Demeter: Tanzen für Pflanzen als „bio-dynamische Forschung“

Der esoterische Bio-Anbauverband „Demeter“ arbeitet nach den okkulten Vorgaben des Hellsehers Rudolf Steiner. Die kosmisch entrückten Eso-Bauern bedienen sich dabei zahlreicher pseudowissenschaftlicher und esoterisch-okkulter Methoden.

Genau wie die Grundlage dieses „biologisch-dynamischen Anbaus“ magisch und unwissenschaftlich sind, sind es auch Demeters „Forschungsmethoden“. Da die behauptete „kosmische Qualität“ der Demeter-Produkte mit wissenschaftlichen Methoden natürlich nicht festzustellen ist, werden pseudowissenschaftliche Methoden bemüht.

Zunehmend bedient man sich in der Demeter-Forschung daher der aus Waldorfschulen bekannten, esoterischen Eurythmie-Tänze („Namen-tanzen“). Damit will man „Naturwesen“ anregen, die Qualität von Samen, Pflanzen oder sogar von Gießwasser zu verbessern.

Tanzen für Pflanzen

Alle Organismen sind von Lebenskräften bzw. ätherischen Kräften umgeben und durchzogen. Sie gestalten unseren Leib und lassen die Lebensprozesse im Körper ablaufen. (…) Mit der Eurythmie haben wir ein Mittel, die Lebenskräfte, die sich immerfort in Bewegung befinden, anschaulich zu machen. Rudolf Steiner entwickelte die Eurythmie ab 1912 (…). Es gibt auch eurythmische Bewegungen für Darstellung der Planeten und der Tierkreiszeichen (…) Im vorliegenden Projekt konnte gezeigt werden, dass es prinzipiell möglich ist, durch eurythmische Behandlung von Apfelbäumen Qualitätsänderungen bei Äpfeln zu erreichen.“
(Studie: „Geschmacksentwicklung bei Äpfeln durch eurythmische Behandlungen„)

Tanzen für Saatgut

„Ist es möglich, diese Wachstumsgestik der Pflanze durch gezielte
Verhaltensweisen des Menschen gezielt zu verändern? In anthroposophischer Terminologie würde das auf der Ebene des Lebenskräfteleibes, der ätherischen Ebene, stattfinden. (…)
Es wurde jeweils eine Portion Saatgut in eine Schale gefüllt. Diese stand auf
einem Tisch – die jeweilige eurythmische Konsonantengeste wurde ca. 5 Minuten lang davor ausgeführt.
“ (Studie: „Zum Einfluss von eurythmischer Gesten auf Wachstum und Bildekraftgestik von Kopfsalat“ [Schreibfehler im Original])

Tanzen für Wasser

„Alle Parzellen [haben] die Präparate Hornmist, Hornkiesel, Epiphanias-Züchtungs-Präparat und ein mit eurythmischer V-Geste behandeltes Wasser erhalten.“ (Studie „Erwärmendes durchlichten – Rispengestaltung und Lebenskräfte beim Hafer„)

Tanzen für Pflanzen extrem – Weizen wird zum Medikament umgetanzt

„Dieses Weizenfeld ist ein Versuchsfeld zur Erforschung der Wirkung von Eurythmie auf das Wachstum von Pflanzen. Es soll untersucht werden, ob dem Weizen durch die Eurythmie neue Eigenschaften vermittelt werden können, die ihn als Heilmittel für rheumatische Erkrankungen geeignet machen.“ (Untersuchung durch Dr. Andreas Vogel vom Therapiezentrum im Rosenhof in Tegernau/Schwand)

Magische „Biologisch-dynamische“ Methoden werden auch bei anderen Bio-Verbänden genutzt oder ausdrücklich toleriert: Mit Rudolf Steiners Eso-Methode arbeiten auch Bioland, Biokreis, GÄA, Ecovin, der Verbund Ökohöfe und Ecoland. Auch bei anthroposophischen Firmen wie Weleda, Wala und Dr. Hauschka ist esoterischer Anbau Pflicht.


Siehe auch bei Anthroposophie.blog: Wie esoterisch ist mein Ökobauer?

Esoterische Lobbyarbeit gegen Gentechnik

„Der Informationsdienst Gentechnik bietet Lehrern und Schülern der Sekundarstufe bereits seit 2010 Lehrmaterialien und Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung an. Die Informationen sind tendenziös und geben Fakten verzerrt wieder. Zweifelhafte Studien werden als Beleg für die Hatz auf Gentechnikkritiker gewertet. (…) Für Lehrer und Schüler ist dabei nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass es sich bei den Verfassern der Materialien und Informationen um vehemente Gegner einer sogenannten „Agro-Gentechnik“ handelt.  (…)

Ob solche „Unterrichtsmaterialien“ noch der Lehre dienen, oder der Meinungsmache, ist daher eine Frage, der sich auch das Bundesministerium für Bildung stellen sollte.“ (Süddeutsche Zeitung)

Quelle: Die Süddeutsche Zeitung vom 12.03.2019 über den „Informationsdienst Gentechnik“: „Ökolobby dringt in den Schulunterricht vor“ –

Hintergrund: Das „Informationsdienstes Gentechnik“ wird u. a. bezahlt von Firmen aus dem anthroposophischen Spektrum. Zu den Trägern gehören der esoterische Anbauverband Demeter und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der anthroposophischen GLS-Bank, der Hausbank der Waldorfschulen. Weitere Unterstützer der Gentechnikgegner sind anthroposophische Firmen wie Alnatura und Sonett sowie deren Kooperationspartner. Die anthroposophischen Firmen berufen sich auf die Lehren des Hellsehers und Okkultisten Rudolf Steiner. Quelle: https://www.keine-gentechnik.de/netzwerk/traeger-unterstuetzer/

Wie esoterisch ist mein Ökobauer?

Im Öko-Landbau teilen sich neun Verbände mit ihren angeschlossenen Bauernhöfen den Markt. Insbesondere der anthroposophische Demeter-Verband ist dabei für seine pseudowissenschaftlichen und okkult-esoterischen Praktiken bekannt. In Demeters „bio-dynamischen Landbau“ arbeiten „spirituelle“ Bauern mit „Kosmoskräften“, „Ätherarten“ und unter Einbeziehung der Mondphasen. Eine Besonderheit sind die selbst produzierten, magischen Präparate aus Kristallen, Kuhhörnern und Tierschädeln, welche als homöopathischer Dünger eingesetzt werden. Aber auch bei der Behandlung von kranken Tieren muss bei Demeter und Co. laut Richtlinie vorrangig Homöopathie eingesetzt werden. In vielen Richtlinien wird die „Schulmedizin“ mit Kampfbegriffen wie „Chemie“ oder „Allopathie“ abgeurteilt.

Wie verbeitet ist Esoterik im Ökolandbau?

Sind Esoterik und Pseudowissenschaften im Ökolandbau auch bei anderen Anbauverbänden verbreitet? Ein Blick in die Richtlinien der großen Erzeuger zeigt: Ja. Ausnahmslos alle Ökoverbände schreiben bei Tierkrankheiten homöopathische „Alternativmedizin“ vor. Bei den meisten Verbänden darf zudem nach den esoterischen „biologisch-dynamischen“ Praktiken des „bio-dyn“-Erfinders Rudolf Steiner gearbeitet werden. Die Verbände Demeter, GÄA und Ecovin beziehen sich auf Ihren Homepages direkt auf den Hellseher Steiner. Die übrigen Verbände kooperieren oft mit Demeter, führen gemeinsame Schulungen durch oder empfehlen entsprechende esoterische, anthroposophische Literatur. Einige Erzeugerverbände gehen dabei so weit, vermeintlich schädliche Techniken wie Mikrowellengeräte per Richtlinie generell zu verbieten.

Homöopathie und Anthroposophie bei deutschen Ökoverbänden

Übersicht der Richtlinien deutscher Ökoverbände zu „Homöopathie“ und „Alternativmedizin“:

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