Ja denkt denn keiner an die Kinder!

Kinderärzte warnen in einem offenen Brief an die NRW-Schulministerin: Schreckliche gesundheitliche Probleme drohen über unsere Kinder hereinzubrechen: Ihre Entwicklung ist in Gefahr, ihr Immunsystem leidet, sie werden geschwächt und verängstigt. Es drohten sogar Zwangsstörungen!

Wir müssen dringend eines der größten gesundheitlichen Probleme unserer Zeit in den Griff bekommen:

Die Gefahr durch… den Mund-Nasen-Schutz!

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Rapunzel-Chef: Hang zu irrationalen und daher gefährlichen Weltbildern

Bunter VW-Hippie-Bus mit einem Schild des Rapunzel Naturkost-Slogans „Bio aus Liebe“,
Screenshot der Webseite von Allgäu Rechtsaußen

Für die Freunde von Allgäu Rechtsaußen durfte ich einen Gastbeitrag schreiben. Das Recherche-Netzwerk dokumentiert Aktionen von Neonazis und Rechtsradikalen im Allgäu und Umgebung.

In diesem Zusammenhang haben sie sich auch mit dem Fernsehkoch Attila Hildmann beschäftigt, der durch rechtsextreme Aussagen und Verschwörungserzählungen aufgefallen war. Rapunzel Naturkost entstammt einem anthroposophischen Umfeld und hatte Hildmann lange weiter als Werbegesicht genutzt. Mittlerweile distanziert Rapunzel sich davon.

Der Beitrag erschien zuerst unter: Allgäu Rechtsaußen – „Rapunzel-Chef: »Hang zu irrationalen und daher gefährlichen Weltbildern«

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Michaela Glöckler über Corona: Freiheitsrechte verteidigen gegen den Überwachungsstaat

Michaela Glöckler im Interview mit campusA Stuttgart

Michaela Glöckler, die führende anthroposophische „Medizinerin“ im Gespräch mit Yair Atala von „campusA Stuttgart“, einer Kooperation anthroposophisch orientierter Ausbildungen.

Frau Glöckler war rund 30 Jahre lang die Leiterin der „Medizinischen“ Sektion am „Goetheanum“, der Schweizer Anthroposophie-Zentrale. Sie gilt als glühende Verehrerin des Hellsehers und Anthroposophie-Begründers Rudolf Steiner, den sie für einen, Zitat, „Propheten“ hält.

Frau Glöckler stellt eine wirre, in der Anthroposophie zurzeit beliebte und fast schon Trump-eske These auf: Das Virus sei lernfähig, quasi intelligent – und es hat eine Botschaft:

Die Pandemie ist die Rache für das von uns Menschen verursachte Tierleid. Doch gegen Viren wie die „Grippe“ (die mit Corona nicht identisch ist!) könne man sein Immunsystem stärken: Zum Beispiel mit Eurythmie – und der Kommunikation mit geistigen Welten. „Virtuelle“ Welten dagegen seien zu meiden, die seien schädlich für das Gehirn.

Über einen großen Teil des Interviews hinweg verbreitet die esoterische Pseudomedizinerin gefährliche Verschwörungsmythen: Es gelte in Zeiten von „Ausgangssperren“ und „Totalüberwachung“, für „Freiheitsrechte“ zu kämpfen.

Hier befeuert die Anthroposophin thematisch die stark wachsende Querfront aus Esoterikern, Verschwörungsideologen und Rechtsextremen.

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Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3)

Turned on Laptop on table by Markus Spiske

Wie kämpfen Anthroposophen gegen moderne Technik?

Natürlich können Anthroposophen als Argument gegen Technik heute nicht überall offen die Störung ihrer Hellseherfähigkeiten anführen oder von Naturwesen, Geistern und Dämonen sprechen. Solches bespricht man lieber nur intern, liest dazu in anthroposophischer Fachliteratur oder im hauseigenen Waldorf-Magazin. In der Öffentlichkeit müssen dann ganz andere Argumente gegen die bösen Medien gefunden, oder oftmals auch: erfunden werden.

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Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 2)

Vintage black CRT tv by Lucrezia Carnelos

Eine alte Waldorf-Tradition: Fernsehverbot

„Jeder weiß es: Fernsehen macht dumm – besonders Kinder.“ (Waldorferzieher Philipp Gelitz, „Medien und kleine Kinder“ in „Erziehungskunst“, 2012)

Neben dem Namentanzen („Eurythmie“) ist das bekannteste Merkmal der Waldorfschulen die Ablehnung von Fernsehgeräten. Der heimische Fernseher sollte möglichst mit einem Tuch abgedeckt werden, besser aber gar nicht erst vorhanden sein. Die Argumentation ist dabei in den letzten 70 Jahren weitgehend die gleiche: Fernsehen schadet der Entwicklung und der Seele, führt zu schrecklichen Krankheiten und ebensolchem Verhalten, sogar in die Drogensucht. Fernsehende Kinder können weder lesen, schreiben noch zuhören oder gar stillsitzen.

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Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1)

Black dial telephone by Wendy Scofield

„Die Technik wird der Erde den Tod bringen! Und Technik hat sehr viel mit Zerstörung, mit Umwälzung zu tun. Technik ist nicht nur ein totes Produkt, sozusagen, sondern es ist auch todbringend.“ (Michaela Glöckler, Vortrag „Ich im Netz – Ansätze zum Verständnis des Subjekts im Internet“, 2012)

Das Zitat der führenden anthroposophischen Medizinerin Michaela Glöckler ist ein Musterbeispiel für die traditionelle Technikfeindlichkeit der Anthroposophen. Frau Glöckler war rund 30 Jahre lang die Leiterin der „Medizinischen Sektion“ an Rudolf Steiners „Goetheanum“, der Schweizer Anthroposophen-Zentrale. Heute kämpft sie als Lobbyistin an vorderster Front gegen alles Digitale.

Die „Technik“, die „Medien“, die „Bildschirme“ – all das ist für die esoterische Glaubensgemeinschaft überaus schädlich: Es leidet der „Ätherleib“, die Spiritualität nimmt Schaden, die Seele wird zerstört und die Wirklichkeit der Welt zerbricht bis in ihre Atomstruktur hinein. Moderne Technik macht krank und führt in die Kriminalität, mindestens aber in die Drogensucht.

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Kinderkrankheiten sind gut fürs Karma

„Wer nun meint, Steiner als „von gestern“ abtun zu können, seine Ansichten als „zeitbedingt“ vom Tisch zu wischen und sich nicht vorstellen kann, dass heute Steiners Aussagen wortwörtliche Exegeten finden, der sei auf das Buch „Kindersprechstunde: Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber. Erkrankungen – Bedingungen gesunder Entwicklung – Erziehungsfragen aus ärztlicher Sicht“ verwiesen (inzwischen in 18. Auflage erschienen, zuletzt editiert 2010). Es stammt von Frau Dr. Michaela Glöckler (gemeinsam mit Dr. W. Goebel), bis 2016 langjährige Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach und damit eine zentrale Autorität der heutigen Anthroposophischen Medizin.
In diesem Buch wird regelrecht mit Stolz von einer Studie berichtet, nach der Waldorfschüler häufiger an Masern erkranken (!) und weniger Antibiotika verabreicht bekommen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich in Steiners Sinne:

„Aufgabe von Medizin und Pädagogik ist es, Bedingungen zu schaffen für eine möglichst gesunde Inkarnation. Dabei spielen die sogenannten Kinderkrankheiten eine wichtige Rolle. Sie helfen, bestimmte Bereiche des Körpers physiologisch ‚durchzuarbeiten‘ und eingehender zu ‚individualisieren‘. Damit wird das Zusammenspiel der Wesensglieder und ihre Gesetzeszusammenhänge neu angeregt und in unterschiedlicher Weise impulsiert.“

Quelle: Susannchen braucht keine Globuli – „Impfskepsis, Impfgegnerschaft – eine Annäherung

Nichts als kartoffeldicke Lügen bei Waldorf und Co.

„Die anthroposophische Ernährungslehre empfiehlt Getreide statt Kartoffeln. Für die Steiner-Schulen sind diese Richtlinien aber nicht mehr sakrosankt.

Rudolf Steiner (1861–1925) entwickelte nebst seiner bekannten Pädagogik auch eine anthroposophische Ernährungslehre. Gemäss dieser haben Lebensmittel besondere Wachstums- und Reifekräfte.
Als Grundnahrungsmittel werden Getreidearten bevorzugt. Negative Wirkungen hat Steiner hingegen den Kartoffeln zugeschrieben: «Wenn man (…) zu viel Kartoffeln isst, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein», soll er 1923 an einem Vortrag gesagt haben. Seit in Europa die Kartoffelnahrung überhandgenommen habe, sei der Kopf der Menschen unfähiger geworden.

Die Frage, ob Kartoffeln auch heute noch gemieden würden, führt zu Irritation und Belustigung unter Vertretern angefragter
Rudolf-Steiner-Schulen: In der anthroposophischen Ernährungslehre gebe es keine strikten Regeln für oder gegen ein Nahrungsmittel.“ (NZZ)

Quelle: Neue Züricher Zeitung: „Die Kartoffeln und der Mond“ –
https://www.nzz.ch/wissenschaft/bildung/die-kartoffeln-und-der-mond-1.18575816

Hintergrund: Der Hellseher und Okkultist Rudolf Steiner warnte vor zahlreichen Lebensmitteln: Scharfes Essen führt zu Tobsucht, Äpfel machen brutal, Melonen verdunkeln das Bewusstsein, und insbesondere Kartoffeln schaden dem Herz, der Lunge und auch dem Hirn… und immer so weiter.

Die führende anthroposophische “Medizinerin” Michaela Glöckler war fast 30 Jahre lang Leiterin der “medizinischen Sektion” an Rudolf Steiners Goetheanum und hat den esoterischen Bestseller “Kindersprechstunde” geschrieben. In der Auflage von 2018 liest man, fast wortgetreu zu Ihrem geliebten ‘Propheten’ (Zitat Glöckler) Rudolf Steiner:

In der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr raten wir von regelmäßigem Kartoffengenuß ganz ab.“

(Michaela Glöckler)

Wie man Kleinkindern die Flötentöne beibringt

“Es hat auch keinen Sinn, die Tür zu schließen, wenn das Kind sie alleine aufmachen kann. Man muss mit Bedacht zuschließen oder einen Besenstiel für die Türklinke bereithalten. (…)

Kinder, die das Licht selber anmachen, hindert man durch das Abschalten der Sicherung daran. (…)

Die Behandlung (…): Bei Kerzenschein wird ein Lied gesungen oder ein Stück auf der Kinderharfe oder Kantele gespielt oder auf der Flöte geblasen.” (Michaela Glöckler)

Quelle:
Die führende “anthroposophischen Ärztin” Michaela Glöckler über Kinder von 18 Monaten, die beim Einschlafen “Theater machen”. Aus: “Kindersprechstunde” von Michaela Glöckler und Wolfgang Goebel, Seiten 508-509.

„Digitale Medien machen dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich.“ (Prof. Manfred Spitzer) http://www.sueddeutsche.de/leben/buchautor-manfred-spitzer-ueber-einen-der-aus-aengsten-geld-macht-1.3965193 Kritik an Spitzers abstrusen Thesen gibt es schon lange. Nun hat sich die Süddeutsche Zeitung dem Schaffen des Medienverdammers gewidmet. Titel: „Über einen, der aus Ängsten Geld macht“ „Spitzers Thesen sind wissenschaftlich mindestens umstritten, oft interpretiert er Zahlen einfach so, wie […]