Wie bei jeder anderen anständigen Sekte auch

“Da hub [die Gattin] an zu sprechen und sagte: "Sag mal, wie wär’ denn, wenn wir mal bei Waldorfs krabbeln würden?”

Da hab ich in meiner ruhigen, westfälischen Art geantwortet: Sag mal Weib, bist Du von Sinnen?

Soll ich jetzt mit einem Mottek die rechten Winkel aus der Bude kloppen oder watt?

Ein Leben in Pastellfarben, das macht mich agressiv! (…)

Jetzt kann man ja nicht einfach zu Waldorfs gehen und da krabbeln. Das ist bei denen wie bei jeder anderen anständigen Sekte auch, man muss einen Initiationsritus über sich ergehen lassen. (…) Man muss sechs (in Worten sechs, in Zahlen auch) Elternabende besuchen.

Aber… wenn einer 100.000 eng bedruckte Seiten braucht um mir mitzuteilen, dass er rechte Winkel scheisse findet, dann muss man schon mal Abstriche machen.“ (Jochen Malmsheimer)

Jochen Malmsheimer – Lesung ”Halt mal, Schatz!“ (via Youtube) über Krabbelgruppen in Waldorfkindergärten und Rudolf Steiner.

Rote Kleider erzeugen das Grün in aufmüpfigen Kleinkindern

“Was die Farbgebung der Kleidung betrifft, macht Steiner auf die psychologische Wirkung der “Nachbilder” aufmerksam.

Der Blick auf eine rote Fläche erzeugt in uns eine grüne “Gegenfarbe”. Hat nun ein überaktives Kind die Neigung “mit dem Kopf durch die Wand” zu wollen, so kann eine in Rot gehaltene Kleidung harmonisierend wirken.” (Wolfgang Goebel und Michaela Glöckler).

Quelle: Der anthroposophische Bestseller “Kindersprechstunde – ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber
von Wolfgang Goebel und Michaela Glöckler, Kapitel “Vom Säugling zum Kleinkind – Kleidung und erste Schuhe”. Das Buch hat sich in 19. Auflage ca. 500.000 mal verkauft.