien kennen wir von Fieberkranken, oder auch von paranoid Schizophrenen in akuten Psychosen. Tatsächlich diagnostizierten spätere Psychologen bei Steiner eine schizophrene Erkrankung.” (Dr. Utz Anhalt über „Naturheilverfahren: Germanische neue Medizin„, 2015)

Dr. Erich Eder, Biologe an der Universität Wien befand in seinem Vortrag für „Das goldene Brett 2018“, Steiner sei „im wahrsten Sinne des Wortes durchgeknallt“ gewesen:

„Wenn Ihnen diese Zeilen vollkommen irrsinnig vorkommen, dann haben Sie schon recht. Sie stammen von niemand geringerem als von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. (…)  Ganz plötzlich um 1902 kam es zu einer radikalen Wende seiner Ansichten, und er trat der Theosophischen Gesellschaft bei – einer okkult-esoterischen Mystikergruppe – und wurde durch seine dortige Vortragstätigkeit rasch zum Star.

Was war der Grund für diese radikale Wende? Manche Zeitgenossen unterstellten ihm finanzielle Gründe. (…) Wahrscheinlicher aber ist, das Steiner – im wahrsten Sinn des Wortes – durchgeknallt ist. So erschien ihm Jesus Christus in einer Offenbarung. Aber nicht genug damit, er selbst sei zusammen mit Goethe eine der beiden Reinkarnationen Jesus Christus. Und er glaubte, hellseherische Einsicht in ein imaginäres, okkultes tibetisches Buch, die „Akasha-Chronik“ zu haben.

Nach der aktuellen Version der International Classification of Diseases (ICD-10) litt Rudolf Steiner ganz offensichtlich unter einer wahnhaften Störung. „F22.0“ charakterisiert durch die Entwicklung eines einzelnen Wahns oder, in seinem Fall, mehrerer aufeinander bezogener Wahninhalte, die im Allgemeinen lange, manchmal lebenslang andauern. Der Inhalt solcher Wahnsysteme ist sehr unterschiedlich, gelegentliche oder vorübergehende Halluzinationen schließen, besonders bei älteren Patienten, die Diagnose nicht aus, solange die Symptome nicht typisch schizophren erscheinen.

Derartige wahnhafte Denksysteme, und ich glaube wir alle können ein Lied davon singen, finden sich bei vielen Menschen, die der Esoterik anhängen. Wir sollten daher durchaus vorsichtig sein, uns über solche Menschen lustig zu machen, die in vielen Fällen schwere psychiatrische Erkrankungen haben. Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, dass der Wahn Rudolf Steiners so viele Anhänger gefunden hat.“ (Erich Eder, Vortrag für „Das goldene Brett“ [im Video ab 01:15h], 2018)

In der Presse ist Steiner über die Jahre viel gescholten worden, und das oft mit deutlich drastischeren Worten:

Steiner sei ein „bekloppter Spinner“ gewesen (SüdWest-Presse), ein „geistiger Gelegenheitsarbeiter“ (Die Zeit), er sei der „Anthroposophie-Gründer mit Wahnvorstellungen“ (Telepolis) oder gar „einer der großen Irren der deutschen Kulturgeschichte (Der Spiegel).

Der große Schriftsteller Harry Rowohlt hielt Steiners Aussagen in einem Interview mit Bernd Durstewitz gar für „Töne wie aus einer undichten Gummizelle„.


Die Fabelwesen in Steiners Kopf – für Anthroposophen sind sie Realität

Für Anthroposophen sind Steiners Erkenntnisse wahr. Gerade bei dogmatischeren Gläubigen gilt der Prophet als unfehlbar. Als Beispiel können die vielen Fabelwesen dienen, die in Waldorfschulen und Demeter-Höfen noch immer für Realität gehalten werden: Astralische Wesenheiten, Elfen, Engel, Erz- und Ur-Engel, Feuergeister, Forstriesen, Gnome, Mondbrüller, Undinen und Sylphen, Volksgeister und Wichtelmänner.

Fakten oder Fiktion?

Gibt es also die „höheren Welten“? Eine zusätzliche, verborgene geistige Welt, die Uneingeweihte nur nicht wahrnehmen? Das ist schwer zu beweisen oder entkräften. Viele konkretere Aussagen Steiners sind jedoch leicht zu widerlegen. So war Steiner sicher: Der Planet Vulkan existiert (er tut es nicht), das Herz ist keine Pumpe (ist es doch) und Spektralfarben gibt es nicht (es gibt sie). Steiners Anhängerschaft ficht all das jedoch bis heute nicht an.

Wichtel und Wahnsinn bei Demeter, Waldorf und Co.

Da der Prophet nichts als unverrückbare Wahrheiten postuliert habe, muss eben alles, was die Wissenschaft in den letzten 100 Jahren erarbeitet hat, falsch sein – oder zumindest grob unvollständig. So forschen biologisch-dynamische Landwirte nach verborgenen „Ätherkräften“ im Gemüse, anthroposophische Evolutionsbiologen wollen die „Abstammung des Tieres vom Menschen“ beweisen und anthroposophische Mediziner setzen die „Aura der Mistel, dem Pflanzentier des Mondes“ bei Krebserkrankungen ein.

In Sachen „Vermischung von alles mit allem“ sind Steiners Jünger also ebenfalls sehr erfinderisch. Der von Steiner erfundene, esoterische Engelstanz „namens Eurythmie“ wird beispielsweise in der Medizin zur „Heilung“ und in der Landwirtschaft zur „Verbesserung“ der Ernte und zur Besänftigung von „Naturgeistern“ eingesetzt.

Entscheiden Sie selbst…

Mischen Sie einfach mal selbst ein paar anthroposophische Schlagworte (Äther! Arier! Astralleib! Aura! Apfelernte!) und googeln Sie danach. Sie können sicher sein, dass die Anthroposophen bereits am Thema forschen. Es scheint ihnen unvorstellbar, dass sich der Prophet in seiner Weisheit geirrt haben könnte.

Oder meditieren Sie einmal selbst über die tiefsinnigen Wahrheiten, die der Sektengründer von sich gab:

“Geradeso wie der Fisch schwimmt, so würde der Hund fliegen, wenn er ein Vogel wäre.” (Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner war „im wahrsten Sinne des Wortes durchgeknallt„. Und es scheint bei seiner Gefolgschaft einer gewissen geistigen Disposition zu bedürfen, um im anthroposophischen Glauben tiefschürfende Wahrheiten zu finden.


Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3)

Wie kämpfen Anthroposophen gegen moderne Technik?

Natürlich können Anthroposophen als Argument gegen Technik heute nicht überall offen die Störung ihrer Hellseherfähigkeiten anführen oder von Naturwesen, Geistern und Dämonen sprechen. Solches bespricht man lieber nur intern, liest dazu in anthroposophischer Fachliteratur oder im hauseigenen Waldorf-Magazin. In der Öffentlichkeit müssen dann ganz andere Argumente gegen die bösen Medien gefunden, oder oftmals auch: erfunden werden.

Petition „Digital-KITA? NEIN!“

Die „Vereinigung der Waldorfkindergärten“ startete 2016 eine Petition mit dem Namen „Digital-KITA? NEIN!“. Nicht nur die kreative Verwendung von Versalien überrascht hier, auch der Inhalt ist brisant: Digitales muss man mit aller Macht aus den Kindergärten fernhalten – ob Computer dort überhaupt ein existierendes Problem sind, darf bezweifelt werden. Aber!

Die negativen Folgen „zu früher Gewöhnung an digitale Medien“ seien „wissenschaftlich längst erwiesen“, die Folge sei nicht weniger als „kriminelles Verhalten“ und „Suchtverhalten“. Gut, geschenkt: Da heute mehr als 95% der Deutschen einen Fernseher besitzen, wird man schwerlich einen Drogenabhängigen finden, der als Kind nicht ferngesehen hat.

Der Vorstand der „Vereinigung der Waldorfkindergärten“, Michael Wetenkamp, behauptet zudem in seiner Petition:

„Die am häufigsten von 6-Jährigen in Deutschland verwendete App ist Facebook.“ (Michael Wetenkamp, „Digital-KITA? NEIN!„, 2016)

Auch auf Nachfrage können die Initiatoren der Petition keinen Quellennachweis für diese steile These beibringen. Mit immerhin mehr als 67.000 Unterschriften scheint die esoterische Panikmache aber einen Nerv getroffen zu haben – auch wenn die meisten Unterschriften offensichtlich aus dem eigenen Waldorf-Umfeld stammen. Interessant ist, dass die Petition nichts Konkretes fordert. Man wolle „ein Netzwerk aufbauen“. Was man genau erreichen will und was man fordert, ist den Initiatoren offenbar selbst völlig unklar.

Schützenhilfe vom Schwindler Spitzer: 40.000 Tote jährlich durch Computer und Fernsehen!

Um den eigenen esoterischen Glauben in ein wissenschaftliches Gewand zu hüllen, tun sich die Anthroposophen mit anderen Mediengefahr-Schwurblern zusammen. Erstunterzeichner der Anti-Digital-Petition ist der umstrittene Mediengegner und Autor von „Vorsicht Bildschirm!“, Prof. Dr. Manfred Spitzer. Spitzer, der auf zahllosen Waldorf-Veranstaltungen auftritt, gilt bei seinen Kritikern als „unseriös“, seine Theorien gelten als „Mythen“:

„Mitte der Nullerjahre schrieb [Spitzer] „Vorsicht Bildschirm!“. Darin rechnete er vor, dass die Nebenwirkungen von Fernsehern und Computern schon bald jährlich 40 000 Menschen umbringen würden. Es folgten die Bestseller „Digitale Demenz“ und „Cyberkrank!“. Dort schrieb Spitzer der Nutzung von Videospielen, sozialen Netzwerken und Smartphones ebenso apokalyptische Folgen zu. Angesehene Forscher nennen die Bücher „unseriös“ und „irreführend“ (…) Spitzers Thesen sind wissenschaftlich mindestens umstritten, oft interpretiert er Zahlen einfach so, wie es ihm passt. (…) [Spitzers Thesen] werden in dem Papier „Mythen“ genannt. Spitzer habe sich einzelne Ergebnisse herausgepickt, die zu seinen Thesen passten, und alles andere ignoriert. “ (Süddeutsche Zeitung, „Über einen, der aus Ängsten Geld macht“, 2018)


Petition: Waldorfschulen fordern einen Analog-Pakt gegen den „Hipe“

Der Bund der Freien Waldorfschulen, die im Schnitt zu 72% staatlich finanziert werden, würde gerne Gelder aus dem geplanten, staatlichen Digitalpakt zur Ausstattung ihrer eigenen Schulen erhalten. Das Geld will man aber bis zur Oberstufe für rein „analogen“ Unterricht verwenden. Die Waldorflehrerin Prof. Dr. Paula Bleckmann, tätig an der anthroposophischen Alanus-Hochschule fordert, parallel zum geplanten „Digitalpakt“ einen gleichwertigen „Analogpakt“ zu beschließen. Sie warnt in einem radebrechenden Versuch einer Art Jugendsprache, vor einer „zu frühen Mediennutzung“:

„Der sogenannte Early High Tech Hipe [sic!] schadet den Kindern mehr, als dass er ihnen nutzt.“ (Prof. Dr. Paula Bleckmann in „Struwwelpeter 2.0“)

Der „so genannte Hype“? Wer nennt diesen so, und warum ist er nicht real, sondern eben ein „Hype“? Und warum kann Frau Bleckmann „Hype“ nicht buchstabieren? Der Begriff ist eine reine Erfindung der Waldorfbewegung: Google findet dazu sage und schreibe 65 Treffer – und alle davon stammen aus der Waldorf-Welt. Der Suchbegriff „Hype“ liefert übrigens 185 Millionen (!) Treffer.

Wie auch bei der Kita-Petition wird hier also gegen Probleme polemisiert, die man vorher eigens selbst erfinden musste.


Broschüre „Struwwelpeter 2.0“: Die Welt wird durch Medien atomisiert

Die Propagandamaschine läuft, und die esoterischen Mediengegner vergaloppieren sich bis ins Irrwitzige. In der Broschüre „Struwwelpeter 2.0“ behauptet man ungeachtet der sonstigen Bemühungen um Verteufelung, man wolle die „Technik niemals verdammen“, sondern „vorurteilsfrei beobachten“. Am Ende kommt man aber doch zum immergleichen Resultat, denn folgendes haben die esoterischen „Medien-Experten“ herausgefunden: Die Bildpunkte des Fernsehers, die Pixel des Computerbildschirms, die Millisekunden-Taktung der Handymasten führten zu einer „Atomisierung“, gar zu einer „Zersplitterung der Welt“! Dazu Prof. Dr. Edwin Hübner, Professor für „Medienpädagogik“ an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart:

„Diese der Medientechnik innewohnende Signatur der Atomisierung wirkt sich auch auf die Inhalte aus. Es ist ein Grundmerkmal aller Medienformen, dass sie aus der lebendigen Wirklichkeit der Welt Einzelheiten herauslösen und festhalten, die dadurch aber ihren Bezug zum Ganzen des Lebens verlieren. Die uns umgebende Medienwelt liefert uns eine zersplitterte Welt einzelner Informationen, die durch sich selbst keinen Zusammenhang mehr haben.“ (Dr. Edwin Hübner in „Struwwelpeter 2.0“, 2015)

Als wenn schwere Krankheiten, Gewalt und Drogenmissbrauch nicht schlimm genug wären – nun zerbricht an unserem Medienkonsum sogar der gesamte Planet. Auch in der anthroposophischen Wikipedia „Anthrowiki“ geht man von nicht weniger als der „Atomisierung der lebendigen Wahrnehmung“ aus:

„Bei der Fernsehtechnik geht diese Atomisierung und Erstarrung der lebendigen Wahrnehmung noch wesentlich weiter und konfrontiert dadurch unser Unterbewusstsein mit einer völlig grotesken Welt. (…) Würde man das, was das Unterbewusstsein dabei ertragen muss, bewusst erleben, verginge den meisten wohl die Lust aufs Fernsehen.“ (Anthrowiki.at, Artikel „Audiovisuelle Medien„, 2019)

Internet im Unterricht ab der 12. Klasse – aber nur die Theorie

Man will das Internet also nicht gar verschweigen, sondern es den Kindern doch irgendwie beibringen. Zuallererst und ausführlich soll also unterrichtet werden: Die Gefahren des Internets. Dazu der Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen, Henning Kullack-Ublick:

„Haltet die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern!“ (Henning Kullack-Ublick bei Xing)

Es soll also auch die Nutzung des Internets unterrichtet werden, sobald sich am Ende des „dritten Jahrsiebtes“ der „Astralleib“ voll entwickelt hat – also ab der 12. Klasse. Und dann auch nur in der Theorie:

„In der 12. Klasse ist dann auch das Internet in seinem prinzipiellen Aufbau zu behandeln.“ (Henning Kullack-Ublick bei Xing)


Aktion „Medienfasten“: Esoterik, Pseudomedizin und ein fragwürdiges Institut

Anthroposophische Pseudomediziner versuchen vehement, allen Formen von digitalen Medien durch Spekulationen und Falschaussagen zu verteufeln. Der neueste Coup ist die Aktion „Medienfasten gegen die Mediensucht“. Das „Medienfasten-Team“ besteht sowohl aus Ärzten, die dem esoterischen Glauben der Anthroposophie anhängen, als auch Ärzten des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, die wiederum in Teilen ebenfalls anthroposophische „Mediziner“ sind. Die auf Hellseherei basierende Anthroposophie hat dabei natürlich mit herkömmlicher Wissenschaft nichts zu tun.

„Zurzeit haben die meisten Kinder schon im Grundschulalter ein eigenes Handy; Tendenz steigend. Mit den großen Chancen der Digitalisierung gehen für Kinder allerdings erhebliche gesundheitliche Risiken einher. Kinder sind in der Entwicklung ihrer kognitiven, sensomotorischen und emotionalen Fähigkeiten gefährdet, bis hin zur Entstehung von Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und ADHS.“ (Aktion Medienfasten, 2019)

Ob es dafür wohl einen Beleg gibt? Spoiler-Alarm: Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht die „meisten“, sondern die „wenigsten“ Grundschüler haben ein Handy. Laut dem führenden Statistik-Portal Statista besaßen 2017 nur 6% der Grundschüler von 6-7 Jahren ein Handy, in der Altersgruppe 8-9 Jahre waren es 18%.

  • Betrachten wir die Aussage: „Durch die Digitalisierung entsteht Fettsucht“. Fakt ist: Das ist falsch. Adipositas ist eine Stoffwechsel- und Ernährungskrankheit. Passives Verhalten kann, wie Bewegungsmangel, Adipositas höchstens „begünstigen“. Es wird nicht einbezogen, dass digitale Medien auch zum Bewegen anregen können (Pokemon Go, WII Sports etc.).
  • Aussage: „Durch die Digitalisierung entsteht Diabetes“. Fakt: Das ist falsch. Diabetes ist eine weitgehend genetisch bedingte Stoffwechselstörung. Anders als Typ 1 kann Diabetes Typ 2 durch regelmäßige leichte Bewegung positiv beeinflusst werden. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass man sich aufgrund von Medienkonsum gar nicht mehr bewegen würde.
  • Aussage: Durch die Digitalisierung entsteht ADHS. Fakt: Das ist falsch. ADHS ist zu 70-80% vererblich. Als weitere Ursache gelten biologische Faktoren sowie Umwelteinflüsse.

Weiter heißt es:

 „91 Prozent der befragten Lehrer und Lehrerinnen bezeichneten (…) die mediale Reizüberflutung durch Fernsehen, Computer und Co. als wichtigsten Stressfaktor. Nicht zuletzt deshalb orientiert sich die Waldorfpädagogik an dem Leitsatz, dass eine frühe Medienabstinenz die Grundlage für spätere Medienmündigkeit darstellt.“ (Erziehungskunst)

Die zitierten „Studien“ der Krankenkasse DAK sind das Ergebnis einer telefonischen „Lehrer-Befragung“, die das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ unter der Leitung von Prof. Manfred Güllner durchgeführt hat. Dass Güllners Name auf Seite 1 seiner eigenen Forsa-Präsentation falsch geschrieben ist, kann man als Hinweis auf die Qualität der Befragung verstehen. Der Leiter von „Forsa“ ist umstritten – seine Aussagen gelten bei Kritikern als „polemisch“, „unseriös“ und „bizarr“, als „grotesk“ oder schlicht als „Unfug“. Güllner „vermische die ermittelten Daten mit persönlichen Ansichten, woraus sich ein Cocktail ergebe, der seriös und unabhängig aussehe, doch voller Meinung stecke.“ (Der Spiegel, „Zahlen aus der Hexenküche“, 2007).

Umfragen von Forsa sind mit äußerster Vorsicht zu genießen“, urteilt die Tagesschau. Schon mehrfach wurde Forsa vorgeworfen, Telefonumfragen zu manipulieren.

Die DAK selbst gilt als eine der Esoterik am stärksten nahestehenden Krankenkassen, da sie die Kosten für eine große Anzahl pseudomedizinischer Mittelchen und Verfahren übernimmt: Akupunktur, Chiropraktik, Homöopathie, Kinesio-Taping, Osteopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Tai-Chi und Qi Gong, und natürlich auch die anthroposophische „Medizin“.

Interessant sind auch die Gegensätzlichkeiten in der Pressemitteilung zur Studie. So beginnt ein Abschnitt mit „Besonders alarmierend sei der Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen“, um dann im nächsten Satz zu schließen: „Über Ursache und Wirkung haben wir noch keine Erkenntnisse“.

Was für eine Mischung: Zweifelhafte Pseudomediziner esoterischen Glaubens, eine den Hokuspokus finanzierende Krankenkasse und ein in Verruf geratenes Institut. Aber gehen wir von Ideal aus: Die Umfrage wäre korrekt durchgeführt und würde repräsentativ die Meinung der deutschen Lehrer wiedergeben. Sind diese ausgebildet, über den Gesundheitszustand der Kinder zu urteilen? Und auch über die Ursachen dieser vermeintlichen Krankheiten?

Die Initiatorin vom „Medienfasten“, Dr. Silke Schwarz von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte, empfiehlt im Internet ihrerseits die Meditationstechniken nach Rudolf Steiner („Sternenwege“, „Adlerflug“, „Pusteblumen-Zauber“).

Hier schließt sich der Kreis: Rudolf Steiner ging davon aus, dass man durch Techniken, wie auch Frau Schwarz sie empfiehlt, zum Hellseher werden könnte (Rudolf Steiner, „Aus der Akasha-Chronik“). Und dabei, wir erinnern uns, stören die bösen „Strahlen“ die Botschaften aus „höheren Welten“.


Internationale Waldorf-Konferenz – Vorsicht vor den Kinderphishern

Auch die „Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung“ diskutierte im November 2018 über Medien. Das Ergebnis stand wohl schon vorher fest, denn das Motto lautete: „Erst die reale Welt, dann die analoge und dann die digitale“.

Man setzt sich dabei für eine „entwicklungsorientierte Medienpädagogik“ ein. Verklausuliert meint man hier wohl wieder die anthroposophischen „Entwicklungsstufen“ mit Ätherleib, Astralleib und Co. sowie die esoterische Jahrsiebtelehre.

„Digitale Technologien haben ein faszinierendes Potenzial. Zu ihnen gehören gleichzeitig Missbrauch durch Mobbing oder Phishing sowie Risiken wie Suchtverhalten. Die waldorfpädagogische Bewegung setzt sich für eine Medienpädagogik ein, die Kinder und Jugendliche schrittweise für die digitale Welt reif macht.“ (Waldorf International)

Wie immer sind stehen also „Gefahren“ im Vordergrund. Dass gerade die Waldorfschulen mit ihrem massiven hausgemachten Mobbing-Problem vor Mobbing warnen, ist ironisch genug. Die Waldorfpädagogik meint: Hätte das Kind nicht selbst in seinen vorherigen Leben Verfehlungen begannen, würde es heute ja nicht gemobbt werden – und zur Reinigung seines Karmas darf man das Mobbing auch nicht unterbinden.

Wer aber meint, Kinder könnten Ziel von Phishing-Attacken werden, beweist nachdrücklich, dass er vom Internet keine Ahnung hat, keine Ahnung haben will und auf trotzige Weise obendrein noch stolz darauf ist. Kurz: Beim „Phising“ versuchen Hacker zum Beispiel, mittels gefälschter E-Mails Zugangsdaten zum Onlinebanking zu stehlen. Es gibt wohl kaum ein Problem im Internet, von dem Kinder weniger betroffen sind.


Medienkonferenz gegen Finanzamerikanertum und androide Roboter

Auf einer Medien-Konferenz im Mai 2018 in Prag diskutierte man bei Waldorfs nicht weniger als den „Angriff“ der „kommerziellen Digitalisierung auf das Bildungswesen“. Wie schlimm die Bedrohung ist, wurde gleich am Anfang klar: Hier ist der Teufel ist im Spiel!

„In einem einleitenden Beitrag stellte Dusan Plestil ein Bild des heiligen St. Prokop hin, der mit Hilfe des Teufels pflügt und erläuterte daran die Bildungssituation in Tschechien.“ (Pädagogische Sektion am Goetheanum, 2018

Wie sehr muss man sich als Esoteriker von Technik bedroht fühlen, um im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel an die Wand zu malen?

Weiter rief man in Prag nach einem „Aufbruch“, nach einer „Charta der Freiheit in Kultur und Bildung“. Man forderte „Freiräume“, um „entsprechend der kindlichen Entwicklung“ den Umgang beispielsweise mit den, Achtung und festhalten bitte, „Androiden Robotern“ zu erlernen. Kurze Denkpause: Wann hatten Sie selbst den letzten Kontakt mit so einem täuschend menschlich aussehenden Roboterwesen? Befürchten die Anthroposophen hier eine Art garstigen Homunkulus, einen künstlichen Menschen also, der als dämonischem Helfer dient?

Leise klopft hier auch der Antiamerikanismus an: Die europäische Bildungspolitik wird laut den Waldorfs von finanzmächtigen Amerikanern und Ihren Medienkonzernen bestimmt:

„Bildungspläne werden immer weniger von Lehrern, Eltern oder dem Staat entwickelt., Sie werden vielmehr aus Marktbedürfnissen und medieneigenen ”Zeitforderungen” diktiert. Globalen Medienkonzernen formulieren sie überzeugend. (…)  Das Bild eines Menschen entstand, der nur noch Data ist, intelligent erscheint, aber steuerbar und manipulierbar ist.“ (Pädagogische Sektion am Goetheanum, 2018


Anthroposophen-Lobby gegen „Zwangsdigitalisierung“ und „Maschinensklaven“

Die anthroposophische Lobby-Organisation ELIANT fordert unter der Führung von Michaela Glöckler Bildschirm-, Smartphone-, Tablet- und WLAN-freie Schulen und Kindergärten.

Die verquere Esoterik dringt dabei durch jeden Satz: „Wahlmöglichkeiten in Gefahr!“ meint, die Wahl, Digitales eben nicht zu nutzen. Man fordert „sich an den Gesetzmäßigkeiten der körperlichen und seelischen Entwicklung zu orientieren“, also an den eigenen Vorstellungen von Reinkarnation und übersinnlichen Entwicklungsstufen. Kinder sollen sich „Gesund in Raum und Zeit verankern“ – ja, anstelle von was bitte? Dem unkontrollierten Schweben durch alle vier Dimensionen? Mit weniger als „Zwang“ und „Sklaventum“ wird auch hier nicht argumentiert:

„Nein zur Zwangsdigitalisierung des Unterrichtes!“ (ELIANT, 2019)

„Wir wollen unser Kinder [sic!] nicht zu technisch versierten Maschinensklaven erziehen.“ (Paula Bleckmann, 2012)

„Der menschliche Körper ist nicht digital, sondern gehört der realen Welt an. Er wird missbraucht, wenn er sich einer virtuellen Welt anzupassen hat – bevor der sich in ihm entwickelnde Mensch seine seelischen und geistigen Potentiale entfalten konnte. Das befürchten wir bei einer Digitalisierung von Kitas und Grundschulen.

Kein Mensch wird satt von Bits und Bytes. Genauso wenig kann ein Kind im virtuellen Raum eine gesunde körperliche, seelische und geistige Reifung vollziehen.“ (Eliant, 2019)

Die Verweigerungshaltung ist bei „Eliant“ Programm: „Es geht uns um die Entscheidungsfreiheit, Medien zu nutzen oder nicht zu nutzen.“. Initiator Peter Hensinger stellt fest:

„Noch mehr wäre der Gesetzgeber gefragt, der bisher leider nach der Pfeife der Konzerne tanzt.“ (Peter Hensinger, „Heimliche Krankmacher“, Erziehungskunst, 2017)

Die Petition, die bis Ende 2019 eine Million Unterschriften sammeln will, fand bis März 2019 rund 30.000 UnterzeichnerInnen.

Es bleibt dabei: Offenbar wollen junge Menschen gar keine digitale Technik. Vielmehr wird ihnen diese von gierigen und mächtigen Lobbygruppen aufgezwungen:

„Erwin Hübner: Wir haben sozusagen eine offizielle [Diskussion], die durch das Marketing der großen IT-Unternehmen beherrscht wird (…).

Erziehungskunst: Das heißt, Lobbyisten haben ihre Finger im Spiel, und es geht um ganz viel Geld.

Erwin Hübner: Ja, und dagegen wenden sich auch die öffentlichen Aktionen.“ (Erziehungskunst, „Die Digitalisierung fordert die Waldorfpädagogik als Ganzes heraus“, 2019)


Fazit: Digital-STEINER? NEIN!

Digital-Experten anthroposophischen Glaubens sind sich sicher: Die „Medien“ sind böse. Die „Bildschirme“ sind es auch. Ihr Guru, der Hellseher-Rudi, hat es vorausgesehen. Digitales ist schlecht für die Seele und schlecht für Astral-, Äther- und sonstige Leiber. Dämonen, Geister und Naturwesen bevölkern unsere technischen Geräte. Der einzig sichere Weg für Kinder und Jugendliche, technische Geräte ohne Gefahr zu nutzen ist: es nicht zu tun. Nutzen sie sie doch, drohen Gewalt und Verbrechen, Krankheit und Drogensucht.

Arhrimanisch-technische Computer

Vielleicht sollte man Kinder und Jugendliche zu allererst vor dem schizophrenen Geschwafel des Hellsehers Rudolf Steiner fernhalten. Dessen Gesamtwerk steht ja kostenlos im Internet zur Verfügung, was eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle darstellt: Es drohen Realitätsverlust und das Abrutschen in okkulte Esoterik.

„Gelegentlich wird von sich besonders esoterisch gebenden Anthroposophen der Standpunkt vertreten, man dürfe etwas so Heiliges und Kostbares wie das lebendige Geisteswort Rudolf Steiners nicht so einem “ahrimanisch-technischen” Medium wie dem Computer und dem Internet anvertrauen.“ (Günter Kreidl, „Das Werk Steiners im Computerzeitalter“)

Dem kann man sich nur anschließen.


Siehe auch:

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1) – Telefgrafie, elektrisches Licht, Grammophone und Schreibmaschinen

Technikfeindlichkeit bei Waldor und Co. (Teil 2) – Der Fernseher

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3) – Computer, Smartphone, Internet und WLAN

Rudolf Steiner: Im wahrsten Sinne durchgeknallt

„Wenn Ihnen diese Zeilen vollkommen irrsinnig vorkommen, dann haben Sie schon recht. Sie stammen von niemand geringerem als von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Dieser Dr. Steiner war durchaus ein interessanter Mensch. Zunächst naturwissenschaftlich interessiert, bezeichnete er sich selbst als Anarchisten und Atheisten und promovierte an der Uni Rostock in Philosophie. Dann ganz plötzlich um 1902 kam es zu einer radikalen Wende seiner Ansichten, und er trat der Theosophischen Gesellschaft bei – einer okkult-esoterischen Mystikergruppe – und wurde durch seine dortige Vortragstätigkeit rasch zum Star.

Was war der Grund für diese radikale Wende? Manche Zeitgenossen unterstellten ihm finanzielle Gründe. Denn sobald er unter adeligen Damen Reden über esoterische Themen hielt, ging es ihm in Geldangelegenheiten bestens – er hatte ausgesorgt. Gutes Geschäftsmodell, auch heute noch, wie wir wissen.

Wahrscheinlicher aber ist, das Steiner – im wahrsten Sinn des Wortes – durchgeknallt ist. So erschien ihm Jesus Christus in einer Offenbarung. Aber nicht genug damit, er selbst [teil fehlt) und Goethe eine der beiden Reinkarnationen Jesus Christus. Und er glaubte, hellseherische Einsicht in ein imaginäres, okkultes tibetisches Buch, die „Akasha-Chronik“ zu haben.

Nach der aktuellen Version der International Classification of Diseases (ICD-10) litt Rudolf Steiner ganz offensichtlich unter einer wahnhaften Störung. „F22.0“ charakterisiert durch die Entwicklung eines einzelnen Wahns oder, in seinem Fall, mehrerer aufeinander bezogener Wahninhalte, die im allgemeinen lange, manchmal lebenslang andauern. Der Inhalt solcher Wahnsysteme ist sehr unterschiedlich, gelegentliche oder vorübergehende Halluzinationen schließen, besonders bei älteren Patienten, die Diagnose nicht aus, solange die Symptome nicht typisch Schizophren erscheinen.

Derartige wahnhafte Denksysteme, und ich glaube wir alle können ein Lied davon singen, finden sich bei vielen Menschen, die der Esoterik anhängen. Wir sollten daher durchaus vorsichtig sein, uns über solche Menschen lustig zu machen, die in vielen Fällen schwere psychiatrische Erkrankungen haben. Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, dass der Wahn Rudolf Steiners so viele Anhänger gefunden hat. Steiner machte okkulte Karriere, wurde bald Präsident der Theosophischen Gesellschaft.“ (Erich Eder)

Quelle: Dr. Erich Eder, Biologe an der Universität Wien im Vortrag für „Das goldene Brett 2018“ (im Video ab ca. 01:15h)

Siehe auch: ICD-Code F22

Waldorfschule Norwegen – Lügen, Leugnen, Desinformieren

Der esoterisch-okkulte Hintergrund der Waldorfschulen wird von den Schulen gerne geleugnet. Obskure anthroposophische Konzepte von Karma und Reinkarnation bis hin zur Jahrsiebtlehre werden verschwiegen, bewusst verharmlost oder einfach umgedichtet („Wir berücksichtigen die Entwicklungsstufen der Kinder“). Spricht man Waldorfianer direkt auf die abseitigen Bereiche der Waldorf-Pädagogik an, wird abgewiegelt oder schlicht gelogen. Die Vorsitzende der norwegischen Waldorfschulen treibt das Lügen, Leugnen und Desinformieren jedoch auf die Spitze.

Auszüge aus einem Interview von Fritanke („Freies Denken“), der Online-Zeitung der Human-ethischen Föderation Norwegens, mit der Waldorflehrerin und Vorsitzenden des Bundes der norwegischen Steiner-Schulen, Gry Veronica Alsos:

Fritanke: „Man sagt, dass Sie Rudolf Steiner als einen Propheten sehen – einen, der nicht falsch liegen kann. Ihr Kommentar?“

Alsos: „Das ist wieder nur Schwachsinn. Wir betrachten Steiner als eine gewöhnliche professionelle Autorität, so wie Jürgen Habermas, Charles Darwin oder Albert Einstein akademische Autoritäten an der Universität sind.

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Der Hellseher Steiner gilt bei seinen Anhängern als unfehlbare Autorität; auch seine absurdesten Prophezeiungen werden von seinen Anhängern nicht in Frage gestellt. Führende Anthroposophen bezeichnen Steiner daher öffentlich als „Propheten“. Charles Darwin und seine Evolutionstheorie werden hingegen explizit abgelehnt.

Fritanke: „Wie steht es etwa mit Steiner’s Einteilung verschiedener Menschen und deren physischen Erscheinung, dass Kinder mit breiten Schultern andere Merkmale als welche mit schmalen Schultern und dergleichen haben?“

Alsos: „Eine solche Klassifizierung basiert auf physikalischen Eigenschaften, die wir nicht anwenden. Absolut nicht.“

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Physikalische Eigenschaften wie der Stand der Zähne oder die Körperform und Haltung werden in den Lehrplänen der Waldorfschulen sogar wörtlich als Grundlage für die Einschulung genannt. Auch anhand des „festen Auftretens“ mit den Fersen oder der Ausprägung der Ohrläppchen wird von einigen anthroposophischen Ärzten vor der Einschulung die Schulreife und damit der Stand der „Reinkarnation“ des Kindes gemessen.

Fritanke: „Hätten Sie Steiner’s vorgeschriebene Eurythmie (rhythmischen Formationstanz) beendet, wenn diese sich als wirkungslos erwiesen hätte?“

Alsos: „Wir haben keine spezielle Vorstellung davon, welchen „Effekt“ die Eurythmie haben sollte.“ 

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Laut Lehrplan der Waldorfschulen erfüllt die Eurythmie vielfältige Zwecke, zum Beispiel den „Atem-Puls-Rhythmus zu etablieren“ oder Kindern beim besseren Zuhören zu helfen. In der anthroposophischen Medizin werden Krankheiten mit „Heil-Eurythmie“ behandelt. Waldorfausbilder geben an, dass der „Engelstanz“ bei Kindern Neigungen zu Gewalt verhindern würde. „Laut- und Ton-Eurythmie“ sind seit jeher Pflichtfach an Waldorfschulen.

Fritanke: „Mit anderen Worten, Steiners Lehren über Reinkarnation, die sieben Wurzelrassen, Karma, Temperamente und die Akasha-Chronik sind für die Steiner-Bildung nicht relevant?“

Alsos: „Absolut nicht. Ich weiß nicht mal, was das alles ist.

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Reinkarnation und Karma sind das Kernthema und die Grundlage der Waldorfpädagogik. Die Temperamentenlehre bestimmt weite Teile der Pädagogik, so auch die Sitzordnung in Waldorfschulen. Die Atlantis-Sage aus der von Steiner hellseherisch empfangenen „Akasha-Chronik“ wird im Geschichtsunterricht der 5. Klasse als alternative Evolutionstheorie gelehrt. Steiners rassistische Wurzelrassen-Theorie ist seit Jahrzehnten in der Kritik. 

Es ist ausgeschlossen dass eine Anthroposophin, Waldorflehrerin und Vorsitzende aller Waldorfschulen davon keine Kenntnis hat.

Quelle: Fritanke („Freies Denken“), Online-Zeitung der Humanethischen Föderation Norwegens, im Interview mit den Vorsitzenden des Bundes der norwegischen Steiner-Schulen.

Gottgesandte Engels-Heilerin auf Waldorf-Tournee

Die Hellseherin Jana Haas ist ein Engels-Medium. Frau Haas kann die Aura von Menschen erblicken und empfängt „Engelsbotschaften“ direkt von den Erzengeln. Sie channelt außerdem zahlreiche Naturwesen und sogar Gott höchstselbst. In Ihren „Cosmogetic„-Kursen bildet sie „Cosmogetische Heiler und Berater“ aus, die für einen dreitägigen Lehrgang rund 4.000 Euro pro Kopf zahlen. Dort lernt man nicht nur, seine „Zellen zu Verjüngen“ – man bekommt auch die Botschaft seines individuellen Schutzengels mitgeteilt. Als Buchautorin, unter anderem für den rechts-esoterischen Kopp-Verlag, schreibt sie, zusammen mit Waldorflehrer und -Ausbilder Dr. Christian Schott, über ihre „Gespräche mit Engeln„.

Jana Haas spricht aber nicht nur mit Gott persönlich, nein: Sie ist auch eine gefragte Vortragsrednerin an deutschen Waldorfschulen. So sprach Haas über „Die Verbindung zwischen Lebenden und Verstorbenen“ an der Waldorfschule Achberg, über „Den Seelenplan“ an der Waldorfschule Offenburg, über das „Heilen mit göttlicher Kraft“ an der Waldorfschule Überlingen, über „Jenseitige Welten“ an der Waldorfschule Wangen, über „Spiritualität in der Erziehung“ an der Waldorfschule Rottweil, über das „Wirken der Engel“ an der Waldorfschule Bodensee und über das „Mysterium der Bäume“ an der Waldorfschule in Offenburg. Weitere Stationen ihrer ausgedehnten Waldorf-Tournee findet man in ihrem Newsletter. Zusammen mit dem Verein „WIR – Waldorfschulen in Russland“ sammelt sie Geld für den Aufbau von weiteren Steiner-Schulen.

Bei den Anthroposophen ist sie also ein gern gesehener Gast und wurde auch im Jahresheft 2013 der Schweizer Anthroposophen interviewt, genauer: „Jana Haas befragt die Engel„.

Zwar gibt es viele Parallelen zum Hellseher Rudolf Steiner, der auch aura-sichtig war und Botschaften von Engeln erhielt – doch es gibt auch kritische Stimmen aus der Waldorf-Welt. So sei Haas laut den Autoren von Anthrowiki.at zwar ein „reines Engel-Medium“, sie könne aber im Gegensatz zum Gründer der Waldorfschulen die „jenseitige Welt nicht richtig beurteilen„. Der Grund dafür ist, dass bei Ihr – anders als Steiner – „keine Spur davon zu finden ist, dass sie den „Hüter der Schwelle“ getroffen hätte“. Und das ist bekanntlich laut Rudolf Steiners aus höheren Welten empfangener „Akasha-Chronik“ nicht weniger als die finale Schwelle, die ein okkulter Geheimschüler erst überschreiten muss.

Rudolf Steiner

Wer war Rudolf Steiner?

„Ein bekloppter Spinner“

SüdWest-Presse

„Ein geistiger Gelegenheitsarbeiter“

Die Zeit

„Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

Harry Rowohlt

„Anthroposophie-Gründer mit Wahnvorstellungen“

Telepolis

„Einer der großen Irren der deutschen Kulturgeschichte“

Der Spiegel

Der österreichische Hellseher und Okkultist Rudolf Joseph Lorenz Steiner (1861-1925) war ein Esoteriker, Publizist und Vortragsredner. Er bergündete die esoterisch-okkulte Weltanschauung der Anthroposophie, die sich aus Versatzstücken von Theosophie, Rosenkreuzertum, Buddhismus und vielen anderen Einflüssen zusammensetzt. Die Anthroposophie ist in der deutschen Wirtschaft, in der Medizin und im Schulwesen so tief verankert, dass sie von Kritikern als „einflussreichste esoterische Sekte Deutschlands“ (Colin Goldner) angesehen wird.

Bereits in seinem sechsten Lebensjahr soll Steiner Visionen gehabt haben (Wikipedia) und im Laufe seines Lebens verstärkt halluziniert und eine ausgeprägte Schizophrenie enwickelt haben (Wilhelm Lange-Eichbaum). Der selbsterklärte „Hellseher, Hellhörer und Hellschmecker“ glaubte, nur er allein könne in die Zukunft und Vergangenheit der gesamten Menschheit „schauen“. Die Anthroposophie, die für sich selbst den Status einer „Wissenschaft“ einfordert, muss daher als „Ein-Mann-Wissenschaft“ gelten.

In seinen Büchern und seinen Vortragsreden, die zusammen transkribiert über 90.000 Seiten in über 350 Büchern ausmachen, hat Steiner als Universal-Scharlatan über praktisch jedes denkbare Thema referiert. Rudolf Steiner gilt bei seinen Anhängern als unfehlbare Autorität, dessen Aussagen nicht kritisiert oder in Frage gestellt werden können.


Ist die Anthroposophie eine Sekte?

Sektenberatungsstellen bieten Checklisten an, anhand derer sich Gruppen einschätzen lassen. Die Anthroposophie erfüllt mehrere Kriterien für eine Sekte. Als Leitfaden dient hier die „Checkliste für unbekannte Gruppen“ der „Leitstelle für Sektenfragen im Land Berlin“:

„Die Gruppe hat einen Meister, ein Medium, einen Führer oder Guru, der allein im Besitz der ganzen Wahrheit ist. „

Rudolf Steiner gab an, als einziger in der „Akasha-Chronik“ lesen zu können, einer Art kosmischem Weltgedächtnis, in dem alle Ereignisse der Vergangenheit und Zukunft geschrieben stehen. Er selbst bezeichnete sich als Hellseher und „Geheimwissenschaftler“, über seine Quellen sei er aber „verpflichtet zu schweigen“. Führende Anthroposophen sehen Steiner daher als ihren „Propheten“, der hunderte Jahre in die Zukunft sehen konnte. Die gesamte Lehre basiert somit allein auf Steiners Eingebungen aus „höheren Welten“ und ist daher nicht falsifizierbar.

„Die Lehre der Gruppe gilt als einzig echtes, ewiges wahres Wissen.
Die etablierte Wissenschaft, das rationale Denken, der Verstand werden als Verkopfung, als negativ, satanisch oder unerleuchtet abgelehnt.“

Anthroposophen glauben, eine „geistige Welt“ zu erkennen, die nicht eingeweihten Menschen verborgen bleibt. So gilt bei Weleda das Wissen der „Schulmedizin“ als „begrenzt“, da sie lediglich die „stoffliche Ebene“ erfassen könne. Bei Demeter glaubt man, eine „über die Materie hinausgehende Wirklichkeit“ erkennen zu können. In Waldorfschulen gelten anthroposophische Lehrer als unfehlbare Autoritäten, deren Wissen nicht hinterfragt werden darf. Steiner: „Wo Lust am Diskutieren ist, da ist in der Regel kein Wissen von der Wahrheit“.  

Steiner riet, sich vom „in die Irre führenden“ wissenschaftlichen Denken frei zu machen. Wer dagegen sein Bewusstsein vor den „höheren Welten“ verschließe, verfiele „teuflischen oder dämonischen Mächten“. Auch solle man sich „verbieten, irgendeinen Gedanken aufkommen zu lassen von Kritik, von Opposition“, um Zugang zu seiner hellseherischen Geheimwissenschaft zu erlangen.

Die Anthroposophische Gesellschaft Deutschlands stellt zudem in Ihren Grundsätzen klar, dass niemand außer den Anthroposophen selbst über Rudolf Steiner urteilen kann: Es wird niemand für die Schriften ein kompetentes Urteil zugestanden, der nicht die von dieser Schule geltend gemachte Vor-Erkenntnis durch sie erworben hat. Andere Beurteilungen werden insofern abgelehnt, als die Verfasser der entsprechenden Schriften sich in keine Diskussion über dieselben einlassen.” 

„Die Welt treibt auf eine Katastrophe zu, und nur die Gruppe weiß, wie man die Welt retten kann.“

Anthroposophische „Geheimschüler“ bzw. „Eingeweihte“ haben ein exklusives Wissen von „neu herantretenden Kräften des Bösen“, welches sie aber dem Rest der Menschheit nicht mitteilen wollen.

Grund dafür ist, dass Außenstehende die nötigen „Hellseherorgane“ zum Erkennen der „höheren Welten“ nicht entwickelt haben oder nicht entwickeln können: „Wenn heute jemand auftritt und sagt: Das ist eine anthroposophische Träumerei, so etwas, wie es die Anthroposophen behaupten, gibt es nicht, – so beweist er nur, daß er und seinesgleichen solche Welten nicht wahrnehmen.“ (Rudolf Steiner)

Fazit

Die Leitstelle für Sektenfragen in Berlin warnt in ihrer Checkliste: „Wenn mehrere Punkte zutreffen – VORSICHT!„. Wir meinen: Ja, die Anthroposophie ist eine Sekte.


https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner

https://www.psiram.com/de/index.php/Rudolf_Steiner


Okkultismus? Und wenn schon!

„Es geht der Anthroposophie letzten Endes nicht um ein paar bessere Schulen, um gesünderes Essen oder verträglichere Medizin, sondern um ein neues Bewusstsein und ein anderes Weltbild: Anthroposophie zielt auf das dunkle Herz des Materialismus. […]

Okkultismus? Und wenn schon! Ätherleib und Akasha-Chronik? Ja sicher, wenn wir das wichtig finden! […]

Es gibt keine Instanz, die uns die wahren Abenteuer des Geistes verbieten oder vorschreiben könnte, was Gegenstand von  Erkenntnisgewinn werden darf und was nicht. Wir wollen einen erweiterten Wissenschaftsbegriff.“
(Jens Heisterkamp)

Quelle: Ruhrbarone – „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank „Bildekräften“: Lest Rudolf Steiner!“ – https://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/48426#

Zitiert wird dort: Heisterkamp, Jens. „Ein erweiterter Wissenschaftsbegriff muss her!“ Redaktionstagebuch. In: Info3, Nr. 6, Juni 2007, S. 1.

#Waldorfschule #Waldorfpädagogik #Rudolf Steiner #Esoterik #Okkultismus #Ätherleib #Akasha-Chronik #Akasha #Anthroposophie

Sieben mal sieben mal sieben

steinerquotes:

„Nach dieser Rechnung hat man also in der ganzen Menschheitsentwickelung siebenmal sieben, das ist neunundvierzig kleine Kreisläufe oder «Reiche» (nach gebräuchlicher theosophischer Ausdrucksweise «Runden»), zu unterscheiden. Und weiter hat wieder jeder kleine Kreislauf sieben noch kleinere zu durchlaufen, die man «Formzustände» (in theosophischer Sprache «Globen») nennt. Das gibt für den vollen Menschheitskreislauf siebenmal neunundvierzig verschiedene «Formzustände» oder dreihundertdreiundvierzig.“ (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner über die Reinkarnation des Planeten Erde in “Aus der Akasha-Chronik” (Gesamtausgabe Band 11, S.159). Siehe auch vom Zahlenmystiker Rudolf Steiner: “Die Zahl 666 ist die kritische Zahl der Evolution” / “Unser Planet hat 7x7x7 Verwandlungen durchzumachen

Die Erde wird als Planet Vulkan reinkarnieren… nicht.

steinerquotes:

“Der letzte Planet, der noch in die Reihe der irdischen Verwandlungen
gezählt werden kann, der also auf die Venus folgt, wird von der
Geheimwissenschaft «Vulkan» genannt. Auf diesem Planeten wird das
vorläufige Ziel der Menschheitsentwickelung erreicht. Der
Bewußtseinszustand, in welchen da der Mensch eintritt, wird die
«Gottseligkeit» oder auch das spirituelle Bewußtsein genannt. Der
Mensch wird es nach Wiederholung der sechs vorhergehenden Stufen auf dem
siebenten Vulkankreis­lauf erlangen. Über das Leben auf diesem Planeten
kann öffentlich nicht viel mitgeteilt werden. In der
Geheimwissenschaft spricht man von ihm so, daß man sagt:

«Über den
Vulkan und sein Leben sollte von keiner Seele nachgedacht werden, die
mit ihrem Denken noch an einen physischen Körper gebunden ist.» Das
heißt, es können nur die Geheimschüler der höheren Ordnung über den
Vulkan etwas erfahren, die ihren physischen Körper verlassen dürfen und
außerhalb desselben übersinnliche Erkenntnisse sich aneignen können.” (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner – “Aus der Akasha-Chronik” (Gesamtausgabe Band 11, S.159f) über die Reinkarnation des Planeten Erde als Planet Vulkan. Steiners Vision der kommenden Menscheitsentwicklung wird dadurch erschwert, dass der hypothetische Planet Vulkan nicht existiert.

Rudolf Steiners Festplatte

„Er
machte geltend, dass er ein Gebiet erforschen könne, das Menschen
normalerweise verschlossen ist. Er sagte: „Wenn ich in meiner Weise
forsche, komme ich in ein Gebiet, das
ich die übersinnliche Welt nenne.“ Um dahin zu gelangen, musste er
zunächst glauben, dass das möglich ist. Später, so hat er mitgeteilt,
habe er es wirklich erfahren. Er habe im Gedächtnis der Welt gelesen,
das die Inder Akasha-Chronik nennen.

Frage: Was ist das?

Eine
unsichtbare große Festplatte, auf der alle Ereignisse, die in de Welt
von Anfang an je stattfanden, gespeichert sind. Allerdings ist diese
Festplatte nicht wirklich fest,
sondern eher eine sehr lebendige prägbare Substanz.“ (Michael Frensch)

Quelle:
taz die Tageszeitung – „Michael Frensch über Anthroposophie – „Als
Anhänger verlieren Sie Ihre Freiheit
“ über den Leiter des
anthroposophischen Novalis-Verlages.