BPjM: Steiners Rassendiskriminierung (Teil 3)

“Nach Auffassung des Gremiums finden sich im Achtzehnten Vortrag vom 3.5.1909 (S. 277-294) Textpassagen, die aus
heutiger Sicht als Rassen diskriminierend einzustufen sind, weil der
Autor darin Menschen
verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in
unterschiedliche Wertungsstufen einteilt.
Dort wird u.a. ausgeführt:

“Wenn wir jetzt in die Zeiten zurückschauen, können wir sagen: Daran,
dass gewisse Bevölkerungsteile der Erde nicht die Möglichkeit gefunden
haben, richtig mit der Erdentwickelung Schritt zu halten in der
Herausentwickelung ihres Ichs, daran können wir uns die Lehre nehmen,
wie viel verfehlt werden kann in bezug auf die Entwickelung des höheren
Ichs aus dem niederen Ich.

Da gab es zum Beispiel in der alten Atlantis Völker, die dann zu
Indianern geworden sind, die sich sozusagen verloren haben von der
Erdenbevölkerung. (…) Und sie haben dieses Ich so stark entwickelt, dass
es bei ihnen bis in die Hautfarbe gegangen ist: sie wurden eben
kupferrot. Sie haben sich in der Dekadenz entwickelt.

Das andere Extrem waren die, welche da sagten: Ach, das Ich ist
nichts wert! Das Ich muss sich selber ganz verlieren, muss ganz und gar
aufgehen, muss sich alles sagen lassen von außen! – In Wirklichkeit
haben sie es nicht gesagt, denn sie reflektierten ja nicht so. Aber das
sind die, welche so ihr Ich verleugnet haben, dass sie schwarz davon
wurden, weil die äußeren Kräfte, die von der Sonne auf die Erde kommen,
sie eben schwarz machten. Nur diejenigen, welche imstande waren, die
Balance zu halten in bezug auf ihr Ich, das waren die, welche sich in
die Zukunft hinein entwickeln konnten.

Da gab es auch schon diese drei Teile unter den Menschen: Die einen,
die ihr Ich wirklich entwickeln wollten, Neues und immer Neues aufnahmen
und dadurch wirklich zu Trägern der nachatlantischen Kultur wurden. Es
gab die anderen, die ihren Gottmenschen nur aus sich sprechen lassen
wollten, und ihr Ich durchdrang sie mit der kupferroten Farbe. Und die
dritten, welche nur nach außen hin den Sinn wandten, und dieser Teil
wurde schwarz.” (Rudolf Steiner)

Quelle: Aus der „Entscheidung Nr. 5506 vom 6.9.2007“ der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zu
Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ (Seiten 291-294) von Rudolf Steiner, vertrieben
vom Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz, Zitat Seite 6f. Via Ruhrbarone: “3 Jahre: Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen

5 Gedanken zu “BPjM: Steiners Rassendiskriminierung (Teil 3)

  1. […] Zwei Bücher mit Vorträgen Rudolf Steiners wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften 2007 als „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend“ eingestuft, weil der Autor darin „Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertu…„ […]

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  2. Das Indizierungverfahren der BPjM gegen Rudolf Steiner und die Reaktion der Waldorfschulen

    Henning Kullack-Ublick, Sprecher und Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ ist so dreist, in einem Kommentar bei „Allgäu-rechtsaußen“ zu behaupten, Zitat Kullak-Ublick: „Die Diskussionen über die auch hier wieder zitierten [Anmerkung Lichte: rassistischen] Äußerungen Steiners wurden ursprünglich von Anthroposophen initiiert und führte u.a. zu der »Stuttgarter Erklärung«, der sich alle Waldorfschulen sehr konkret verpflichtet fühlen“. Die Geschichte war aber ganz anders …:

    „(…) Entgegen Kullak-Ublicks Darstellung in seinem Kommentar bei „Allgäu-rechtsaußen“ vom 13. Juni 2020 ist die „Stuttgarter Erklärung“ nicht das Ergebnis einer freiwilligen anthroposophischen Initiative, sondern eine erzwungene Reaktion auf die massive mediale Auseinandersetzung (TV, SPIEGEL und viele andere) mit Rudolf Steiners Rassismus im Jahre 2007. Das große öffentliche Interesse war Folge des Indizierungsverfahrens der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gegen zwei Bücher Rudolf Steiners. Am 6. September 2007 entschied die BPjM, dass Steiners Bücher rassistischen Inhalt haben, „in Teilen als zum Rassenhass anreizend beziehungsweise als Rassen diskriminierend anzusehen“ sind.

    Die nach der Entscheidung der BPjM auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ in Berlin vorgestellte „Stuttgarter Erklärung“ versucht, von außen kommende Kritik an Rudolf Steiner Rassismus abzuwehren, und zugleich waldorfintern irritierte Eltern zu beruhigen. Ziel ist die Wiederherstellung des alten „Wir sind die Guten!“-Bildes der Waldorfschule.

    Einen lebendigen Eindruck vom aktuellen Stand der fortdauernden Auseinandersetzung vermittelt Dorothea Brummerlohs Beitrag „Steiners religiöser Kosmos – Woran glauben Anthroposophen?“ vom 3. April 2020 im Hessischen Rundfunk (hr). Die Seite der Kritik vertritt Prof. Helmut Zander, Anthroposophie-Experte und Autor des Standardwerkes „Anthroposophie in Deutschland“1, Steiners Verteidigung übernimmt der in der Ausbildung von Waldorflehrern tätige Anthroposoph Christoph Hueck. Transkription des im Internet abrufbaren Podcasts, ab 19:04 Minuten:

    Sprecherin hr: „Immer wieder in der Kritik sind Rudolf Steiners rassistische, antisemitische Aussagen. Steiner sprach von ‚menschlichen Rassen‘, von ‚Wurzelrassen‘, von ‚degenerierten Indianern‘, vom ’starken Triebleben der Neger‘. Das Problem dieser Rassenlehre liegt tief, sagt Helmut Zander.“ (…)“

    weiter bei „Humanistischer Pressedienst“, „Rudolf Steiners Rassismus und die ‘Stuttgarter Erklärung’“, https://hpd.de/artikel/rudolf-steiners-rassismus-und-stuttgarter-erklaerung-18182

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