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Ehemalige Mitglieder warnen vor der Freien Waldorfschule Everswinkel

Sorge um Gewalt und Übergriffe an der Freien Waldorfschule Everswinkel (Symbolbild, via Pexels, CC0)

Freie Waldorfschule Everswinkel: Bittere Vorwürfe von Gewaltverharmlosung, Übergriffigkeiten, fehlenden pädagogischen Konzepten und sektenartigen Zuständen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Von Seiten der Schule scheint es kein Interesse an einer Aufklärung zu geben.

Ein Gastbeitrag einer Gruppe ehemaliger Schulmitglieder der Waldorfschule Everswinkel:

Einen großen Aufruhr gab es vor den Sommerferien an der Freien Waldorfschule Everswinkel. SchülerInnen boykottierten 4 Tage lang den Unterricht und protestierten gegen die eigene Schulführung.

Die SchülerInnen der 9. Klasse berichteten über übergriffiges Verhalten, das Ihnen durch einen älteren Integrationshelfer im letzten Jahr mehrfach widerfahren sei und dem falschen Umgang der Schulleitung damit. Laut ihren Aussagen gab es sowohl körperliche Berührungen als auch obszöne verbale Äußerungen über die Figur einiger Mädchen. Seinen zu betreuenden Schützling soll er zudem mehrfach geschlagen haben. Die Schulführung hatte bereits seit langem Kenntnis davon, duldete jedoch tatenlos sein Verhalten.

Als sich die SchülerInnen schließlich ihrem Klassenbetreuer anvertrauten und dieser die Not der Kinder erkannte, stellte dieser sich schützend vor seine SchülerInnen und versuchte die Missstände aufzuklären – sehr zum Missfallen der Schulführung.

Die an der Schule dafür zuständige Vertrauensstelle, geleitet durch die Ehefrau des Geschäftsführers und einer Handarbeitslehrerin, wollten die Vorwürfe nach eigenem Wortlaut „entkräften“ und in „das richtige Licht rücken“. In weiteren Gesprächen wurden die Vorwürfe der SchülerInnen als haltlos bewertet und auf das Eintreten der Pubertät zurückgeführt.

Der Integrationshelfer wurde daraufhin in einer anderen Klasse weiter eingesetzt. Bei all den Geschehnissen konnte der Klassenlehrer nicht mehr zuschauen und leitete weitere Schritte zum Schutz seiner SchülerInnen und zur Aufklärung des Falles ein. Daraufhin erhielt er eine Abmahnung und eine Woche vor Schuljahresende die Mitteilung, dass sein Arbeitsvertrag nicht über das Schuljahr hinaus verlängert werden würde. Seine SchülerInnen bewiesen Courage und protestierten dagegen.

SchülerInnen protestieren gegen Rauswurf eines Lehrers

„Herr A. muss bleiben!“ SchülerInnen der Freien Waldorfschule stehen mit Protest-Plakaten vor ihrer Schule.
Foto: Privat, Bearbeitung durch Anthroposophie.blog

Wir kennen dieses Vorgehen aus der katholischen Kirche. Es wird hier um jeden Preis versucht, das Bild einer idyllischen heilen Welt aufrechtzuerhalten, die in Wahrheit keine ist, in dem diese Vorfälle bewusst vertuscht und verharmlost werden. Zudem wird mit allen Mitteln verhindert, dass jemand von außen, wie etwa Polizei, Jugendamt o. ä. in solchen Fällen eingreift. In dem Gewaltschutzpräventionskonzept der Schule wird darauf bestanden, dass die Prozesse ausschließlich durch die schulinterne Vertrauensstelle geregelt werden, die – sofern sie einen Fall für erledigt hält – sämtliche Dokumentationen hierüber vernichtet. Aus polizeilicher Sicht eine äußerst fragwürdig betriebene Paralleljustiz.

Die SchülerInnen wurden bis zum heutigen Tag seitens der Schulführung und der Vertrauensstelle nicht zu dem Fall befragt und fühlen sich von dieser weder gehört noch ernst genommen. Man hat ausschließlich nur mit dem vermeintlichen Täter Gespräche geführt und versucht die Geschehnisse so klein wie möglich zu halten. Zuvor wurde seitens der Eltern bereits bei der Bezirksregierung eine umfassende Dienstfachaufsichtsbeschwerde gegen das 3-köpfige Schulleitungsteam wegen anderer Ungereimtheiten eingereicht. In dem 6-seitigen Schreiben beklagen die Eltern, u. a. das Verbreiten von Verschwörungstheorien, die chaotische, nicht kindgerechte Ganztagsstruktur, eine schlechte Unterrichtsqualität aufgrund fehlender verbindlicher Lehrpläne und fehlender Qualifikation vieler Lehrkräfte sowie die staatsfeindliche Gesamteinstellung der Schule.

Waldorfschule zeigt kein Interesse an Aufklärung

Viele Versuche seitens der Eltern mit der Schulführung Lösungen zu finden, scheiterten, da letztgenannte kein Interesse daran zu haben schien. Mehrfach wurden die Bitten der Eltern nach Nachbesserung der pädagogischen Konzepte seitens der Schulführung abgeschmettert, mit der Begründung „das sei halt
Waldorf, ihr könnt ja gehen.“

„Es geht hier nicht um das Wohl der Kinder, sondern primär um das Aufrechterhalten von Machtstrukturen durch die Schulführung und der Ehefrau des Geschäftsführers. Sie ist hauptverantwortlich für Mobbingverhalten innerhalb des Kollegiums, so dass viele KollegInnen mittlerweile das Lehrerzimmer meiden.

Die Waldorfschule Everswinkel ist ein in sich geschlossenes System, das von einer Clique regiert wird, in der sektenartige Strukturen herrschen, bilanzieren Eltern, die ihre Kinder zu deren Schutz bereits abgemeldet haben. Hier herrscht Absolutheitsanspruch, Abweichungen von der Meinung der Schulführung werden bestraft (z.B. durch Kündigung, Mobbing), Abgrenzung von der Außenwelt, starke Manipulation und Indoktrination – viele Merkmale einer Sekte. Die Eltern haben die Schulführung bereits wegen grober Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht gegenüber Schutzbefohlenen angezeigt.

In den Sommerferien meldeten sich dann noch andere, ehemalige SchülerInnen zu Wort, denen in vergangenen Jahren ähnliches widerfahren sei. So soll einem älteren Kollegen mehrfach die Hand ausgerutscht sein, einer anderen Schülerin sei an den Po gefasst worden. Sanktionen oder Maßnahmen gegen die jeweiligen Lehrer hat es kaum gegeben. Schlimmer noch: Die SchülerInnen seien massiv unter Druck gesetzt worden, falls sie dies kundtun.

„Wer Kritik übt, wird herausgemobbt.“

Das Verhalten der Schulführung hat sich auch nach den Sommerferien nicht gebessert. So wurde Eltern, die sich zuvor ein knappes Jahrzehnt sehr für diese Schule in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien engagiert haben, und nun einige Schiefstände angesprochen haben, fristlos und mit sofortiger Wirkung ohne Angaben von Gründen der Schulvertrag gekündigt. Die Kinder und das Einhalten ihrer Schulpflicht war für die Schulleitung uninteressant. Die Leidtragenden waren erneut die Kinder, denn es war nicht leicht, diese aufgrund der Inkompatibilität der Schulsysteme an andere Schulen zu vermitteln. So hatte ein Schüler z. B. erst nach den Herbstferien einen neuen Schulplatz gefunden.

So war es schon immer an dieser Waldorfschule, erzählen mehrere Eltern. Tiefe inhaltliche Auseinandersetzungen mit der Sache gibt es in Everswinkel nicht und sind nicht erwünscht. Solange man sich deren Philosophie anschließt, wird man akzeptiert. Erkennt man jedoch Schiefstände und übt Kritik am System, wird man ohne klärendes Gespräch aussortiert und als „Störer“ dargestellt. Zustände, wie man sie sonst nur in einer Sekte kennt.

Das abschließende Resümee der Eltern und ehemaliger Lehrer an mögliche künftige Eltern lautet: Wenn Ihnen der Schutz Ihrer Kinder wichtig ist, wenn Ihnen menschliche Werte und gute Bildung wichtig sind, dann meiden (!) Sie bei der jetzigen Personalbesetzung die Waldorfschule Everswinkel. Lassen Sie sich durch das vermutlich schönste Schulgelände im Münsterland nicht blenden.


Weiterlesen?

Hintergründe: Ausführliche Berichterstattung über die Freie Waldorfschule Everswinkel von @AnthroBlogger bei Twitter (X) (via ThreadReaderApp)

Nachrichten-Meldungen zur Freien Waldorfschule Everswinkel: Es berichteten die Westfälischen Nachrichten, Die Glocke, das WDR Fernsehen (WDR Aktuell, WDR Lokalzeit Münsterland am 20. Juni 2023) und das WDR Radio.

Screenshot der Webseite der Westfälischen Nachrichten vom 14.06.2023,
Foto: Privat, Quelle: WN.de

Es geht um Übergriffigkeit, um ein vermeintliches Versagen und angebliche Versäumnisse der Schulleitung, um einen Lehrer, der sich vor die Schüler stellte und nun gehen soll, um fehlende oder nicht umgesetzte Konzepte, um Qualitätsmängel und Ungereimtheiten – die Liste der Vorwürfe aus Teilen der Elternschaft ist lang. So lang, dass inzwischen die Schulaufsicht der Bezirksregierung eingeschaltet wurde. (…)

„Melanie T. (Name geändert) spricht von einer „Schulführung wie eine Sekte“. Carola B. (Name geändert) stellt fest, „jeder, der Kritik übt, wird herausgemobbt“. Harte Worte am Ende eines Tages, der mit einem Knall begann – nach langem „Schwelbrand“.“

„Zu den schwerwiegenden Vorwürfen und Anschuldigungen gegenüber der Waldorfschulleitung haben die Westfälischen Nachrichten auch die Mitglieder der Schulführung – Jürgen Günther, Marianne Decamps und Lothar Schültken-Schnock befragt.“ [+ Artikel]

„Es kriselt an der Waldorfschule in Everswinkel. Nach Vorwürfen von übergriffigem Verhalten ermittelt jetzt die Polizei. Nach den Schüler- und Elternprotesten vor den Ferien gegen die Schulführung haben mehrere Familien ihre Kinder von der Waldorfschule in Everswinkel genommen.“ [+ Artikel]


18 Gedanken zu “Ehemalige Mitglieder warnen vor der Freien Waldorfschule Everswinkel

  1. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die Waldorfschule Everswinkel über Jahre hinweg eine Schulführung hatte, die sich aus drei Mitgliedern zusammensetzte, von denen nur eines Lehrerin ist. Somit verstieß die Schule jahrelang gegen das Schulgesetz NRW – und das unter den „wachsamen“ Augen der Bezirksregierung Münster. Nachdem Eltern diese schließlich auf diese offensichtlichen Missstände aufmerksam machten, verschwand zunächst das eine (geschäftsführende) Mitglied sang- und klanglos von der Website der Schule und vor einigen Wochen nun auch das zweite. Nun heißt es plötzlich auch „Schulleitung“ und nicht mehr „Schulführung“. Die Bezirksregierung Münster stand in diesem ganzen Prozess nicht auf Seiten der Kinder und Eltern, sondern versuchte lediglich, „für Ruhe“ zu sorgen und eigene Fehler zu vertuschen bzw. zu ignorieren.
    https://web.archive.org/web/20230608125349/https://waldorfschule-everswinkel.de/index.php/die-menschen/schulfuehrung
    https://waldorfschule-everswinkel.de/index.php/die-menschen/schulfuehrung

    Erschreckend ist, wie mit allen Mitteln versucht wird, die eigene Macht zu erhalten und auch nur vor verbaler Gewalt gegen Kinder und Eltern zurückgeschreckt wird. Hier wurden m.E. zahlreiche Straftaten begangen und vertuscht.
    Die Schulführung hat fortgesetzt zum eigenen Vorteil gelogen und manipuliert. Zu hoffen ist, dass die verbleibenden Eltern schnell erkennen, wem sie dort aufgesessen sind.

  2. Diese Vorgesehen kennen wir aus eigener,bitterer Erfahrung aus der Waldorfschule in Stuttgart.Das System ist immer gleich,wegschauen,ignorieren und der Versuch die „Nestbeschmutzer“ loszuwerden.Geschützt sind diese Schulen vom Privatschulgesetz,Probleme werden intern gelöst und damit ist Narrenfreiheit angesagt.
    Für mich ist es inzwischen eine Sekte.

  3. Interessant ist ebenso das neue Bild der Schulhomepage. Nachdem herauskam, dass zwei der Schulführungsmitglieder dieses Amt aufgrund fehlender pädagogischer Qualifikation nie hätten ausüben dürfen, verschwanden sie von der Seite. Zeitgleich erschien jedoch ein neuer Menüpunkt „Schulträger“, in dem alle drei wieder auftauchten. D.h. hier wird wie so oft Augenwischerei betrieben. Die Drei geben sich selbst einfach einen neuen Namen, um ihre Machtposition zu halten und so weiter machen zu können wie bisher. Es ist alles Makulatur und es hat sich nichts geändert.

  4. An alle Eltern , die ernsthaft überlegen ,ihr Kind auf diese Schule zu geben.
    Tun sie es bitte im Sinne ihres Kindes nicht!!

    Wir haben uns ganz bewusst für eine Waldorfschule entschieden.
    Wir haben uns aber von dieser Schule und zum großen Teil von dem Personal total blenden lassen.
    Hier herrschen keine demokratischen, sondern total autoritäre Strukturen ;
    sektenähnliche Muster wie in der katholischen Kirche.
    Niemand darf von außen herein und nichts darf von innen nach außen getragen werden.
    Alles wird gedeckelt und in den Gremien sitzen die Erfüllungsgehilfen von der Schulführung.
    Es ist ein in sich geschlossenes System, das große Gefahren für die Kinder mit sich bringt.
    Eltern oder Lehrer, die Kritik an diesem System aufzeigen, werden systematisch von der Schule gemoppt. Da wird auch vor den Kindern kein Halt gemacht. Ich habe das bei vielen Familien miterleben müssen.

    Die Kinder stehen bei 90% der Lehrer und vor allem der Schulführung nicht im Mittelpunkt.
    Alles ist nur oberflächlich.
    Nichts geht wirklich in die Tiefe.
    Die Schulführung ist total zerstritten und wie sagt man so schön
    “ Der Fisch stinkt immer am Kopf zuerst „.
    Die Umgangsformen unter der Schulführung, den Lehrkräften und auch einigen Eltern sind nicht akzeptabel
    Die Schulführung sitzt zum Teil seit Jahren auf ihren Posten und wollen diese nicht verlassen.

    Die Bildungsqualität darf zum Teil als Bildungsverwahrlosung bezeichnet werden .

    Es herrscht ein großer Anteil Esoterik in der Schule ,den ich für sehr gefährlich halte.

    Aussagen über Kinder, die schwierig oder traumatisiert sind, sie seien selber Schuld, sie haben im Leben davor etwas Schlimmes getan und müssen deswegen jetzt mit diesem furchtbaren Erlebnis leben, sind nicht selten und ist die Grundeinstellung vieler Leher und der Schulführung an dieser Schule.
    Die Kinder haben eben zwischen 2 Leben nicht genug Zeit mit den Engeln verbracht und sind deshalb verhaltensauffällig oder die Kinder werden in die Familie hinein geboren in die sie gehören, sind Standardaussagen von Seiten der Schulführung und einiger Lehrer.
    Was das bedeutet ist klar.
    Egal was mit dem Kind ist..es ist selber Schuld.!!!
    Karma!!!
    Pech gehabt!!
    Man braucht dem Kind nicht helfen, es muss nun seine Schuld abtragen.
    Eine Katastrophe und ein Freifahrtsschein, nicht handeln zu müssen.
    Ich bin zutiefst erschüttert über die Zustände an dieser Schule.

    Es bleibt die Frage warum die Bezirksregierung Münster nicht einschreitet, zum Schutz und im Sinne der Kinder? Anrufe und Meldungen gab es schon genug.
    Auch zum Thema Corona
    Vielleicht weil der zuständige Dezanent mit einem Schulführunggsorgan in einem engeren beruflichen Verhältnis steht??

    Vielen Fragen bleiben offen.
    Ich kann nur hoffen ,dass sich diese verheerenden Zustände bald ändern werden,zum Wohl der Kinder!

    Um diese Dinge beurteilen zu können muss man natürlich einen Blick ins Innere dieser Schule haben,und den habe ich.

    Auf den ersten Blick wirkt hier alles wie bei Astrid Lindgren auf Bullerbü .
    Die meisten Eltern merken erst mit den Jahren ,was alles schief läuft.
    Was die Bewertungen auf der Schul Homepage betrifft muss ich sagen ,dass die meisten von Angestellten oder sogar vom Vorstand der Schule sind.
    Lassen Sie sich davon nicht blenden.

    Nehmen Sie im Sinne Ihrer Kinder Abstand von dieser Schule!
    Vielleicht wird die Bezirksregierung irgendwann aufmerksam und diese wunderschöne Schule wird einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen und es darf wieder ein qualitativ hochwertiger Lernort für die Kinder werden.

    Ich appelliere hier an die Lehrkräfte und Eltern, sich endlich zu trauen aufzustehen und sich gegen dieses kranke System zu stellen. Zeigen Sie Zivilcourage!!
    Für die Kinder
    Danke!

    1. Es tut mir Leid, aber dann haben Sie sich leider auch im Vorfeld nicht mit Waldorf Pädagogik und der darunter liegenden Antroposophie beschäftigt. Vieles von dem was Sie hier (zurecht) kritisieren, ist systemimanent bei allen Waldorf Schulen. Wenn Sie sich bewusst entschieden haben, Ihre Kinder auf eine Waldorf Schule zu schicken, hätte Ihnen z.B. das Thema mit der Wiedergeburt klar sein müssen. Sonst haben Sie sich leider nicht genug informiert, das ist alles hinlänglich bekannt. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie Eltern ihre Kinder so einem verschwurbelten System wie Waldorf oder auch Montessori zuführen können.

  5. „… mit der Begründung »das sei halt Waldorf, ihr könnt ja gehen.«“

    Frage dazu an die Waldorf-Eltern:

    Wie konnten Eure Kinder überhaupt auf die Waldorfschule gehen? Wie konntet ihr auf die Idee kommen, Eure Kinder auf die Waldorfschule zu schicken?

    Das Internet quillt mittlerweile an Kritik der Waldorfschule über, da kann niemand mehr sagen: „Aber ich hab doch nichts davon gewusst!“

    Hier noch ein Beispiel für Kritik der Waldorfschule, damit klar ist, was ich meine:

    „Einblicke in die verworrene Pädagogik der Waldorfschulen“, https://www.mitkindimrucksack.de/einblicke-in-verworrene-paedagogik-der-waldorfschulen/

  6. Das hört sich 1:1 zu an wie die Zustände an der Offenburger Waldorfschule vor einigen Jahren!
    Kann nicht sagen ob es aktuell immer noch so ist, aber von der inkompetenten Leitung, weiter mit den Übergriffen bis zu den Vertuschungen und „vor-die-Tür-gesetzt-werden“ von unbequemen Fragestellern, hätte ich wirklich kurz gedacht ihr sprecht über unsere ehemalige Schule.
    Sogar der Gebäude Eingang auf dem Bild sieht ähnlich aus.

    Schützt bloß eure Kinder und haltet Abstand von diesem Horror in Pastell!

  7. Das, was uns am meisten erschreckt hat, war die fehlende Empathie und die gleichgültige Einstellung gegenüber den Kindern. Nicht nur bzgl. deren Schutz, sondern auch bzgl. der fehlenden pädagogischen Konzepte und der unzumutbaren Ganztagsstruktur. Wichtige Aufgaben wurden über Jahre nicht angegangen und auf die lange Bank geschoben. Mit der Realität hat sich die Schulführung und das Kollegium wenig auseinandergesetzt und diese in vielen Dingen nahezu ausgeblendet. Man hat sich ausgeruht auf dem, was man vor 20 Jahren erschaffen hat: Ein wunderschönes Schulgelände mit eigenem Garten und Mini-Bauernhof – fast wie in Bullerbü. Aber der Schein trügt hier gewaltig. Das Gefühl von Frieden, das das Schulgelände zu vermitteln scheint, ist reine Illusion. Innerhalb der Gebäude zeichnet sich die Schule durch Mobbing, Intrigen, schlechte Bildungsqualität, Pfusch bei Zentralprüfungen, Verbreitung von Verschwörungstheorien, mangelhafte pädagogische Ausbildung des Lehrpersonals etc. aus.

  8. Das, was uns am meisten erschreckt hat, war die fehlende Empathie und die gleichgültige Einstellung gegenüber den Kindern. Nicht nur bzgl. deren Schutz, sondern auch bzgl. der fehlenden pädagogischen Konzepte und der unzumutbaren Ganztagsstruktur. Wichtige Aufgaben wurden über Jahre nicht angegangen und auf die lange Bank geschoben. Mit der Realität hat sich die Schulführung und das Kollegium wenig auseinandergesetzt und diese in vielen Dingen nahezu ausgeblendet. Man hat sich ausgeruht auf dem, was man vor 20 Jahren erschaffen hat: Ein wunderschönes Schulgelände mit eigenem Garten und Mini-Bauernhof – fast wie in Bullerbü. Aber der Schein trügt hier gewaltig. Das Gefühl von Frieden, das das Schulgelände zweifelsohne vermittelt ist reine Illusion. Mobbing, Intrigen, schlechte Bildungsqualität, Pfusch bei Zentralprüfungen, Verbreitung von Verschwörungstheorien, mangelhafte pädagogische Ausbildung etc. zeichnet hauptsächlich das Personal dieser Schule aus.

  9. Wir bzw mein großer waren bisher sehr zufrieden. An zwei anderen Waldorfschulen. Ich kann das oben beschriebene bisher nicht bestätigen. Ich hab eher echt schlechte Erfahrung mit der örtlichen staatlichen Grundschule. Diese ist eine pädagogische Katastrophe. 2 gehen auf die Waldorfschule eins auf die staatliche…
    Das was oben steht kenne ich fast so von der staatlichen Grundschule.
    Denn an diesen ist auch nicht alles rosig. Lehrer gibt 3. Klässlerinnen Spitznamen (Lied das verboten werden sollte), Schulleitung bei bedenken von oben herab, noch nicht fertige Lehrerin wird in eine Jugendherberge gelassen mit einer 3. Klasse und einer weiteren Junglehrerin, in einer Großstadt mit 26 Kindern, die noch dazu sagen wir mal schwierig sind. Die Eltern sollten dem Ausflug zustimmen ohne zu wissen wohin es geht und der Elternabend zum Fragen stellen fand 2 Wochen vor Beginn statt. Unmögliche Art mit Eltern um zu gehen, an der staatlichen Schule. In Sachen Impfung, gerade Corona, an der Waldorfschule, kann ich die Impfzurückhaltung nicht bestätigen. Ich war skeptisch der Impfung gegenüber, die Waldorfschulen waren da sehr für diese Impfung. Hatte einen schweren Stand an der Waldorfschule, meine Kids durften mit anderen nicht spielen oder diese zu uns kommen weil ich ungeimpft war und dazu gestanden hab. Meine erste Impfung die ich ablehnte. Hatte noch kurz davor, also im Sommer, eine dreifach Impfung und eine FSME Impfung. Also sonst bin ich nicht so impfskeptisch gewesen.
    Auch habe ich eher erlebt, dass die Pädagogik Rudolf Steiners klar präsent, ist aber nicht dominant. An die Wiedergeburt glauben auch viele andere Völker, da sehe ich jetzt nichts schlimmes darin.
    🤷‍♀️

    1. @ Anonymous ( einfallsreicher nickname ! )
      Sie schreiben von einer „staatlichen Grundschule“: das ist ein Waldorf-Kampfbegriff.
      Sie meinen eine „Schule in öffentlicher Trägerschaft“, kurz auch „öffentliche Schule“: https://de.wikipedia.org/wiki/Schule_in_öffentlicher_Trägerschaft
      Sie schicken Ihre Kinder auf die Privatschule Waldorfschule, die das Alleinstellungsmerkmal hat, den esoterischen Humbug ihres Begründers Rudolf Steiner im Unterricht zu vermitteln. So etwas werden Sie an keiner öffentlichen Schule finden.
      Mehr zu Steiners esoterischem Humbug im Unterricht zum Beispiel hier: „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’“, https://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644/

  10. Als großes Werbeargument von den Waldis wird immer die Förderung der Individualität und Kreativität angebracht, was ich für eine perfide Mogelpackung halte:

    Individuelle Förderung oder ideologische Prägung?
    Das Kernversprechen der Waldorfpädagogik, eine individuelle Förderung für jedes Kind anzubieten, klingt zunächst vielversprechend und als eine Bereicherung für das Bildungswesen.
    In der Umsetzung jedoch wird ersichtlich, dass diese Art der Förderung nicht selten durch die rigiden und dogmatischen Prinzipien von Steiners Anthroposophie limitiert wird.

    Kunst und Kreativität – mehr als nur Oberfläche?

    Die Waldorfpädagogik betont die zentrale Rolle von Kunst und Kreativität.
    Doch hinter dieser proklamierten Freiheit der künstlerischen Entfaltung verbergen sich oft enge Vorgaben. Ein Beispiel hierfür ist die Aquarellmalerei in Waldorfschulen.
    Während der meditativen Prozesse dieses Unterrichts werden, oft unbemerkt von den Schülern, Steiners Visionen und Ideen reflektiert. Die Schüler sind zwar nicht explizit darauf hingewiesen, doch die Art und Weise des Malens lässt kaum Raum für echte Individualität.

    Der Musik- und Theaterunterricht folgt einem ähnlichen Muster.
    Hier werden spezifische Themen und Techniken verlangt, die in direktem Einklang mit Steiners esoterischen Überzeugungen stehen.
    Zum Beispiel werden Theaterstücke oft so stark anthroposophisch interpretiert, dass sie kaum noch erkennbar sind. Techniken wie Eurythmie und das Einbringen von »Geistererscheinungen« können die ursprüngliche Botschaft eines Stückes stark verändern oder sogar verfälschen.

    Die Zügel der Ideologie
    Hinter der Waldorfpädagogik steht Steiners Anthroposophie – nicht nur als Fundament, sondern auch als Begrenzer.
    Sie legt fest, wie »individuelle Förderung« zu interpretieren ist und setzt der künstlerischen und kreativen Entfaltung Grenzen.
    Diese enge Interpretation schränkt nicht nur den kreativen Ausdruck ein, sondern auch die Möglichkeit, Schülern eine vielfältige und zeitgemäße Bildung zu bieten.
    Die Lehren und Praktiken sind fest in einer Weltanschauung verankert, die nicht allgemein akzeptiert oder wissenschaftlich überprüfbar ist. Individuelle Förderung wird nicht im modernen pädagogischen Sinn verstanden, sondern ist an Steiners Entwicklungsbilder gebunden.
    Anstelle einer echten, unvoreingenommenen Anerkennung und Förderung der Individualität des Kindes, werden Schüler oft in vordefinierte, auf esoterischen und veralteten Annahmen basierende Schemata gepresst.
    Es mag Schulen geben, deren Lehrerkollegium eine diversere, weniger dogmatische Haltung zur Anthroposophie hat.
    Doch selbst in solchen Fällen gibt der Bund der freien Waldorfschulen vor, dass die grundlegenden, auf Steiners Ansichten basierenden Praktiken eingehalten werden müssen.

    Fazit
    Die Waldorfpädagogik, die sich als innovative und künstlerisch-fokussierte Bildungsalternative darstellt, birgt Einschränkungen, die direkt aus der Ideologie von Rudolf Steiner resultieren.
    Für Kinder, die nicht den vorgefassten Entwicklungsbildern Steiners entsprechen, können diese Einschränkungen zu erheblichen Nachteilen in ihrer Bildungsbiografie führen.
    Diese Kinder könnten Schwierigkeiten haben, ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen in einem solchen System voll auszuschöpfen. Dies kann zu vermindertem Selbstbewusstsein, verpassten Bildungschancen und letztlich zu einer eingeschränkten beruflichen und persönlichen Entfaltung führen. Es ist daher unerlässlich, dass Pädagogen, Eltern und Bildungspolitiker diese Methode kritisch betrachten und hinterfragen, ob sie in der heutigen Gesellschaft noch relevant und angemessen ist.

  11. Meine Erfahrungen an einer Waldorfschule in der Zeit von 1975 bis 1985
    Die Atmosphäre an der Hiberniaschule war von einem „kranken Sound“ geprägt, der die verschrobene, pathologische Kultur widerspiegelte, Harry Rowohlt beschrieb das passend als »Wie Töne aus einer undichten Gummizelle«.

    Die Lehrer und Schüler schienen in einer Art Paralleluniversum zu leben, das mit der Realität wenig zu tun hatte.
    Es gab viele Konflikte und Probleme in der Pubertät, mit denen die Lehrer oft überfordert waren.
    Anstatt angemessen damit umzugehen, griffen sie oft zu schwarzer Pädagogik und autoritärem Verhalten.
    Mobbing, psychische und sexuelle Gewalt waren alltägliche Probleme, die von den Lehrern ignoriert oder sogar aktiv unterstützt wurden.
    Die Gruppendynamik in der Klasse war ungünstig und begünstigte das Mobbing und die Gewalt.
    Es gab wenig Solidarität unter den Schülern und jeder schien sich selbst der Nächste zu sein.

    Viele Unterrichtsinhalte waren esoterisch und oft mit Indoktrination verbunden.
    Die Unterrichtsgestaltung oft sehr unflexibel und statisch.
    Es gab wenig Raum für individuelle Interessen und Bedürfnisse der Schüler.
    Der Lehrplan und die Methoden waren sehr starr und es wurde wenig Rücksicht auf unterschiedliche Lerntypen genommen.
    Oft wurden auch bestimmte Themen aus ideologischen Gründen ausgespart oder nur einseitig behandelt.
    Die Lehrer predigten oft ihre eigenen Weltanschauungen und Ideologien, anstatt den Schülern eine neutrale und wissenschaftliche Bildung zu vermitteln.
    Der Vertrauensverlust in die Lehrer und die Schulleitung war enorm.
    Viele Schüler fühlten sich allein gelassen und nicht ernst genommen.
    Es gab auch »Esopsychopathen«, also Lehrer mit psychischen Problemen, die Schülern gegenüber oft rücksichtslos und manipulativ auftraten.

    Ein weiterer kritischer Punkt an der Schule waren die anthroposophischen Diagnosen.
    Schüler wurden aus dem Unterricht geholt, um esoterische Therapien wie Sprachgestaltung oder Heilerurythmie zu machen, aufgrund von Diagnosen wie »schlecht inkarniert« oder irgendwelche »Aurastörungen«.
    Es gab auch völlig irrationale Diagnosen wie »Dämonenkind« oder »Heuschreckenmensch«, die von den Lehrern mit Mobbing und Ausgrenzung behandelt wurden.
    Wichtige Probleme wie ADHS oder Dyskalkulie wurden nicht erkannt oder aufgrund einer anthroposophischen Diagnose mit esoterischen Therapien behandelt.
    Linkshändigkeit galt als karmische Schwäche und die Schüler wurden auf Rechtshändigkeit umgeschult.
    Dies führte zu erheblichen Defiziten in grundlegenden Kulturtechniken und Schulwissen.
    Es scheint, als ob es viele Schüler gab, die bereits vor ihrer Zeit an der Waldorfschule psychische Probleme hatten, und die Schule hat diese Probleme oft noch verstärkt.

    Es gab einige Päderasten unter den Lehrern, die haben allerdings ihre Neigung nicht voll ausgelebt, aber wir wurden angeschmachtet und verbal belästigt – das nannte man dann »pädagogischen Eros«.
    Die Lehrer waren oft selbst unqualifiziert und hatten psychische Probleme, und anstatt eine neutrale Bildung zu vermitteln, haben sie ihre eigenen Weltanschauungen und Ideologien gepredigt und versucht, die Schüler zu indoktrinieren.
    Es gab auch eine »homogenisierung der Massen«, bei der die Schüler so bearbeitet wurden, dass sie genauso verstört waren wie die anderen.
    Wenn Schüler nicht anthroposophisch genug waren, wurden sie fertig gemacht.
    All dies hat dazu geführt, dass viele Schüler psychische Probleme hatten und sogar verstört waren.

    Fazit
    Insgesamt prägten sektiererische Strukturen das Bild der Schule, indem ein postfaktisches Weltbild vermittelt wurde, das von Gehirnwäsche und Manipulation geprägt war. Kritisches Denken und objektive Wissenschaft fanden wenig Raum, stattdessen wurde eine alternative Realität propagiert. Durch die kollektive Leitungsstruktur fehlte oft eine klare Verantwortlichkeit für schwerwiegende systemimmanente Probleme. Sowohl die Schulleitung als auch einzelne Lehrer bestanden darauf, dass Probleme intern behandelt werden sollten, was jedoch nicht zu angemessenen Lösungen führte. Diese Diffusion der Verantwortung trug dazu bei, dass viele der genannten Probleme in der Schule fortbestanden und sich sogar verschlimmerten.
    Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich hervorheben, dass ich meine Erfahrungen an der Waldorfschule als prägend empfunden habe.
    Diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, meinen Glauben an eine spirituelle Lösung für alle Probleme kritisch zu hinterfragen.
    Als Realist habe ich mich infolgedessen zum agnostischen Atheisten entwickelt.
    Es ist wichtig zu beachten, dass Rudolf Steiner in seiner frühen Phase den Materialismus kritisierte und seine Spiritualität als eine einfache Lösung für sämtliche Herausforderungen betrachtete.
    Trotzdem möchte ich klarstellen, dass ich kein Materialist bin, sondern meine Überzeugungen auf der Grundlage des Realismus aufbaue.

      1. Harry Rohwohlt hat nie eine Waldorfschule besucht und auch nie behauptet eine besucht zu haben, aber sich mit dem Müll, den Steiner gesagt und geschrieben hat beschäftigt. Rowohlt ist kein Troll, sondern hat meiner Meinung nach diese kranke Atmosphäre, die ich an der Waldorfschule erlebt hat treffend, beschrieben.

        Ausschnitt aus dem zugrundeliegenden hpd Artikel:
        Durstewitz: “Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?”
        Rowohlt: “Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

        Was hat Harry Rowohlt da nur gelesen? Das, Zitat Rudolf Steiner: “(…) Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer. (…)”
        Quelle: https://hpd.de/artikel/10216

        Wysocky College war in den 1980er Jahren unsere Hymne:

        Wysocki college for the totally dumb
        Take one of our courses
        And your brain will be numb

        Yes, friends
        At Wysocki college for the toally
        Dumb we have openings
        Right now in our spring-semester
        You’ll have a chance to excell
        In great courses like „Basket-weaving“
        „Advanced shoe-tying“ or try
        „Beginning lipreading“!
        Sign up today for a
        Course that interests you!
        Wysocki college for the totally dumb! You’ll
        Never even know you’ve been there
        Wysocki college for the totally dumb

        Individuelle Förderung und Kunst in der Waldorfpädagogik: Die Grenzen der Ideologie von Rudolf Steiner

        Die Waldorfpädagogik, gegründet auf den Lehren von Rudolf Steiner, verheißt, Kunst und Kreativität im Mittelpunkt der Erziehung zu fördern. Doch wie authentisch sind diese Ansprüche, und wo stößt die Praxis an ihre Grenzen?

        Individuelle Förderung: Ein Widerspruch in sich?

        Waldorfschulen behaupten, jedes Kind individuell zu fördern. In der Realität jedoch wird die sogenannte individuelle Förderung oft durch Steiners anthroposophische Vorstellungen eingeengt. Die Vorstellungen von Reinkarnation und Entwicklung der Seele führen dazu, dass Kinder eher in Schubladen gesteckt werden, anstatt ihre wirkliche Individualität zu erkennen und zu fördern.
        Kunst und Kreativität: Eine Fassade?

        Trotz der Betonung von Kunst und Kreativität in der Waldorfpädagogik wird der kreative Ausdruck tatsächlich oft durch enge Vorgaben eingeschränkt. Das belegt etwa die Aquarellmalerei, die in vielen Waldorfschulen in einer vorgeschriebenen Weise unterrichtet wird. Auch im Musik- und Theaterunterricht werden oft spezifische Themen und Techniken verlangt, die mit Steiners esoterischen Überzeugungen übereinstimmen.

        Die Einschränkungen durch die Ideologie

        Steiners Anthroposophie ist nicht nur die Grundlage der Waldorfpädagogik, sondern oft auch ihre Beschränkung. Die Lehren und Praktiken sind fest in einer Weltanschauung verankert, die nicht allgemein akzeptiert oder wissenschaftlich überprüfbar ist. Individuelle Förderung wird nicht im modernen pädagogischen Sinn verstanden, sondern ist an Steiners Entwicklungsbilder gebunden.

        Die Betonung von Kunst und Kreativität erscheint auf den ersten Blick als eine Stärke der Waldorfpädagogik. Doch bei näherer Betrachtung wird klar, dass diese Kreativität oft innerhalb der engen Grenzen der anthroposophischen Ideologie bleibt.

        Schlussfolgerung

        Die Waldorfpädagogik präsentiert sich als alternative Erziehungsmethode, die Kunst, Kreativität und individuelle Förderung betont. Doch eine kritische Untersuchung zeigt, dass diese Ansprüche oft durch die starre Ideologie von Rudolf Steiner eingeschränkt werden.

        Diese Einschränkungen werfen ernsthafte Fragen über die Authentizität und die Integrität der Waldorfpädagogik auf und fordern Pädagogen, Eltern und Politiker dazu auf, den tatsächlichen Wert und die Wirksamkeit dieser Erziehungsmethode zu überdenken.

      2. @ daemonenkind

        daemonenkind: „Rowohlt ist kein Troll …“

        gemeint war der Kommentar von Oliver „AnthroBlogger“ Rautenberg, unten, der auf einen Kommentar „antwortet“, in dem der auch von Dir genannte hpd-Artikel über Harry Rowohlt vorgestellt wurde:

        https://anthroposophie.home.blog/2023/10/12/waldorf-verbrennt-das-woke-monster/comment-page-1/#comment-13335

        „Oliver „AnthroBlogger“ Rautenberg sagt:

        1. DEZEMBER 2023 UM 17:27

        Wird hier getrollt? Ich vermute ja, ein gewisser A.L. schreibt selbst unter Nickname, um seine alten Artikel hier unterzubringen. Lass es.“

        Deine Einschätzung zur Waldorfschule als einem Ort, wo „Wahnsinn“ zelebriert wird, teile ich.

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