Die AfDler und die dummdreiste Steiner-Sekte

„Schon fordert der bildungspolitische Sprecher der Steinerschen, der Staat möge schneller mehr Geld für Waldorfschulen herausrücken.

Das ist, bei Licht betrachtet, die dummdreisteste Reaktion: Wo Ideologie, Sektengusto und private Interessen in die Schulen züngeln, sollen wir den Blödsinn sauber durchfinanzieren. Der Vorgang spricht für mehr staatliche und weniger private Schulen, und keine staatliche Schule kann ein Kind ablehnen. Die Waldörfler distanzierten sich 2007 in ihrer „Stuttgarter Erklärung“ von Rassismus und Nationalismus, nicht jedoch von Rudolf Steiner selbst – einem glühenden Antisemiten und hochesoterischen Rasseschwurbler. Dass AfDler da Nähe suchen, überrascht nicht.“ (Friedrich Küppersbusch)

Quelle: Friedrich Küppersbusch in „taz – die Tageszeitung“ – „Wie geht es uns, Herr Küppersbusch? Eine Waldorfschule schießt sich selbst ins Knie.

Impfgegner und andere Verschwörungstheoretiker

„Menschen, die vermuten, dass bei vielen Dingen
böse Mächte im Spiel sind, misstrauen auch der Pharmaindustrie, sagt
Sozialpsychologin Pia Lamberty.

Wir haben in unseren Studien einen bisher wenig
beachteten Zusammenhang aufgezeigt: Wer auf Homöopathie schwört oder
Impfungen ablehnt, der hat oftmals einen Hang dazu, an
Verschwörungstheorien zu glauben.
(…)

[Frage:] Warum ist dieses Denken gerade im
deutschsprachigen Raum so populär? In England ist man der Wissenschaft
gegenüber beispielsweise positiver eingestellt.

Das hat sicher vielfältige Gründe, einer davon ist
eine lange Tradition der Naturheilkunde im deutschsprachigen Raum. Ende
des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine große Bewegung, die
«zurück zur Natur» wollte, von der Anthroposophie
über die Lebensreformbewegung. Die Nationalsozialisten haben dann die
aus ihrer Sicht böse Schulmedizin verteufelt und Naturheilverfahren
gelobt, was auch viel mit ihrem antisemitischen Denken zu tun hatte.“
(Der Bund)

Quelle: DerBund.ch – „«Impfgegner glauben eher an Verschwörungstheorien» –

https://www.derbund.ch/sonntagszeitung/impfgegner-glauben-eher-an-verschwoerungstheorien/story/29343400

Siehe auch: Rudolf Steiner & Co. über das Impfen

Heftige Kritik an Steiner

„Der Pferdefuß ist, dass es eine Schule mit einer sehr starken
weltanschaulichen Prägung ist.“ Viele Eltern würden vergessen, dass die
Steiner-Schule nicht ohne Anthroposophie – die spirituelle Weltanschauung ihres
Gründers Rudolf Steiner – gesehen werden kann.

Ein Schulfach Anthroposophie gibt es allerdings nicht. Muss es
auch gar nicht, so der Experte. Die weltanschauliche Prägung komme einem eher
indirekt entgegen. Das Schulleben und die Unterrichtsinhalte würden dadurch
beeinflusst. Heftige Kritik an Steiner wurde auch wegen seiner antisemitischen
und rassistischen Äußerungen geübt. Und auch das ziehe sich immer wieder durch
den Unterricht. Mehrfach sei im Geschichtsunterricht einzelner Waldorfschulen
die Rede von Ariern gewesen. Und manche Lehrer, so erzählt Experte Ullrich,
hätten über Atlantis und die geistigen Kräfte gesprochen, die im Inneren des
Körpers wirkten. Esoterischer Unfug, wie Kritiker meinen.“ (Die Presse)

Quelle:
Heiner Ullrich

im Gespräch mit “Die Presse” – “Gerüstet für die Realität? Leben nach der Waldorfschule”, Zitat: “Immer wieder haben Absolventen der Waldorfschule Schwierigkeiten, sich
von der esoterisch-kreativen Schulwelt auf das Leben draußen
umzustellen"
.

Wie antisemitisch war Rudolf Steiner?

“Es scheint hohe Zeit, dass sich die Bewegung gründlich mit ihrer
Geschichte und ihrem Guru auseinandersetzt. Es sind nämlich ohnedies
denkbar schlechte Zeiten für Anhänger des Esoterikers, der als Begründer
der Waldorf-Pädagogik gilt.


Dem Schweizer Lorenzo Ravagli, Redakteur des Waldorf-Journals
“Erziehungskunst – Zeitschrift zur Pädagogik Rudolf Steiners” ist vorgeworfen worden,
rassistische Standpunkte Steiners in unzumutbarem Maße zu
rechtfertigen. Ravagli habe in diesem Jahr mit dem
niedersächsischen NPD-Funktionär Andreas Molau, einem früheren
Waldorf-Lehrer, einen Text über das Verhältnis von nationalistischen
Ideen und der Lehre Rudolf Steiners verfasst

Hatte der Bund der Freien Waldorfschulen Mitte
November noch apodiktisch beschieden, es gebe keinen Rassismus in Rudolf
Steiners Werken, so hat die offenkundig um das Image des Idols besorgte
Nachlassverwaltung jetzt immerhin eingeräumt, viele Aussagen Steiners
würden “den heutigen Kriterien von Diskriminierungsbestimmungen nicht
entsprechen”.

Wenn das weniger windig und wenig formuliert worden
wäre, würde so etwas wie ein wirklicher Anfang der überfälligen
Aufarbeitung gemacht sein.” (Die Welt)

Quelle: Die Welt – “Wie antisemitisch war Rudolf Steiner?” von Hendrik Werner, veröffentlicht am 29.11.2007 (Artikel gekürzt).

Angedichteter Antisemitismus

“Nun nahm ich damals an den Kämpfen lebhaften An­teil, welche die
Deutschen in Österreich um ihre nationale Existenz führten. Ich wurde
dazu geführt, mich auch mit der geschichtlichen und sozialen Stellung
des Juden­tums zu beschäftigen. Besonders intensiv wurde diese Beschäftigung,
als Hamerlings «Homunculus» erschie­nen war. Dieser eminent deutsche
Dichter wurde wegen dieses Werkes von einem großen Teil der Journalistik
als Antisemit hingestellt, ja auch von den deutschnationalen
Antisemiten als einer der ihrigen in Anspruch genom­men. Mich berührte
das alles wenig aber ich schrieb einen Aufsatz über den «Homunculus»
(…).

‹Was Sie da über die
Juden schreiben, kann gar nicht in einem freundlichen Sinne gedeutet
werden
(…); Nein, der Mann, der meine Kinder erzieht, ist, nach diesem
Aufsatze, kein ‹Judenfreund›.» Davon war er nicht abzubringen.” (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner – “Mein Lebensgang“ (GA028, S.191) über den “Homunculus” des “eminent deutschen” österreichischen Dichters Robert Hamerling. Der Literaturwissenschaftler Klaus Völker meint, Hamerling verliere sich darin in “nationalistischen und antisemitischen Stereotypen”.

Siehe auch einige antisemitische Statements von Rudolf Steiner

Revisionist, Holocaustleugner, Waldorflehrer

„Der Mann ist bekannt in der Revisionisten- und Holocaust-Leugner-Szene: Bernhard Schaub. (…) Der ehemalige Waldorf-Lehrer echauffiert sich über
die westliche „Verhausschweinung“. Wer keine ästhetischen Prinzipien
habe, bemerke auch die ‚Entartung der Kunst‘ nicht und der fände auch
‚Popmusik cool und die Überfremdung okay, den
stören Döner-Buden, Cola-Dosen und schwarze Gesichter  eben nicht‘“.
(Publikative.org)

Quelle: Andrea Röpke bei Publikative.org – „Unter
dem Banner des „Sturmvogels“
: Neonazis bringen ihre Kinder zu geheimen
Lagern des völkischen „Sturmvogels“. Wenig ist bekannt über die Gruppe,
die sich einst von der „Wiking Jugend“ abspaltete
“ 

Links: Bernhard Schaub bei Steinerquotes. Siehe auch: Der NPD – Spitzenkandidat und Waldorflehrer Andreas Molau: “Es gibt keinen Widerspruch zwischen Waldorfpädagogik und der NPD!

Anthroposophenverfolgung

“Das Etikett “Anthroposoph” ist der intellektuelle Judenstern, den Herr
Lichte mir versucht anzuheften, wohl wissend, dass dadurch viele Leser
sofort sämtliche gesellschaftlich vermittelten Vorurteile über
Anthroposophen auf mich übertragen und mich als irrationalen
Steiner-Apologeten ansehen werden, bevor sie je eine Zeile von mir
gelesen haben.” (Christian Clement)

Quelle: Humanistischer Pressedienst – “Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners – Des Steiners neue Kleider’ ”, Zitat: “Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners
(SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein
anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft
zu verkaufen.

Wurzelrassen, Okkultismus, Antisemitismus

”Eine deutsch-russische Esoterikerin, Helena Petrovna Blavatsky,
entwarf eine dubiose Lehre namens Theosophie, deren wichtigste
Bestandteile Wurzelrassen, Okkultismus und Antisemitismus waren und die
von Rudolf Steiner, einem ehemaligen Anhänger Blavatskys, zur
Anthroposophie umgemodelt wurde. In dieser von Steiner als Wissenschaft
bezeichneten Ansammlung wirrer Gedanken wimmelte es von Astralleibern
und Geistesmenschen. Sein Wissen bezog Steiner zu einem guten Teil aus
den »Akasha-Chroniken«, in denen »Das geistige Weltengedächtnis«
enthalten sei (Anthrowiki.at), deren Existenz sich jedoch
praktischerweise nicht überprüfen lässt.

Aus dieser grandiosen Ansammlung von Dummheit ist ein ganzer
Wirtschaftszweig gewachsen. Weltweit gibt es heute über
10 000 anthroposophische oder von der Anthroposophie beeinflusste
Unternehmen. In einigen Wirtschaftszweigen gehören die führenden
Unternehmen Esoterikern.” (Stefan Laurin)

Quelle: Stefan Laurin in Jungle World – “Geld und Geistesmenschen. Aus den wirren Ideen rund um Geistesmenschen, Astralleiber und
Chroniken, die niemand je gelesen hat, ist ein beeindruckender
Wirtschaftszweig erwachsen.

Schmulian Jüd

“Gustav Freytags «Bilder aus der deutschen Vergangenheit» sind ganz gut, aber man darf sich nicht zu sehr beschmieren lassen von dieser Gemütlichkeit einer für Tanten geschriebenen Geschichtsbetrachtung. Wir müssen gerade heute herauskommen aus dem Denk- und Empfindungsstil, der so bei diesen Leuten der Grenzbotenliteratur der Mitte des 19. Jahrhunderts da war, bei Gustav Freytag, Julian Schmidt und so weiter. Lassalle nannte ihn «Schmulian Jüd»; bei Lassalle klang das nicht antisemitisch.” (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner – „Vorträge über Erziehung. Vorträge und Kurse, gehalten für die Lehrer der Freien Waldorfschule in Stuttgart.“ (GA295, S.149)