Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1)

„Die Technik wird der Erde den Tod bringen! Und Technik hat sehr viel mit Zerstörung, mit Umwälzung zu tun. Technik ist nicht nur ein totes Produkt, sozusagen, sondern es ist auch todbringend.“ (Michaela Glöckler, Vortrag „Ich im Netz – Ansätze zum Verständnis des Subjekts im Internet“, 2012)

Das Zitat der führenden anthroposophischen Medizinerin Michaela Glöckler ist ein Musterbeispiel für die traditionelle Technikfeindlichkeit der Anthroposophen. Frau Glöckler war rund 30 Jahre lang die Leiterin der „Medizinischen Sektion“ an Rudolf Steiners „Goetheanum“, der Schweizer Anthroposophen-Zentrale. Heute kämpft sie als Lobbyistin an vorderster Front gegen alles Digitale.

Die „Technik“, die „Medien“, die „Bildschirme“ – all das ist für die esoterische Glaubensgemeinschaft überaus schädlich: Es leidet der „Ätherleib“, die Spiritualität nimmt Schaden, die Seele wird zerstört und die Wirklichkeit der Welt zerbricht bis in ihre Atomstruktur hinein. Moderne Technik macht krank und führt in die Kriminalität, mindestens aber in die Drogensucht.

In anthroposophischen Waldorfschulen sind Fernseher, Handys und Computer zumeist verpönt oder gar verboten. Den anthroposophischen Demeter-Höfen ist die Nutzung von Mikrowellen-Geräten verboten, und in anthroposophischen Krankenhäusern suchen Patienten vergebens nach Fernsehern oder Radios.

Die Grundlagen für diese Technikfeindlichkeit sind natürlich die übersinnlichen Erkenntnisse des Sektengründers und Hellsehers Rudolf Steiner: Der lehnte bereits vor einhundert Jahren moderne Technik wie Telegrafie, Grammofone oder elektrisches Licht ab. Als Konsequenz daraus sahen die Anthroposophen seit Jahrzehnten ihren größten Feind im Fernseher, der diese Techniken ja quasi in sich vereint. Und je rasanter die technische Entwicklung in den letzten Jahren voranschreitet, desto hysterischer attackiert man die neumodische Informations- und Computertechnik.

Besonders krude wird es da, wo der Technikhass in Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus abdriftet: Mächtige amerikanische IT-Konzerne diktierten heute die Lehrpläne der Schulen und die Gesundheit unserer Kinder würde dem schnöden Mammon, also dem bei Anthroposophen so verhassten Materialismus geopfert.

Funkwellen stören den Empfang „geistiger Mitteilungen“ aus „höheren Welten

Woher genau kommt die traditionelle Technikfeindlichkeit der Anthroposophen? Der Hellseher Rudolf Steiner war der Erfinder der Anthroposophie und der Gründer der ersten Waldorfschule. Im Jahre 1923 sorgte er sich in einem Vortrag, dass die damals neue Technik der drahtlosen Telegrafie den Empfang von „geistigen Mitteilungen“ aus „höheren Welten“ stören würde:

„Aber, meine sehr verehrten Anwesenden, die Verständigung unter Menschen, die aus höheren Welten etwas zu sagen haben, war leichter in der Zeit, in der gesprochen wurde von geheiligten Stätten aus, wie sie hier die Druidenzirkel bergen, und in der dasjenige, was von solchen Stätten an Gedankenwellen durch die Welt ging, nicht den Wellen der drahtlosen Telegrafie begegnete.“ (Rudolf Steiner, „Initiations-Erkenntnis“, 1923)

Als Gegenmittel gegen die gefährliche Strahlung helfe es, „mit kräftiger Intensität das Spirituelle sich ins Herz einzuschreiben“. Das Hellsehen, also die „Erkenntnis höherer Welten“, so Steiner, erreiche man unter anderem durch eine intensive, meditative Betrachtung der Natur, von Pflanzen und Steinen. Bereits vorgefertigte, künstliche Bilder dagegen, so fürchten die Anthroposophen, töten die Seele.

Krank durch WLAN

Was früher die drahtlose Telegrafie und später das Fernsehen war, sind heute das drahtlose Internet und der Mobilfunk. So fühlen sich die Karma-gläubigen Anthroposophen vom WLAN nicht nur bei der Reinkarnation gestört – Waldorflehrer werden durch eine Art durchgeknallten Nocebo-Effekt sogar „krank durch WLAN“. Dazu die Haus-Postille der deutschen Waldorfschulen, das Magazin „Erziehungskunst“ – welches übrigens alle Waldorf-Eltern kostenlos ins Haus bekommen:

 „Verlockungen eines vielversprechenden technischen Zugewinns verdecken, wie sehr die flächendeckende Funktechnik die Inkarnation stört. (…) Fehlzeiten von Lehrern stiegen an, nachdem ein WLAN-Sender im Lehrerzimmer eingeschaltet worden war.“ (Helmut Breunig, „Erziehungskunst“, 2018)

Beim Neubau von Waldorfschulen achtet man daher heutzutage auf den „Schutz gegen Strahlen“. So werden Gebäude technisch gegen Mobilfunkstrahlen abgeschirmt, und „selbstverständlich“ dürfen auch Handys oder gar das „gefährliche“ WLAN nicht genutzt werden. Die „höheren Welten“ scheinen glücklicherweise auf anderen Frequenzen zu funken.

Es bleibt aber nicht bei den schädlichen Funkwellen. Nicht nur die Telegrafie war Steiner suspekt. Auch die Schreibmaschine („schadet der Spiritualität“), das Grammofon („zwingt das Mechanische in die Kunst hinein“) oder elektrisches Licht sind laut Rudolf Steiner gefährlich:

Elektrisches Licht zieht dämonische Geister an

 „Im Physikunterricht der Oberstufe lernt der Schüler … die Unterschiede der Lichtquellen kennen. Gleichzeitig lernt er, … daß die Qualität des Lichtes einer Kerze, einer Glühfadenbirne und einer Neonröhre sehr unterschiedlich sind, nämlich darin, daß in der Kerze gute Wesenheiten zu Hause sind, und in der Neonröhre der menschlichen Seele sehr schadende dämonische Geister sich wohlfühlen und daß man darauf achten soll, in wessen Lichtreichweite man sich befindet.“ (Dr. Meyer-Bendrat, EFH Hannover, zitiert in Charlotte Rudolph: „Waldorf-Erziehung“, 1987)

Medienkompetenz auf Grundlage des leminskatisch arbeitenden Ätherleibes

Die Rückwärtsgewandtheit ist bei Waldorf und Co. durchaus gewollt, sie ist ein Grundprinzip. Waldorfschüler lernen Feldmessen, Ackerbau, Schafhaltung, Wollbearbeitung und Sticken. „Medienkompetenz“ jedoch wird in der Regel durch strikten „Medienverzicht“ ersetzt. Wie die Anthroposophen sich Medienkompetenz vorstellen, beschreibt die esoterische Vorkämpferin gegen „Medien“, Michaela Glöckler:

“Um jetzt diesen Freiheitsbegriff, und den Todesbegriff, und alles was ich bisher angedeutet habe auf den Punkt zu bringen, und eben auch den menschenkundlichen Hintergrund für eine Medienkompetenzentwicklung zu beschreiben, hier das Zeichen des Merkurstabs! Es ist die Form, die dem Ätherleib entspricht, der Ätherleib arbeitet lemniskatisch.“ (Michaela Glöckler, 2012)

Lichtbilder schaden dem Ätherleib

Laut Rudolf Steiner ist es nämlich genau dieser Ätherleib, der an „Lichtbildern“ Schaden nimmt:

„Viele Erscheinungen des heutigen Kulturlebens wirken zerstörend, zum Beispiel insbesondere auch die Lichtbilder, die den Ätherleib durchaus schädigen.“ (Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Band 130, S.326, 1911)

Der Hellseher Rudolf Steiner erfand den Laptop

Gegen die aktuelle technische Entwicklung hilft auch nicht, dass der Prophet Steiner schon vor 100 Jahren den Laptop und die Computer-Maus voraussah. Michaela Glöckler über Rudolf Steiner:

‘‘In einer nicht sehr fernen Zukunft (…) wird [es] eine Art der mechanischen Stenographie geben.‘‘ Da sieht er den Laptop voraus!

Man hat förmlich vor Augen, wie er das vor sich sieht. Ich kenne auch eine andere Vortragsstelle wo er sagt, man wird dann einen Ballen von Baumwolle von Liverpool nach Rom verschieben. Und bringt das Wort ‘schieben’ immer wieder. Wie man auf dem Computer eben schiebt. Und dann klickt.“ (Michaela Glöckler, Vortrag „Ich im Netz“)

Dummerweise war zum Zeitpunkt von Steiners großer Vision das „mechanische Schreiben“ nicht mehr ganz so neu – die mechanische Schreibmaschine war da bereits seit 200 Jahren erfunden.G

Auch die Schweizer Waldorfschulen sind von den hellseherischen Fähigkeiten ihres Gurus überzeugt. Katinka Penert, Waldorflehrerin und Leiterin „Prävention im Bereich Bildschirmmedien“ der Schweizer Waldorfschulen, meint:

„Rudolf Steiner sagte die Entwicklung der Technologie voraus.“ (Katinka Penert, „Digital Natives“, 2015)

Digitale Bilder werden im Blut gespeichert

Die großen Digital-Experten der Waldorfschulen bekennen sich hier also offen zur Hellseherei. Folgerichtig argumentiert man gegen Bildschirmmedien mit „Ätherleib“, „Astralleib“ und „arteriellem Blut“:

»Wie stark die konsumierten Bilder in die menschliche Wesenheit eingreifen, beschreibt Rudolf Steiner: Die aus dem Wachbewusstsein aufgenommenen Bilder und Vorstellungen werden durch Aktivität des Astralleibes in den Ätherleib des Menschen eingeschrieben. Die ordnende und strukturierende Kraft des Ätherleibes bewirkt, dass die Vorstellungsbilder als Chiffren im arteriellen Blut bewahrt bleiben und beim Erinnerungsvorgang vom Astralleib «gelesen» werden können.“ (Katinka Penert, „Digital Natives“, 2015)

Auch hier ist die Antwort auf „Medien“ also die „Abstinenz“. Zwar soll vorgeblich die „Lehrperson frei sein von Sympathie und Antipathie für oder gegen Bildschirmmedien“, doch schon im nächsten Absatz heißt es: „In Elternabenden könnte dafür gesorgt werden, dass die Eltern einer Klasse ein Bündnis für die gesunde (weil bildschirmfreie) Entwicklung der Kinder schliessen“.

Wer hinter der Digitalisierung von Schulen und Kinderzimmern steckt, scheint bei Waldorf bekannt zu sein: „Der Druck aus Politik und Wirtschaft“ fordert den „frühen Umgang mit der Technik“ – und zwar „aus Verkaufsinteresse“.

Warum aber Waldorf und Co. gegen die Digitalisierung sind, ist hingegen weitgehend unbekannt: Sie fürchten eine Art Störfunk bei ihrem Kontakt zu „höheren Welten“ und dass die Seelen und Ätherleiber zwischen all den herumfliegenden SMS nicht mehr in den richtigen Körper finden. Sie fürchten Geister und Dämonen, die durch die neue Technik geweckt werden. Und sie fürchten, dass alles künstlich hergestellte, materialistische sich am Ende gegen sie wendet.

So erklärt sich auch der uralte Kampf der Anthroposophen gegen eine andere Weltzerstörungsmaschine:

Den Fernseher.


Siehe auch:

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1) – Telefgrafie, elektrisches Licht, Grammophone und Schreibmaschinen

Technikfeindlichkeit bei Waldor und Co. (Teil 2) – Der Fernseher

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3) – Computer, Smartphone, Internet und WLAN

Waldorflehrer entscheiden, wie viel Mobbing das Kind verträgt

„Im Jahr 2010 sollen Lehrer an Waldorfschulen in Uppsala und Norrköping Schüler misshandelt haben. In verschiedenen Kritikforen sprechen ehemalige Schüler darüber, wie die Leitung das Mobbing, dem sie während der Schulzeit ausgesetzt waren, übersehen hat. Ein internes Dokument über Mobbing für das College der Alan Howard Waldorfschule in Toronto gibt einen Einblick in die Sicht der Anthroposophen auf Schülerkonflikte.

Das Dokument diskutiert die Risiken, denen die Lehrer in solchen Situationen ausgesetzt sind. Wenn das Karma des gemobbten Kindes nun das Kind leitet, dann ist Einzugreifen nicht immer die beste Option – das Kind muss sein Inkarnationsziel erfüllen. Die Aufgabe der Lehrer ist es stattdessen festzustellen, wie viel Mobbing ein Kind durch die Erfahrung erleiden kann.“ (Fritanke.se)

Quelle: Fritanke („Freies Denken“), Online-Zeitung der Human-ethischen Föderation Schwedens, in „Die okkulte Agenda der Waldorfschule

Link: „Bullying Presentation to Faculty – Handout“ der Alan Howard Waldorf School, 1999. Darin heißt es: „Kann das Karma oder die Bestimmung eines Kindes das eines Opfers oder Tyrannen sein? (…) Für ein Kind, das Opfer wird, muss es die Rolle und Verantwortung des Lehrers sein, festzustellen, wie viel Opferhilfe gesund ist, damit das Kind durch die Erfahrung gestärkt werden kann

Waldorfschule Norwegen – Lügen, Leugnen, Desinformieren

Der esoterisch-okkulte Hintergrund der Waldorfschulen wird von den Schulen gerne geleugnet. Obskure anthroposophische Konzepte von Karma und Reinkarnation bis hin zur Jahrsiebtlehre werden verschwiegen, bewusst verharmlost oder einfach umgedichtet („Wir berücksichtigen die Entwicklungsstufen der Kinder“). Spricht man Waldorfianer direkt auf die abseitigen Bereiche der Waldorf-Pädagogik an, wird abgewiegelt oder schlicht gelogen. Der Vorsitzende der norwegischen Waldorfschulen treibt das Lügen, Leugnen und Desinformieren jedoch auf die Spitze.

Auszüge aus einem Interview von Fritanke („Freies Denken“), der Online-Zeitung der Human-ethischen Föderation Norwegens, mit den Vorsitzenden des Bundes der norwegischen Steiner-Schulen, Gry Veronica Alsos:

Fritanke: „Man sagt, dass Sie Rudolf Steiner als einen Propheten sehen – einen, der nicht falsch liegen kann. Ihr Kommentar?“

Alsos: „Das ist wieder nur Schwachsinn. Wir betrachten Steiner als eine gewöhnliche professionelle Autorität, so wie Jürgen Habermas, Charles Darwin oder Albert Einstein akademische Autoritäten an der Universität sind.

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Der Hellseher Steiner gilt bei seinen Anhängern als unfehlbare Autorität; auch seine absurdesten Prophezeiungen werden von seinen Anhängern nicht in Frage gestellt. Führende Anthroposophen bezeichnen Steiner daher öffentlich als „Propheten“. Charles Darwin und seine Evolutionstheorie werden hingegen explizit abgelehnt.

Fritanke: „Wie steht es etwa mit Steiner’s Einteilung verschiedener Menschen und deren physischen Erscheinung, dass Kinder mit breiten Schultern andere Merkmale als welche mit schmalen Schultern und dergleichen haben?“

Alsos: „Eine solche Klassifizierung basiert auf physikalischen Eigenschaften, die wir nicht anwenden. Absolut nicht.“

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Physikalische Eigenschaften wie der Stand der Zähne oder die Körperform und Haltung werden in den Lehrplänen der Waldorfschulen sogar wörtlich als Grundlage für die Einschulung genannt. Auch anhand des „festen Auftretens“ mit den Fersen oder der Ausprägung der Ohrläppchen wird von einigen anthroposophischen Ärzten vor der Einschulung die Schulreife und damit der Stand der „Reinkarnation“ des Kindes gemessen.

Fritanke: „Hätten Sie Steiner’s vorgeschriebene Eurythmie (rhythmischen Formationstanz) beendet, wenn diese sich als wirkungslos erwiesen hätte?“

Alsos: „Wir haben keine spezielle Vorstellung davon, welchen „Effekt“ die Eurythmie haben sollte.“ 

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Laut Lehrplan der Waldorfschulen erfüllt die Eurythmie vielfältige Zwecke, zum Beispiel den „Atem-Puls-Rhythmus zu etablieren“ oder Kindern beim besseren Zuhören zu helfen. In der anthroposophischen Medizin werden Krankheiten mit „Heil-Eurythmie“ behandelt. Waldorfausbilder geben an, dass der „Engelstanz“ bei Kindern Neigungen zu Gewalt verhindern würde. „Laut- und Ton-Eurythmie“ sind seit jeher Pflichtfach an Waldorfschulen.

Fritanke: „Mit anderen Worten, Steiners Lehren über Reinkarnation, die sieben Wurzelrassen, Karma, Temperamente und die Akasha-Chronik sind für die Steiner-Bildung nicht relevant?“

Alsos: „Absolut nicht. Ich weiß nicht mal, was das alles ist.

ANMERKUNG: Das ist gelogen. Reinkarnation und Karma sind das Kernthema und die Grundlage der Waldorfpädagogik. Die Temperamentenlehre bestimmt weite Teile der Pädagogik, so auch die Sitzordnung in Waldorfschulen. Die Atlantis-Sage aus der von Steiner hellseherisch empfangenen „Akasha-Chronik“ wird im Geschichtsunterricht der 5. Klasse als alternative Evolutionstheorie gelehrt. Steiners rassistische Wurzelrassen-Theorie ist seit Jahrzehnten in der Kritik. 

Es ist ausgeschlossen dass ein Anthroposoph, Waldorflehrer und Vorsitzender aller Waldorfschulen davon keine Kenntnis hat.

Quelle: Fritanke („Freies Denken“), Online-Zeitung der Humanethischen Föderation Norwegens, im Interview mit den Vorsitzenden des Bundes der norwegischen Steiner-Schulen.

Kinderkrankheiten sind gut fürs Karma

„Wer nun meint, Steiner als „von gestern“ abtun zu können, seine Ansichten als „zeitbedingt“ vom Tisch zu wischen und sich nicht vorstellen kann, dass heute Steiners Aussagen wortwörtliche Exegeten finden, der sei auf das Buch „Kindersprechstunde: Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber. Erkrankungen – Bedingungen gesunder Entwicklung – Erziehungsfragen aus ärztlicher Sicht“ verwiesen (inzwischen in 18. Auflage erschienen, zuletzt editiert 2010). Es stammt von Frau Dr. Michaela Glöckler (gemeinsam mit Dr. W. Goebel), bis 2016 langjährige Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach und damit eine zentrale Autorität der heutigen Anthroposophischen Medizin.
In diesem Buch wird regelrecht mit Stolz von einer Studie berichtet, nach der Waldorfschüler häufiger an Masern erkranken (!) und weniger Antibiotika verabreicht bekommen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich in Steiners Sinne:

„Aufgabe von Medizin und Pädagogik ist es, Bedingungen zu schaffen für eine möglichst gesunde Inkarnation. Dabei spielen die sogenannten Kinderkrankheiten eine wichtige Rolle. Sie helfen, bestimmte Bereiche des Körpers physiologisch ‚durchzuarbeiten‘ und eingehender zu ‚individualisieren‘. Damit wird das Zusammenspiel der Wesensglieder und ihre Gesetzeszusammenhänge neu angeregt und in unterschiedlicher Weise impulsiert.“

Quelle: Susannchen braucht keine Globuli – „Impfskepsis, Impfgegnerschaft – eine Annäherung

Die einflussreichste esoterische Sekte Deutschlands

„Die Anthroposophen stellen heute die mit Abstand einflussreichste esoterische Gruppierung des deutschsprachigen Raumes dar. Es ist ein Skandal, dass eine autoritär strukturierte Sekte, die an Reinkarnation und Karma, an „Äther“-, „Astral“- und andere Leiber glaubt, öffentlich anerkannte Schulen betreiben darf.“ (Colin Goldner)

Quelle: Colin Goldner im Gespräch mit der Badischen Zeitung (25.3.99) (via agpf.de / Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V.)

Lehrplan Waldorfschule: Unterricht mit Wesensgliedern, Seelenerkenntnis und Reinkarnation

„Rudolf
Steiners Ansatz geht von einem engen Zusammenhang zwischen leiblicher
und geistigseelischer Entwicklung aus. Geist und Seele aber werden
aufgefasst
als Essentiae, d.h. wesenhaft seiend und wirkend, so dass sich
Entwicklung in der Wechselwirkung der drei Glieder der menschlichen
Wesenheit von Leib, personaler Seele und individuellem Geist vollzieht.
Hier liegt eine Differenz zu heute stark an naturwissenschaftlichen
Methoden und Erkenntnissen orientierten Anschauungen vor.(…)  

In
den für die Pädagogik ansonsten äußerst fruchtbaren Neurowissenschaften
werden beispielsweise seelische Regungen wie Gefühle, Denkvorgänge,
Willensäußerungen
und das „Selbst“ als emergente Erscheinungen neuronaler und
hormoneller, das Verhalten steuernder Vorgänge gesehen. Selbst
moralische Entscheidungen werden ursächlich auf Prozesse im Frontalhirn
sowie im limbischen System zurückgeführt. Diese reduktionistische
Sicht wird von Vertretern der Waldorfpädagogik abgelehnt (…)

Zu
den Grundlagen der Waldorfpädagogik gehören daher elaborierte
Auffassungen über die leibliche und die innere Wesenheit des Menschen
(„Wesensglieder“),
welchen der Leib als ihr Instrument zugeordnet ist (…)

1920
formuliert Rudolf Steiner die pädagogische Zielsetzung der
Waldorfschule: im Mittelpunkt müsse die sich „entwickelnde
Individualität des Kindes“
stehen. Dazu sei aber „eine Seelen-Erkenntnis, die wirklich das Wesen
des Menschen aufschließt“ notwendig. Im Zentrum steht die sich
entwickelnde geistige Individualität des heranwachsenden Kindes und
Jugendlichen. Rudolf Steiner fasst sie auf als „Entelechie“,
die sich mit der Geburt in die irdischen Verhältnisse inkarniert.“

Quelle:
Aus dem offiziellen Lehrplan der österreichischen Waldorfschulen, via http://www.waldorf-schoenau.at/Waldorf/Lehrplan_AUT.pdf

Lehrplan Waldorfschule: Einschulung nur für richtig Wiedergeborene

„Die
Kompetenzen des schulfähigen Kindes: Die Einschulung setzt bei einem
Kind eine Reihe von Merkmalen und Fähigkeiten voraus (…): Körperliche
Merkmale
wie Körpermaße und –proportionen, Ossifikation (Knochenbildung),
Dentition (Zahnwechsel), Gesundheitszustand und Motorik. (…)

Der
Begriff „Schulreife“ bezieht sich auf den Entstehungsprozess derjenigen
Merkmale, die bei der Einschulung vorausgesetzt werden. Dabei sind es
vor allem die meisten der genannten Körpermerkmale, für die ein
Reifungsvorgang im engeren Sinn unbestritten ist. So sind
Längenwachstum, Verknöcherung und Beginn des Zahnwechsels Vorgänge, bei
denen der Einfluss von Umwelt- und Erziehungsfaktoren gegenüber
den biologischen Prozessen nur in extremen Ausnahmefällen von Bedeutung
sind. (…) Obwohl ein Zusammenhang von körperlicher Entwicklung und
Lernfähigkeit eines Kindes stets zu beobachten war, wurde dieser
empirisch nicht näher untersucht.“ (Lehrplan Waldorfschule)

Quelle: Aus dem offiziellen Lehrplan der österreichischen Waldorfschulen, via
http://www.waldorf-schoenau.at/Waldorf/Lehrplan_AUT.pdf

Hintergrund:
Anthroposophische Schulärzte prüfen teilweise Ohrläppchen und Fersen
von Kindern, um Rückschlüsse auf deren korrekte Reinkarnation zu
ziehen. Generell wird ein Kind ohne abgeschlossenen Zahnwechsel
schwerlich aufgenommen werden.

Siehe auch: Heuschrecken-Test (für “seelenlose Kinder”) an der Waldorfschule (http://steinerquotes.tumblr.com/search/Heuschrecken)

Verkümmerte Ohrläppchen verhindern Einschulung (http://steinerquotes.tumblr.com/search/Ohren)

Nur fest Reinkarnierte Kinder treten auch fest auf (http://steinerquotes.tumblr.com/search/Fersen)

Plastikpuppen sind ein Zerrbild des Menschen

„Etwas Besonderes ist die Puppe. Kinder sollten stets eine zur Hand haben. Je freilassender ihre Gestaltung ist, desto mehr Möglichkeiten hat die Puppe: sie kann schlafen, wachen, lachen oder weinen. Reichen hier in den ersten drei Jahren meist einfache Knotenpuppen, so spricht die größeren Kindergartenkinder mit ihrem erwachenden Realitätssinn eine voll ausgestattete »Waldorfpuppe« mit Augen, Mund, Haaren und Puppenbekleidung mehr an.

Da mit der Puppe ein bestimmtes Bild vom Menschen repräsentiert wird, sollten wir uns darüber klar werden, dass harte Plastikpuppen mit besonderen »Funktionen«, Roboter und Barbies zu Zerrbildern des Menschseins gehören, die das spielende Begreifen der echten Welt behindern. Für die gesamte Vorschulzeit gilt: Der Wert der Geschenke der Natur wie Tannenzapfen oder Kastanien sowie der »natürlichen« Spielmaterialien aus Wolle oder Holz liegt darin, dass das Kind zunächst die echte Welt kennenlernt, verinnerlicht und erprobt. Es lernt etwas Organisches kennen. Das macht gesund, weil etwas gespürt werden kann.

An Plastik gleitet man ab. Und das ist kein schönes Ankommen auf der Erde.“ (Philipp Gelitz)

Philipp Gelitz, Kindergärtner im Waldorfkindergarten des Bildungshauses Freie Waldorfschule Kassel über so genannte „Waldorfpuppen“ und deren Auswirkungen auf die Reinkarnation von Kindern.

Quelle: Erziehungskunst – Waldorfpädagogik heute. Sonderheft „Frühe Kindheit“ –https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/downloads/fruehe_kindheit/2016_EK_KiGa_Winter.pdf

Die verkümmerten Ohrläppchen der Heuschreckenmenschen

„Das Ohr ist ein Bild vergangener Erdenleben, zeigt
Begabungen und Schwächen, die man von Geburt an mitbringt.“ (Rudolf
Steiner)


„Da [ichlosen Menschen] eine Inkarnationsseele aus
vergangenen Leben fehlt, kommt es im Rahmen der vorgeburtlichen
Ohr-Bildung häufig zu einem Fehlen oder Verkümmern des Ohrläppchens.“ (Anthrowiki.at)

Quelle: Rudolf Steiner bei Anthrowiki.at über “Ichlose Menschen” (auch: Heuschreckenmenschen) und Ihre “besonderen Ohrläppchen”, die nach anthroposophischem
Glauben “Dämonen in Menschengestalt” sind.

Siehe auch bei Rudolf Steiner: „Das sind Fälle, die immer häufiger vorkommen, dass
Kinder geboren werden, die in Bezug auf das höchste Ich keine Menschen
sind. Wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform
ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Man
kann nicht eine Dämonenschule errichten.
“ (Rudolf Steiner,
Gesamtausgabe Band 300c, Seite 70).

Waldorfschule International – Belgien: Heuschrecken-Test und bohrende Fragen

„‘Lassen Sie ihre Ohren sehen.‘ Der Lehrer Johan
Bruyninckx war überrascht, als er an einem „Kindergespräch“ in der
Steiner-Schule in Gent teilnahm. Bruyninckx war der Schule Ende April
für zwei Wochen zeitweise zugeteilt worden. Einem
16 Jahre altem Mädchen wurden dabei von Lehrern sowie dem Schularzt [bohrende Fragen] über
ihr Privatleben, Beziehungen innerhalb der Familie und zu Jungen in der
Klasse gestellt.

Nachdem sie gegangen war, bat der Schularzt die
Anwesenden, das Aussehen des Mädchens zu beschreiben:
Symmetrie der Beine und das Gesicht, die Form des Gesichtes und die
Ohren. Er wurde gebeten, in der kommenden Woche auf Ihre Füße zu achten.
Bruyninckx war ziemlich sauer. „Niemand sagte, was damit beabsichtigt
war, jeder schien es offensichtlich zu finden.“
(…)

Arnout De Meyere, Niederlassungsleiter der
Genter Steiner-Schule, räumt den Vorfall ein. „Ich verstehe, dass das
für Außenstehende seltsam erscheint. Sie müssen es im Kontext sehen“.
Aber wie relevant ist es, die Ohren der Schüler zu
sehen? „Die Fleischigkeit des Ohres gibt ein Bild davon, wie gesund
eine Person ist. Wie ein Schüler schreibt oder seine Notizbücher füllt,
sagt viel über ihn“.

Für De Meyere passt das alles in die Tradition
aller Steiner-Schulen. „Es ist für die Lehrer eine
Übung in der Wahrnehmung. Um ein besseres Bild von einem Schüler zu
bekommen.“ (Nieuwsblad Gent)

Quelle: Das belgische Nieuwsblad Gent von Juli
2012: „Lehrer klagt über bizarres Kindergespräch an Genter Schule:
Steiner-Schule prüft sogar die Ohren Ihres Kindes
“.

Rudolf Steiner glaubte, dass man an den Ohren erkennen konnte, ob ein Kind auf die richtige Weise wiedergeboren (reinkarniert) wurde, oder ein “Ichloser Mensch, ein Heuschreckenmensch”, und somit ein “Dämon in Menschengestalt” ist.

In der Waldorfpädagogik wird auf die Füsse geachtet, da nur solide “reinkarnierte Kinder mit der Ferse auch fest auftreten.”.