Keine Taschenrechner, lieber ‘Maikäfer flieg’

“Die gesunde Entwicklung leidet Schaden, wenn es schon vor der Geburt des
Astral­leibes auf sein eigenes Urteil gestellt wird. Wichtig ist, daß
in dieser Zeit das Gedächtnis herausgebildet wird, und zwar geschieht
das am besten auf ganz mechanische Weise. Nicht die Rechenmaschine
sollte benützt werden, sondern ganz mechanisch gedächtnismäßig sollte
das Einmaleins, sollten Gedichte und so weiter
eingeprägt werden.
(…)
Zum Bei­spiel: «Flieg, Käfer flieg, dein Vater ist im Krieg, deine
Mutter ist im Pommerland, Pommerland ist abgebrannt; flieg, Käfer,
flieg.»

“ (Rudolf Steiner)

Quelle: Der Gründer der Waldorfschulen, der Hellseher und Okkultist Rudolf Steiner – “DIE ERZIEHUNG DES KINDES VOM STANDPUNKT DER GEISTESWISSENSCHAFT” (Gesamtausgabe Band 55, S.127f)

Waldorf-Mathematik

„Der junge Mensch braucht zum Beispiel nur die notwendigsten Gesetze des Multiplizierens an einigen Beispielen zu lernen, zu denen man keine Rechenmaschine braucht, sondern wozu die Finger viel besser sind, dann soll er das Einmaleins sich ordentlich gedächtnismäßig aneignen.

Wenn man so vorgeht, berücksichtigt man die Natur des werdenden Menschen. Man versündigt sich aber gegen diese, wenn man in der Zeit, in der es auf die Bildung des Gedächtnisses ankommt, den Verstand zu sehr in Anspruch nimmt.“ (Rudolf Steiner)

Quelle: Rudolf Steiner – “DIE ERZIEHUNG DES KINDES VOM GESICHTS-PUNKTE DER GEISTESWISSENSCHAFT“ in „Lucifer-Gnosis“, Nr. 33, Seite 28, Mai 1907