Anthroposophische Hardliner gegen die Moderne

„Die
GV der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft hat zwei
Vorstandsmitgliedern die Bestätigung für eine weitere siebenjährige
Amtszeit verweigert. Als Reaktion trat
Weleda-Chef Paul Mackay per sofort aus dem Führungsgremium zurück.
(…)

Der
Jahrestagung war eine eigentliche Kampagne gegen von Plato und Mackay
vorangegangen. Ihnen wurde nicht nur wirtschaftliches Versagen bei der
Führung der Gesellschaft
vorgeworfen, die rote Zahlen schreibt und ihre Reserven weitgehend
aufgebracht hat. Kritisiert wird auch ein zu modernistischer Kurs.
(…)

An
der Konferenz der Landesgesellschaften votierten die Generalsekretäre
mit einer Ausnahme für die Bestätigungswahl – dagegen war einzig die
schweizerischen Sektion. Deren
Exponenten sind hauptberuflich am Goetheanum beschäftigt und
propagieren eher eine wortgetreue Auslegung von Steiners Schriften.“
(Solothurner Zeitung)

Quelle: Solothurner Zeitung – „Hardliner proben Aufstand: Steiner-Bewegung verweigert dem Vorstand die Gefolgschaft“ – https://www.solothurnerzeitung.ch/basel/baselbiet/hardliner-proben-aufstand-steiner-bewegung-verweigert-dem-vorstand-die-gefolgschaft-132366025

#Anthroposophie
#Rudolf Steiner #Anthroposophische Gesellschaft #Weleda #Bodo von Plato
#Paul Mackay #Goetheanum #Esoterik #Okkultismus #Hellsehen

#Hellseherei

Evidenz, Schmevidenz…

“Die anthroposophische Medizin ist eine ganzheitliche komplementärmedizinische Richtung, die die als „Schulmedizin“ bezeichnete wissenschaftlich orientierte Medizin auf der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners erweitern will. Sie wird vor allem in Deutschland und der Schweiz praktiziert. In der EU gibt es schätzungsweise 4500 Ärzte, die anthroposophische Medizin anbieten.


Anthroposophische
Vorstellungen über Einteilung, Entstehung und Verlauf von Krankheiten [sind] mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu vereinbaren. Nach Einschätzung durch Autoren der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft liegen für die Anwendung anthroposophischer Heilmittel nur unzureichende Wirksamkeitsstudien vor.


Der Begründer der Anthroposophie [werde] gläubig verehrt und die von Steiner
empfohlenen oder mit Hinweisen bedachten Arzneimittel werden in der
Weleda-Heilmitteliste gesondert markiert. Für einen Nicht-Anthroposophen
seien die auf Glaubensinhalten basierende Konzeption, Indikation und
deren häufig umständliche und mannigfaltige Zubereitungsform dieser
anthroposophischen Arzneimittel kaum nachvollziehbar. Man habe es dabei
mit einem geistig-mystischen, im Prinzip quasi religiösen Ideensystem zu
tun.


Die Kriterien der evidenzbasierten Medizin wurden von wissenschaftlichen Vertretern der anthroposophischen Medizin lange Zeit aus methodologischen und ethischen Gründen abgelehnt.

” (Wikipedia)

Quelle: Der Wikipedia-Artikel “Anthroposophische Medizin

(stark gekürzt).

Dort weiter: “Im Jahr 2003 forderten 3000 Ärzte im Rahmen der Internet-Aktion „Konsequente Positivliste“, Homöopathika, Phytotherapeutika und Anthroposophika ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis aus der damals geplanten Positivliste zu streichen. In einem zugehörigen „Manifest“ wurde die „‚Weltschau‘ der Anthroposophie Rudolf Steiners“ als „esoterisch-okkultistische Geheimwissenschaft mit Elementen aus der Kosmologie, der Astrologie, der Alchemie, der Homöopathie, fernöstlichen Lehren u. a.“ bezeichnet.

Siehe auch: Steinerquotes über Anthroposophische Medizin

Schlangenöl in neuen Schläuchen

„Die
Präparate werden nach anthroposophischer Menschen- und Naturkenntnis zur
Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und
Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse von zum Beispiel gut-
oder bösartigen Geschwulsterkrankungen und deren Rezidivprophylaxe sowie
Präkanzerosen bei Erwachsenen eingesetzt.
(…)


Laut Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) ist
Mistel das am weitesten verbreitete komplementärmedizinische
Arzneimittel in der Krebstherapie.“ (Apotheke AdHoc)

Quelle: Apotheke Adhoc – “Mistel von Mundipharma“. Die Mistel wird nach den Erkenntnissen des Hellsehers Rudolf Steiner – heftig umstritten – in der Krebstherapie eingesetzt, da Steiner die “Aura der Mistel, dem Pflanzentier des Mondes“ sah und in der Pflanze einen dem Krebs verwandten “Schmarotzer”. Als Nachfolger von Steiners Firma “Weleda” wird das anthroposophische Präparat nun von Mundipharma produziert.

Zitat
Deutsches Krebsforschungszentrum: “Für die Misteltherapie fehlen bis heute wissenschaftliche Beweise der Wirksamkeit.

Siehe auch bei Steinerquotes: Die Mistel

Millionenschwere Anthroposophika

„Ob die Globuli, Tropfen und Tabletten
wirken, ist dabei längst zur Glaubensfrage geworden. Klare wissenschaftliche
Belege, dass sie mehr hervorrufen können als einen Placebo-Effekt, gibt es
nicht.

Kann es auch gar nicht, sind ihre
Gegner überzeugt, schließlich sind die Wirkstoffe so stark verdünnt, dass sie
oft gar nicht mehr nachweisbar sind. Die Anhänger der 200 Jahre alten Lehre des
Arztes und Apothekers Samuel Hahnemann hingegen verweisen auf ihre
Alltagserfahrungen: Dass nach all den Jahren der Heuschnupfen endlich weg ist,
die Kinder viel seltener krank werden als ihre Mitschüler, sie die lästige
Erkältung sonst immer noch nicht los wären.

So kommt es, dass die Umsätze mit
homöopathischen Mitteln seit Jahren steigen, 2016 auf 622 Millionen Euro.
[…]

Zwei
Drittel der 118 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben sich trotzdem
dafür entschieden, ihren Versicherten die Kosten zu erstatten.

Kritiker
monieren, es handle sich dabei um reines Marketing, um neue Mitglieder zu gewinnen.
Eine Sprecherin der Techniker Krankenkasse verweist hingegen darauf, dass der
Gesetzgeber den besonderen Therapierichtungen – neben der Homöopathie sind das
die Pflanzenheilkunde und die Anthroposophie – ausdrücklich einen Platz in der
gesetzlichen Krankenversicherung einräume.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung
vom März 2017 – „Glaubenskrieg um die Globuli – Millionen Deutsche vertrauen auf
Homöopathie, obwohl deren Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist.

Hinterm Mond…

“Es gibt zahlreiche Fakten und
Untersuchungen, die solche Einflüsse des Mondes auf den Menschen und seine
Umwelt widerlegen”, sagt Klaus Jäger vom Max-Planck-Institut für
Astronomie in Heidelberg.
[…]

Volkskundler Helmut Groschwitz hat
sich intensiv mit der Kulturgeschichte des Mondkalenders beschäftigt – und
diese These bereits vor Jahren widerlegt. “Das in den heutigen
Mondkalendern vermittelte ,Wissen’ ist kein uraltes, empirisches Bauernwissen,
wie in den Kalendern zur Legitimation behauptet wird”, resümiert Groschwitz.
Vielmehr gingen die Mondregeln auf elitäres Wissen der mittelalterlichen
Medizin und Astrologie zurück, denen man nur ein neues Etikett verpasst habe.
“Die Thesen beruhen auf keinerlei Beobachtung.”
[…]

Auch in der biologisch-dynamischen
Demeter-Landwirtschaft spielt der Rhythmus des Mondes eine Rolle, wie sie
Anthroposoph Rudolf Steiner schon in den 30er-Jahren propagiert hat. Er empfahl
die Aussaat einige Tage vor Vollmond, weil dann Wasser besonders stark in die
Blätter dränge. Viele Hobbygärtner schwören heute auf den lunaren Einfluss beim
Säen und Schneiden der Pflanzen – und stellen mitunter ein besseres Wachstum
fest. Dies könne allerdings auch daran liegen, dass die Pflanzen mithilfe eines
Mondkalenders einfach regelmäßiger gegossen werden.“
(Berliner Morgenpost)

Quelle:
Berliner Morgenpost von Februar 2017 – „Die rätselhafte Kraft des Mondes – Das Nachtgestirn hat keinen
Einfluss auf den Menschen.
“.

Laut dem Hellseher Rudolf Steiner hat der Mond magische “Wachstumskräfte”, so beinflusst er die “Mondwichtel” und auf ihm lebt der “Mondbrüller”, der auch Irrenhäuser besucht. Der Mond wirke besonders “auf die Hinterteile der Tiere” und spielt eine wesentliche Rolle im biologisch-dynamischen Landbau bei Demeter sowie in der anthroposophischen Medizin bei Weleda, die sich mit der “Aura der Mistel, dem Pflanzentier des Mondes” beschäftigt.

Siehe auch: Steinerquotes über den Mond

Die Schizophrenie Rudolf Steiners

“Steiner sah kosmische Kräfte im organischen Dünger, also Tiermist und
Gründüngung wirken, und Landwirtschaft sollte im Einkang mit
„kosmischen Gesetzen“ stehen: Der Apfel gehörte zum Beispiel zum Planet
Jupiter. Nur Lebewesen könnten die kosmischen Kräfte weiterleiten, und
deshalb lehnte er Mineraldünger ab.

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft in anthroposophischer
Variante basiert auf Steiners Idee. Menschen entwickeln sich bei Steiner
durch Reinkarnationen weiter, die von „Planetenzeitaltern“ abhängig
sind. Das lehrte ihn angeblich die „Akascha-Chronik“, die nur ihm von
übersinnlichen Wesen offenbart worden war.

Als dermaßen „Auswerwählter“ propagierte er unantastbare „Wahrheiten“
über Landwirtschaft, „Rassen“, Medizin und Schule, die den aufgeklärten
pädagogischen Erkenntnissen seiner Zeit ebenso widersprachen wie der
auf empirischen Belegen basierenden modernen Medizin.

Laut Steiner gab es keine Evolution, sondern die „Menschenrassen“
hätten sich nacheinander auf sieben Planeten vollzogen, und diese
Planeten bestimmten ihre Eigenschaften. Dabei bildeten sich „Überrassen“
heraus, nämlich die „Atlantier“ und die weißen Europäer, die „Arier“,
als geistige Rassen.

Nach Ostasien seien die Menschen ohne Ich-Bewusstsein ausgewandert,
und die Triebgesteuerten ohne Intellekt seien die „Neger“ geworden. Über
dunkelhäutige Afrikaner „wusste“ er: „Weil er das Sonnige an der
Oberfläche in seiner Haut hat, geht sein Stoffwechsel so vor sich, wie
wenn er in seinem Innern von der Sonne gekocht würde. Daher kommt sein
Triebleben.“

Solche Fantasien kennen wir von Fieberkranken, oder auch von paranoid
Schizophrenen in akuten Psychosen. Tatsächlich diagnostizierten spätere
Psychologen bei Steiner eine schizophrene Erkrankung.”
(Dr. Utz Anhalt)

Quelle: Heilpraxis.net – “Germanische Medizin –
Braunes Gift in der Naturmedizin

Esoterische Krebsheiler warnen vor sich selbst

“Ich rate bei mindestens drei Dingen, hellhörig zu werden. Das
Erste ist, wenn jetzt bei ernsthaften Erkrankungen – wir sprechen ja
jetzt über Krebs beispielsweise oder auch fortgeschritten erkrankte
Patienten mit einem Krebsleiden –, wenn dort auf eine ideologische oder
radikale Art und Weise von schulmedizinischen Verfahren abgeraten wird
und diese komplett abgelehnt wird, manchmal ja auch verteufelt wird.
Dann muss man etwas hellhörig werden, ist das wirklich sachlich so?” (Friedemann Schad)

Quelle: “Tod im “Bio-Krebszentrum – Was ist seriöse Krebstherapie?” – 
Interview mit Friedemann Schad vom Anthroposophischen Krankenhaus Berlin-Havelhöhe bei Deutschlandradio Kultur.

In anthroposphischen Krankenhäusern wird die esoterische Misteltherapie betrieben. Der Erfinder dieser Therapie, der Hellseher Rudolf Steiner schaute bei der Mistel die “Aura eines Pflanzentieres des Mondes”. Vor der Verwendung der Mistel gegen Krebs warnen prominente Kritiker, so auch das Deutsche Krebsforschungszentrum. Mistelpreparate werden hauptsächlich vom Marktführer der “anthroposophischen Medizin”, der von Rudolf Steiner gegründeten Firma “Weleda” produziert.

Medizin, Äther, heilende Geister

“Was ich jetzt auf die Tafel schreibe, ist nicht dazu da, dass Sie es
wissen, sondern dass es anregt in Euch immer wieder diese Belebung Eures
medizinischen Sinnes. Es ist etwa so:

Ihr heilenden Geister
Ihr verbindet euch
Dem Sulphursegen
Des Ätherduftes;

Ihr belebet euch
Im Aufstreben Merkurs
Dem Tautropfen
Des Wachsenden
Und Werdenden.

Ihr machet Halt
In dem Erdensalze
Das die Wurzel
Im Boden ernährt.” (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner – “Vorträge vor Mitgliedern

GA 268 Seelenübungen – Band II Mantrische Sprüche“ (Gesamtausgabe Band 236, S. 298)