Eine Erschütterung der Macht

Rudolf Steiners „Goetheanum“ im Schweizer Dornach.
Bild (c) Wladyslaw Sojka (www.sojka.photo) unter CC BY-SA 3.0-Lizenz

Der Kurznachrichtendienst Twitter löscht alle Konten der Schweizer Anthroposophie-Zentrale „Goetheanum“. Die publizistische Macht der einflussreichen esoterischen Bewegung gerät kurz ins Wanken.

Das im Schweizer Dornach gelegene Goetheanum ist die internationale Zentrale der Anthroposophie. Die spirituelle Weltanschauung des österreichischen Hellsehers Rudolf Steiner ist bekannt durch die pseudowissenschaftliche anthroposophische ‚Medizin‘, die esoterisch begründete bio-dynamische Landwirtschaft und die alternative Waldorfpädagogik.

Die Anthroposophie ist die wahrscheinlich erfolgreichste esoterische Strömung Europas, ihr Hauptsitz ist das Goetheanum. Es beherbergt die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft und die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft als ihre, Zitat, „Seele“. Daneben gibt es zahlreiche anthroposophische Institute und Fachsektionen.

Das Goetheanum betreibt zahlreiche Social-Media-Kanäle auf Facebook, Instagram und Twitter. Jetzt wurden ihre Twitter-Konten weltweit gesperrt. Warum? Eine Spurensuche.

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„Ich würde meine Oma umbringen…“

Waldorfpädagoginnen verfassen weiteren wirren Wisch: Schulministerin soll Maskenpflicht und Abstandsregeln stoppen. Die Schule sei eine unmenschliche Gefahrenzone geworden, die Maske gleiche einer Schweigepflicht

Im Gegensatz zu manch ewiggestrigem Esoteriker ist Anthroposophie.blog seiner Zeit weit voraus und veröffentlicht schon heute einen „offenen Brief“ von morgen. Obwohl es an öffentlichen Hilferufen aus der anthroposophischen Waldorfbewegung keineswegs mangelt, erscheint am Mittwoch ein weiteres Schreiben besorgter Waldorfpädagog*innen, adressiert an die Nordrhein-Westfälische Ministerin für Schule und Bildung NRW, Yvonne Gebauer.

Der Brief reiht sich ein in eine Kette „offener Briefe“ der Waldorfbewegung, die einen sofortigen Stopp von Corona-Schutzmaßnahmen fordern. Gegen verbindliche Hygiene-Regeln beschritten vorher unter anderem Waldorfeltern und anthroposophische Alternativ-„Mediziner“ den Postweg.

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Rapunzel-Chef: Hang zu irrationalen und daher gefährlichen Weltbildern

Bunter VW-Hippie-Bus mit einem Schild des Rapunzel Naturkost-Slogans „Bio aus Liebe“,
Screenshot der Webseite von Allgäu Rechtsaußen

Für die Freunde von Allgäu Rechtsaußen durfte ich einen Gastbeitrag schreiben. Das Recherche-Netzwerk dokumentiert Aktionen von Neonazis und Rechtsradikalen im Allgäu und Umgebung.

In diesem Zusammenhang haben sie sich auch mit dem Fernsehkoch Attila Hildmann beschäftigt, der durch rechtsextreme Aussagen und Verschwörungserzählungen aufgefallen war. Rapunzel Naturkost entstammt einem anthroposophischen Umfeld und hatte Hildmann lange weiter als Werbegesicht genutzt. Mittlerweile distanziert Rapunzel sich davon.

Der Beitrag erschien zuerst unter: Allgäu Rechtsaußen – „Rapunzel-Chef: »Hang zu irrationalen und daher gefährlichen Weltbildern«

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