TV-Konsum ist kein K.O.-Kriterium mehr

“Der bis heute seltsame Ruf der Schulen rührt aus einigen Verrücktheiten, die Fundamentalisten der Bewegung durchzusetzen versuchten. Jahrzehntelang wollten sie das Böse aus den Herzen und Haushalten exorzieren. Fernsehen, Video, CD, Computer, Lego-Steine, Barbie-Puppen und Comics: alles schädlich für sensible Kinderseelen. Weg damit.

Unter Schmerzen beobachten Erz-Anthroposophen nun, wie diese Dogmen zerfallen. "TV-Konsum etwa ist bei der Anmeldung kein K.-o.-Kriterium mehr”, sagt Friedrich Ohlendorf, Waldorf-Geschäftsführer in Berlin.“ (Der Spiegel)

Quelle: Der Spiegel – ”Bildung: Das Ende des Exorzismus

Eurythmie gegen Hooliganismus

“Unsere Gesten sind Ausdruck unserer Seele. In der Pubertät geht der körperliche Ausdruck oft verloren; wenn Jugendliche an der Bushaltestelle warten, müssen sie sich anlehnen, ihre Arme hängen schlaff herunter. Eurythmie will den Ausdruck fördern. Sie ist ein Ausdruck dessen, was wir seelisch erleben mit dem Körper.

Männliche Jugendliche haben eine natürliche Tendenz zu brutalen Akten. Mit der Eurythmie machen sich die Jungs ihren Körper wieder zu eigen, indem sie die Bewegungen durchdringen. Da kann man sich doch vorstellen, dass Hooliganismus aufgefangen werden kann.” (Wenzel Götte)

Quelle: Ausbilder für Waldorflehrer Wenzel Götte in der Zeit – “Waldorfschule – Das sind Fossilien”.

Siehe auch: Steinerquotes – “Tanzen gegen AIDS”, “Tanzen für Pflanzen”, “Eurythmie hilft gegen Schussverletzungen”, “Eurythmie in die Fussballstadien

Fußballspielen ist ein Hohn auf das Geistige

“Es ist um aus der Haut zu fahren, wenn man all die modernen Sportgeschichten wie zum Beispiel Fußball und so weiter sieht, wie sie den Menschen mechanisieren und ihm nichts von dem einfügen, was in ihm geistig ist, so sehr man sich das auch einbildet. Alles, was man da anstrebt, ist ja ein Hohn auf das Geistige, so gut es auch gemeint ist. (…)

Unsere materialistische Kultur der Gegenwart hat dazu geführt, daß man gar kein Verständnis dafür hat, daß der Mensch sich nur dann richtig in äußeren Formen bewegen kann, wenn er nicht so «dalkerte» Bewegungen dabei hat wie beim Fußballspielen, sondern wenn er in sich verfolgt die Bewegungen, die in naturgemäßer Weise seinem Ätherleibe eingeboren sind (…)” (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner, "Okkultes Lesen und okkultes Hören”, GA156, Seiten 98 und 106