GLS-Bank

Die „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“ wurde zur Finanzierung der deutschen Waldorfschulen und Demeter-Höfe gegründet. Sie ist bis heute die Hausbank der Waldorfschulen und kann als „anthroposophische Bank“ bezeichnet werden.

“Wenn heute viele Menschen neu zu uns hinzukommen, die nicht aus der Anthroposophie und ihrem Umfeld stammen, ist für mich die Frage: Haben die nun die Anthroposophie hinter sich oder vor sich? Für mich ist die Antwort, sie haben sie eher vor sich.” (Thomas Jorberg, Vorsitzender der GLS-Bank)

Die GLS-Bank unterstützt zahllose Projekte aus den Bereichen der Pseudomedizin und Pseudowissenschaft – bis hin zur Leugnung der Evolutionstheorie.

Finanzierung der Waldorfschulen

“Die GLS Bank ist 1974 von Menschen gegründet worden, die der Anthroposophie eng verbunden waren. Zu Beginn wurden hauptsächlich Projekte aus diesem Umfeld finanziert, z. B. Demeter-Höfe und Waldorfschulen.“ (GLS-Bank)

Gründer der Bank ist Wilhelm Ernst Barkhoff, der ebenso Gründer des Instituts für Waldorf-Pädagogik ist sowie Vorstand der Rudolf-Steiner-Schule Ruhrgebiet. Mit Mitarbeitern wie Franz Schily (Vater von Konrad Schily und Otto Schily) finanzierte er die europäischen Waldorfschulen.

Mit einer eigenen „Waldorf-Kreditkarte“ können Kunden der GLS-Bank die Waldorfschulen nicht nur indirekt, sondern auch direkt finanzieren:

Die Waldorf-Kreditkarte ist eine VISA-Karte, mit der Sie nicht nur weltweit bezahlen können. Mit jeder Zahlung unterstützen Sie außerdem Projekte der weltweiten Waldorfbewegung. Nach jedem Zahlvorgang geht der Erlös aus der Kreditkarte an den Bund der Freien Waldorfschulen e.V. und die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V., die beiden Kooperationspartnern der GLS Bank bei der Waldorf-Kreditkarte.“ (GLS-Bank)

Die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ leisten weltweit Notfall-Waldorfpädagogik“ in Krisengebieten.


Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Esoterik und Astrologie, Eurythmie und Pseudowissenschaft

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft ist „[rechtlich] eine unselbstständige Stiftung, die mit der GLS Gemeinschaftsbank assoziiert ist und deren Geschäftsführung von der GLS Treuhand in Bochum besorgt wird.“ (Wikipedia)

Ihr Ziel ist es, die auf Astrologie, Homöopathie und Okkultismus basierende „biologisch-dynamische Landwirtschaft“ als „Leitbild zukünftiger Agrarpolitik“ zu etablieren. Schwerpunkte sind unter anderem die „Entwicklung neuer Methoden zur Beurteilung der Qualität von Lebensmitteln, etwa durch bildschaffende Methoden.“ (Wikipedia).

Tropfbildmethode (via Psiram)

Pseudowissenschaftliche „bildschaffende Methoden“ sollen mittels obskurer esoterischer Techniken die „ätherische Lebenskräfte“ in Produkten darstellen können.

Der Schwerpunkt der Stiftung liegt auf der Förderung der Züchtungsforschung im Bereich Getreide, Gemüse und Obst (…). Zu ihren Partnern gehören in diesem Bereich beispielsweise (…) die Forschung & Züchtung Dottenfelderhof.“ (Wikipedia)

Tanzen für Pflanzen als biodynamische „Forschung

Auf dem Dottenfelderhof betreibt man „Forschung“, indem man Rosenkohl mit esoterischen Eurythmie-Tänzen betanzt. Die Pflanzen „untersucht“ man dann mit „bildschaffenden Untersuchungen (Kupferkristallisation und Steigbild)“ (Dottenfelderhof, Tätigkeitsbericht 2018, PDF)

Saatgutsparen

Bio-dynamische Forschung mit „Tanzen für Pflanzen“, „Musikintervallen für Pflanzensamen“ oder „Aura-Fotografie“ kann man mit der Aktion „Saatgutsparen“ der GLS-Bank unterstützen. Zinserträge gehen dabei in die „Saatgutarbeit“ der „Zukunftsstiftung Landwirtschaft“.


Stiftungsfonds der GLS Treuhand

Anthroposophie, Homöopathie, Leugnung der Evolution

Der Stiftungsfonds der GLS Treuhand finanziert einige Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Flüchtlingshilfe sowie Behindertenarbeit. Die meisten Projekte stammen jedoch aus dem eigenen anthroposophischen, esoterischen und pseudowissenschaftlichen Spektrum. Beispiele:

  • A.R.S.-Stiftung für Waldorfpädagogik
  • Stiftungsfonds Artfondo, Kunstprojekte inspiriert durch Anthroposophie und den Anthroposophen Joseph Beuys
  • Freie Bildungsstiftung für eine Bildung nach den Idealen Rudolf Steiners
  • Zukunftsstiftung BioMarkt, in Kooperation mit BioKreis und Denn´s, tätig im Bereich der bio-dynamischen Landwirtschaft
  • Bodhichitta Stiftung für buddhistische Meditation und Homöopathie
  • Stiftungsfonds Chirophonetik, anthroposophische Sprachtherapie
  • Stiftungsfonds Desiderata, u. a. für „ganzheitliche“ Heilverfahren
  • EKAYANA Stiftungsfonds für zeitgemäßen Buddhismus 
  • Stiftungsfonds European Integral Academy, tätig im Bereich der Esoterik und Spiritualität
  • Institut für Evolutionsbiologie an der Universität Witten/Herdecke, das die These von Rudolf Steiner belegen will, dass das Tier vom Menschen abstammt und Darwins Evolutionstheorie widerlegen will
  • HORTUS Stiftungsfonds für biologisch-dynamische Landbauprojekte
  • Stiftungsfonds HGM – Heute Gemeinsam für Morgen – für Waldorfpädagogik und Anthroposophie
  • Karl König Stiftungsfonds für Anthroposophische Medizin
  • Stiftungsfonds Nadjeschda für Kinder u.a. mit Behinderungen, Waldorfpädagogik
  • Sparrer&Varga-Stiftung zur „Systemischen Strukturaufstellung

Quelle: Stiftungsfonds der GLS Treuhand


Finanzierung von Evolutionsleugnern

Anthroposophen glauben an ihre eigene Evolutionstheorie. Diese beinhaltet esoterische Anteile (Abstammung des Menschen aus „Atlantis“), rassistische Anteile (die höchste Entwicklungsstufe ist die „weiße Rasse“) und anti-wissenschaftliche Anteile („Der Mensch stammt nicht vom Affen ab“, Rudolf Steiner). Die Evolutionstheorie nach Charles Darwin lehnt man ab.

Der Stiftungsfonds der GLS-Bank finanziert seit 2007 die Forschungen des
“Institut für Evolutionsbiologie”
an der anthroposophischen Universität Witten-Herdecke. 1992 übernahm der ehemalige Waldorfschüler, Waldorflehrer und Waldorfausbilder Wolfgang Schad das Institut. Im Hausmagazin der Waldorfschulen, der „Erziehungskunst“, leugnet Schad die Evolution. In seiner Forschung hofft er, Darwin widerlegen zu können.

“Auf die heutige Form des Evolutionsverständnisses, das man derzeit wissenschaftlich für wahr hält, wird man möglicherweise in 200 Jahren nachsichtig zurückblicken. (…)

So finden wir zwei Anschauungen vor: Entweder stammt der Mensch vom Affen ab oder umgekehrt der Affe vom Menschen.
Auch innerhalb der naturwissenschaftlichen Forschung kann man beide Anschauungen vorfinden, wobei die Affen-Abstammung des Menschen natürlich besonders von der atheistisch-materialistischen Naturwissenschaft vertreten wurde.

Aber es hat immer auch eine »Underground-Naturwissenschaft« gegeben, die manche Fakten dafür, dass auch das Umgekehrte denkbar ist, beibringen konnte.” (Wolfgang Schad)

Dass der Mensch nicht vom Affen abstammt, wird Kindern auch in einigen der dogmatischeren Waldorfschulen beigebracht.


Lobbyarbeit gegen Gentechnik

Versteckte Lobbyarbeit mit falschen Fakten und zweifelhaften Studien

Der „Informationsdienst Gentechnik“ wird u. a. bezahlt von Firmen aus dem anthroposophischen Spektrum. Zu den Trägern gehören der esoterische Anbauverband Demeter und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der anthroposophischen GLS-Bank. Dessen seit fast 10 Jahren an Schulen verteilten Info-Materialien stehen in der Kritik:

„Der Informationsdienst Gentechnik bietet Lehrern und Schülern der Sekundarstufe bereits seit 2010 Lehrmaterialien und Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung an. Die Informationen sind tendenziös und geben Fakten verzerrt wieder. Zweifelhafte Studien werden als Beleg für die Hatz auf Gentechnikkritiker gewertet. (…) Für Lehrer und Schüler ist dabei nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass es sich bei den Verfassern der Materialien und Informationen um vehemente Gegner einer sogenannten „Agro-Gentechnik“ handelt.  (…) Ob solche „Unterrichtsmaterialien“ noch der Lehre dienen, oder der Meinungsmache, ist daher eine Frage, der sich auch das Bundesministerium für Bildung stellen sollte.“ (Süddeutsche Zeitung)


https://de.wikipedia.org/wiki/GLS_Gemeinschaftsbank

https://anthroposophie.blog/?s=GLS