Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3)

Wie kämpfen Anthroposophen gegen moderne Technik?

Natürlich können Anthroposophen als Argument gegen Technik heute nicht überall offen die Störung ihrer Hellseherfähigkeiten anführen oder von Naturwesen, Geistern und Dämonen sprechen. Solches bespricht man lieber nur intern, liest dazu in anthroposophischer Fachliteratur oder im hauseigenen Waldorf-Magazin. In der Öffentlichkeit müssen dann ganz andere Argumente gegen die bösen Medien gefunden, oder oftmals auch: erfunden werden.

Petition „Digital-KITA? NEIN!“

Die „Vereinigung der Waldorfkindergärten“ startete 2016 eine Petition mit dem Namen „Digital-KITA? NEIN!“. Nicht nur die kreative Verwendung von Versalien überrascht hier, auch der Inhalt ist brisant: Digitales muss man mit aller Macht aus den Kindergärten fernhalten – ob Computer dort überhaupt ein existierendes Problem sind, darf bezweifelt werden. Aber!

Die negativen Folgen „zu früher Gewöhnung an digitale Medien“ seien „wissenschaftlich längst erwiesen“, die Folge sei nicht weniger als „kriminelles Verhalten“ und „Suchtverhalten“. Gut, geschenkt: Da heute mehr als 95% der Deutschen einen Fernseher besitzen, wird man schwerlich einen Drogenabhängigen finden, der als Kind nicht ferngesehen hat.

Der Vorstand der „Vereinigung der Waldorfkindergärten“, Michael Wetenkamp, behauptet zudem in seiner Petition:

„Die am häufigsten von 6-Jährigen in Deutschland verwendete App ist Facebook.“ (Michael Wetenkamp, „Digital-KITA? NEIN!„, 2016)

Auch auf Nachfrage können die Initiatoren der Petition keinen Quellennachweis für diese steile These beibringen. Mit immerhin mehr als 67.000 Unterschriften scheint die esoterische Panikmache aber einen Nerv getroffen zu haben – auch wenn die meisten Unterschriften offensichtlich aus dem eigenen Waldorf-Umfeld stammen. Interessant ist, dass die Petition nichts Konkretes fordert. Man wolle „ein Netzwerk aufbauen“. Was man genau erreichen will und was man fordert, ist den Initiatoren offenbar selbst völlig unklar.

Schützenhilfe vom Schwindler Spitzer: 40.000 Tote jährlich durch Computer und Fernsehen!

Um den eigenen esoterischen Glauben in ein wissenschaftliches Gewand zu hüllen, tun sich die Anthroposophen mit anderen Mediengefahr-Schwurblern zusammen. Erstunterzeichner der Anti-Digital-Petition ist der umstrittene Mediengegner und Autor von „Vorsicht Bildschirm!“, Prof. Dr. Manfred Spitzer. Spitzer, der auf zahllosen Waldorf-Veranstaltungen auftritt, gilt bei seinen Kritikern als „unseriös“, seine Theorien gelten als „Mythen“:

„Mitte der Nullerjahre schrieb [Spitzer] „Vorsicht Bildschirm!“. Darin rechnete er vor, dass die Nebenwirkungen von Fernsehern und Computern schon bald jährlich 40 000 Menschen umbringen würden. Es folgten die Bestseller „Digitale Demenz“ und „Cyberkrank!“. Dort schrieb Spitzer der Nutzung von Videospielen, sozialen Netzwerken und Smartphones ebenso apokalyptische Folgen zu. Angesehene Forscher nennen die Bücher „unseriös“ und „irreführend“ (…) Spitzers Thesen sind wissenschaftlich mindestens umstritten, oft interpretiert er Zahlen einfach so, wie es ihm passt. (…) [Spitzers Thesen] werden in dem Papier „Mythen“ genannt. Spitzer habe sich einzelne Ergebnisse herausgepickt, die zu seinen Thesen passten, und alles andere ignoriert. “ (Süddeutsche Zeitung, „Über einen, der aus Ängsten Geld macht“, 2018)


Petition: Waldorfschulen fordern einen Analog-Pakt gegen den „Hipe“

Der Bund der Freien Waldorfschulen, die im Schnitt zu 72% staatlich finanziert werden, würde gerne Gelder aus dem geplanten, staatlichen Digitalpakt zur Ausstattung ihrer eigenen Schulen erhalten. Das Geld will man aber bis zur Oberstufe für rein „analogen“ Unterricht verwenden. Die Waldorflehrerin Prof. Dr. Paula Bleckmann, tätig an der anthroposophischen Alanus-Hochschule fordert, parallel zum geplanten „Digitalpakt“ einen gleichwertigen „Analogpakt“ zu beschließen. Sie warnt in einem radebrechenden Versuch einer Art Jugendsprache, vor einer „zu frühen Mediennutzung“:

„Der sogenannte Early High Tech Hipe [sic!] schadet den Kindern mehr, als dass er ihnen nutzt.“ (Prof. Dr. Paula Bleckmann in „Struwwelpeter 2.0“)

Der „so genannte Hype“? Wer nennt diesen so, und warum ist er nicht real, sondern eben ein „Hype“? Und warum kann Frau Bleckmann „Hype“ nicht buchstabieren? Der Begriff ist eine reine Erfindung der Waldorfbewegung: Google findet dazu sage und schreibe 65 Treffer – und alle davon stammen aus der Waldorf-Welt. Der Suchbegriff „Hype“ liefert übrigens 185 Millionen (!) Treffer.

Wie auch bei der Kita-Petition wird hier also gegen Probleme polemisiert, die man vorher eigens selbst erfinden musste.


Broschüre „Struwwelpeter 2.0“: Die Welt wird durch Medien atomisiert

Die Propagandamaschine läuft, und die esoterischen Mediengegner vergaloppieren sich bis ins Irrwitzige. In der Broschüre „Struwwelpeter 2.0“ behauptet man ungeachtet der sonstigen Bemühungen um Verteufelung, man wolle die „Technik niemals verdammen“, sondern „vorurteilsfrei beobachten“. Am Ende kommt man aber doch zum immergleichen Resultat, denn folgendes haben die esoterischen „Medien-Experten“ herausgefunden: Die Bildpunkte des Fernsehers, die Pixel des Computerbildschirms, die Millisekunden-Taktung der Handymasten führten zu einer „Atomisierung“, gar zu einer „Zersplitterung der Welt“! Dazu Prof. Dr. Edwin Hübner, Professor für „Medienpädagogik“ an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart:

„Diese der Medientechnik innewohnende Signatur der Atomisierung wirkt sich auch auf die Inhalte aus. Es ist ein Grundmerkmal aller Medienformen, dass sie aus der lebendigen Wirklichkeit der Welt Einzelheiten herauslösen und festhalten, die dadurch aber ihren Bezug zum Ganzen des Lebens verlieren. Die uns umgebende Medienwelt liefert uns eine zersplitterte Welt einzelner Informationen, die durch sich selbst keinen Zusammenhang mehr haben.“ (Dr. Edwin Hübner in „Struwwelpeter 2.0“, 2015)

Als wenn schwere Krankheiten, Gewalt und Drogenmissbrauch nicht schlimm genug wären – nun zerbricht an unserem Medienkonsum sogar der gesamte Planet. Auch in der anthroposophischen Wikipedia „Anthrowiki“ geht man von nicht weniger als der „Atomisierung der lebendigen Wahrnehmung“ aus:

„Bei der Fernsehtechnik geht diese Atomisierung und Erstarrung der lebendigen Wahrnehmung noch wesentlich weiter und konfrontiert dadurch unser Unterbewusstsein mit einer völlig grotesken Welt. (…) Würde man das, was das Unterbewusstsein dabei ertragen muss, bewusst erleben, verginge den meisten wohl die Lust aufs Fernsehen.“ (Anthrowiki.at, Artikel „Audiovisuelle Medien„, 2019)

Internet im Unterricht ab der 12. Klasse – aber nur die Theorie

Man will das Internet also nicht gar verschweigen, sondern es den Kindern doch irgendwie beibringen. Zuallererst und ausführlich soll also unterrichtet werden: Die Gefahren des Internets. Dazu der Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen, Henning Kullack-Ublick:

„Haltet die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern!“ (Henning Kullack-Ublick bei Xing)

Es soll also auch die Nutzung des Internets unterrichtet werden, sobald sich am Ende des „dritten Jahrsiebtes“ der „Astralleib“ voll entwickelt hat – also ab der 12. Klasse. Und dann auch nur in der Theorie:

„In der 12. Klasse ist dann auch das Internet in seinem prinzipiellen Aufbau zu behandeln.“ (Henning Kullack-Ublick bei Xing)


Aktion „Medienfasten“: Esoterik, Pseudomedizin und ein fragwürdiges Institut

Anthroposophische Pseudomediziner versuchen vehement, allen Formen von digitalen Medien durch Spekulationen und Falschaussagen zu verteufeln. Der neueste Coup ist die Aktion „Medienfasten gegen die Mediensucht“. Das „Medienfasten-Team“ besteht sowohl aus Ärzten, die dem esoterischen Glauben der Anthroposophie anhängen, als auch Ärzten des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, die wiederum in Teilen ebenfalls anthroposophische „Mediziner“ sind. Die auf Hellseherei basierende Anthroposophie hat dabei natürlich mit herkömmlicher Wissenschaft nichts zu tun.

„Zurzeit haben die meisten Kinder schon im Grundschulalter ein eigenes Handy; Tendenz steigend. Mit den großen Chancen der Digitalisierung gehen für Kinder allerdings erhebliche gesundheitliche Risiken einher. Kinder sind in der Entwicklung ihrer kognitiven, sensomotorischen und emotionalen Fähigkeiten gefährdet, bis hin zur Entstehung von Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und ADHS.“ (Aktion Medienfasten, 2019)

Ob es dafür wohl einen Beleg gibt? Spoiler-Alarm: Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht die „meisten“, sondern die „wenigsten“ Grundschüler haben ein Handy. Laut dem führenden Statistik-Portal Statista besaßen 2017 nur 6% der Grundschüler von 6-7 Jahren ein Handy, in der Altersgruppe 8-9 Jahre waren es 18%.

  • Betrachten wir die Aussage: „Durch die Digitalisierung entsteht Fettsucht“. Fakt ist: Das ist falsch. Adipositas ist eine Stoffwechsel- und Ernährungskrankheit. Passives Verhalten kann, wie Bewegungsmangel, Adipositas höchstens „begünstigen“. Es wird nicht einbezogen, dass digitale Medien auch zum Bewegen anregen können (Pokemon Go, WII Sports etc.).
  • Aussage: „Durch die Digitalisierung entsteht Diabetes“. Fakt: Das ist falsch. Diabetes ist eine weitgehend genetisch bedingte Stoffwechselstörung. Anders als Typ 1 kann Diabetes Typ 2 durch regelmäßige leichte Bewegung positiv beeinflusst werden. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass man sich aufgrund von Medienkonsum gar nicht mehr bewegen würde.
  • Aussage: Durch die Digitalisierung entsteht ADHS. Fakt: Das ist falsch. ADHS ist zu 70-80% vererblich. Als weitere Ursache gelten biologische Faktoren sowie Umwelteinflüsse.

Weiter heißt es:

 „91 Prozent der befragten Lehrer und Lehrerinnen bezeichneten (…) die mediale Reizüberflutung durch Fernsehen, Computer und Co. als wichtigsten Stressfaktor. Nicht zuletzt deshalb orientiert sich die Waldorfpädagogik an dem Leitsatz, dass eine frühe Medienabstinenz die Grundlage für spätere Medienmündigkeit darstellt.“ (Erziehungskunst)

Die zitierten „Studien“ der Krankenkasse DAK sind das Ergebnis einer telefonischen „Lehrer-Befragung“, die das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ unter der Leitung von Prof. Manfred Güllner durchgeführt hat. Dass Güllners Name auf Seite 1 seiner eigenen Forsa-Präsentation falsch geschrieben ist, kann man als Hinweis auf die Qualität der Befragung verstehen. Der Leiter von „Forsa“ ist umstritten – seine Aussagen gelten bei Kritikern als „polemisch“, „unseriös“ und „bizarr“, als „grotesk“ oder schlicht als „Unfug“. Güllner „vermische die ermittelten Daten mit persönlichen Ansichten, woraus sich ein Cocktail ergebe, der seriös und unabhängig aussehe, doch voller Meinung stecke.“ (Der Spiegel, „Zahlen aus der Hexenküche“, 2007).

Umfragen von Forsa sind mit äußerster Vorsicht zu genießen“, urteilt die Tagesschau. Schon mehrfach wurde Forsa vorgeworfen, Telefonumfragen zu manipulieren.

Die DAK selbst gilt als eine der Esoterik am stärksten nahestehenden Krankenkassen, da sie die Kosten für eine große Anzahl pseudomedizinischer Mittelchen und Verfahren übernimmt: Akupunktur, Chiropraktik, Homöopathie, Kinesio-Taping, Osteopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Tai-Chi und Qi Gong, und natürlich auch die anthroposophische „Medizin“.

Interessant sind auch die Gegensätzlichkeiten in der Pressemitteilung zur Studie. So beginnt ein Abschnitt mit „Besonders alarmierend sei der Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen“, um dann im nächsten Satz zu schließen: „Über Ursache und Wirkung haben wir noch keine Erkenntnisse“.

Was für eine Mischung: Zweifelhafte Pseudomediziner esoterischen Glaubens, eine den Hokuspokus finanzierende Krankenkasse und ein in Verruf geratenes Institut. Aber gehen wir von Ideal aus: Die Umfrage wäre korrekt durchgeführt und würde repräsentativ die Meinung der deutschen Lehrer wiedergeben. Sind diese ausgebildet, über den Gesundheitszustand der Kinder zu urteilen? Und auch über die Ursachen dieser vermeintlichen Krankheiten?

Die Initiatorin vom „Medienfasten“, Dr. Silke Schwarz von der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte, empfiehlt im Internet ihrerseits die Meditationstechniken nach Rudolf Steiner („Sternenwege“, „Adlerflug“, „Pusteblumen-Zauber“).

Hier schließt sich der Kreis: Rudolf Steiner ging davon aus, dass man durch Techniken, wie auch Frau Schwarz sie empfiehlt, zum Hellseher werden könnte (Rudolf Steiner, „Aus der Akasha-Chronik“). Und dabei, wir erinnern uns, stören die bösen „Strahlen“ die Botschaften aus „höheren Welten“.


Internationale Waldorf-Konferenz – Vorsicht vor den Kinderphishern

Auch die „Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung“ diskutierte im November 2018 über Medien. Das Ergebnis stand wohl schon vorher fest, denn das Motto lautete: „Erst die reale Welt, dann die analoge und dann die digitale“.

Man setzt sich dabei für eine „entwicklungsorientierte Medienpädagogik“ ein. Verklausuliert meint man hier wohl wieder die anthroposophischen „Entwicklungsstufen“ mit Ätherleib, Astralleib und Co. sowie die esoterische Jahrsiebtelehre.

„Digitale Technologien haben ein faszinierendes Potenzial. Zu ihnen gehören gleichzeitig Missbrauch durch Mobbing oder Phishing sowie Risiken wie Suchtverhalten. Die waldorfpädagogische Bewegung setzt sich für eine Medienpädagogik ein, die Kinder und Jugendliche schrittweise für die digitale Welt reif macht.“ (Waldorf International)

Wie immer sind stehen also „Gefahren“ im Vordergrund. Dass gerade die Waldorfschulen mit ihrem massiven hausgemachten Mobbing-Problem vor Mobbing warnen, ist ironisch genug. Die Waldorfpädagogik meint: Hätte das Kind nicht selbst in seinen vorherigen Leben Verfehlungen begannen, würde es heute ja nicht gemobbt werden – und zur Reinigung seines Karmas darf man das Mobbing auch nicht unterbinden.

Wer aber meint, Kinder könnten Ziel von Phishing-Attacken werden, beweist nachdrücklich, dass er vom Internet keine Ahnung hat, keine Ahnung haben will und auf trotzige Weise obendrein noch stolz darauf ist. Kurz: Beim „Phising“ versuchen Hacker zum Beispiel, mittels gefälschter E-Mails Zugangsdaten zum Onlinebanking zu stehlen. Es gibt wohl kaum ein Problem im Internet, von dem Kinder weniger betroffen sind.


Medienkonferenz gegen Finanzamerikanertum und androide Roboter

Auf einer Medien-Konferenz im Mai 2018 in Prag diskutierte man bei Waldorfs nicht weniger als den „Angriff“ der „kommerziellen Digitalisierung auf das Bildungswesen“. Wie schlimm die Bedrohung ist, wurde gleich am Anfang klar: Hier ist der Teufel ist im Spiel!

„In einem einleitenden Beitrag stellte Dusan Plestil ein Bild des heiligen St. Prokop hin, der mit Hilfe des Teufels pflügt und erläuterte daran die Bildungssituation in Tschechien.“ (Pädagogische Sektion am Goetheanum, 2018

Wie sehr muss man sich als Esoteriker von Technik bedroht fühlen, um im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel an die Wand zu malen?

Weiter rief man in Prag nach einem „Aufbruch“, nach einer „Charta der Freiheit in Kultur und Bildung“. Man forderte „Freiräume“, um „entsprechend der kindlichen Entwicklung“ den Umgang beispielsweise mit den, Achtung und festhalten bitte, „Androiden Robotern“ zu erlernen. Kurze Denkpause: Wann hatten Sie selbst den letzten Kontakt mit so einem täuschend menschlich aussehenden Roboterwesen? Befürchten die Anthroposophen hier eine Art garstigen Homunkulus, einen künstlichen Menschen also, der als dämonischem Helfer dient?

Leise klopft hier auch der Antiamerikanismus an: Die europäische Bildungspolitik wird laut den Waldorfs von finanzmächtigen Amerikanern und Ihren Medienkonzernen bestimmt:

„Bildungspläne werden immer weniger von Lehrern, Eltern oder dem Staat entwickelt., Sie werden vielmehr aus Marktbedürfnissen und medieneigenen ”Zeitforderungen” diktiert. Globalen Medienkonzernen formulieren sie überzeugend. (…)  Das Bild eines Menschen entstand, der nur noch Data ist, intelligent erscheint, aber steuerbar und manipulierbar ist.“ (Pädagogische Sektion am Goetheanum, 2018


Anthroposophen-Lobby gegen „Zwangsdigitalisierung“ und „Maschinensklaven“

Die anthroposophische Lobby-Organisation ELIANT fordert unter der Führung von Michaela Glöckler Bildschirm-, Smartphone-, Tablet- und WLAN-freie Schulen und Kindergärten.

Die verquere Esoterik dringt dabei durch jeden Satz: „Wahlmöglichkeiten in Gefahr!“ meint, die Wahl, Digitales eben nicht zu nutzen. Man fordert „sich an den Gesetzmäßigkeiten der körperlichen und seelischen Entwicklung zu orientieren“, also an den eigenen Vorstellungen von Reinkarnation und übersinnlichen Entwicklungsstufen. Kinder sollen sich „Gesund in Raum und Zeit verankern“ – ja, anstelle von was bitte? Dem unkontrollierten Schweben durch alle vier Dimensionen? Mit weniger als „Zwang“ und „Sklaventum“ wird auch hier nicht argumentiert:

„Nein zur Zwangsdigitalisierung des Unterrichtes!“ (ELIANT, 2019)

„Wir wollen unser Kinder [sic!] nicht zu technisch versierten Maschinensklaven erziehen.“ (Paula Bleckmann, 2012)

„Der menschliche Körper ist nicht digital, sondern gehört der realen Welt an. Er wird missbraucht, wenn er sich einer virtuellen Welt anzupassen hat – bevor der sich in ihm entwickelnde Mensch seine seelischen und geistigen Potentiale entfalten konnte. Das befürchten wir bei einer Digitalisierung von Kitas und Grundschulen.

Kein Mensch wird satt von Bits und Bytes. Genauso wenig kann ein Kind im virtuellen Raum eine gesunde körperliche, seelische und geistige Reifung vollziehen.“ (Eliant, 2019)

Die Verweigerungshaltung ist bei „Eliant“ Programm: „Es geht uns um die Entscheidungsfreiheit, Medien zu nutzen oder nicht zu nutzen.“. Initiator Peter Hensinger stellt fest:

„Noch mehr wäre der Gesetzgeber gefragt, der bisher leider nach der Pfeife der Konzerne tanzt.“ (Peter Hensinger, „Heimliche Krankmacher“, Erziehungskunst, 2017)

Die Petition, die bis Ende 2019 eine Million Unterschriften sammeln will, fand bis März 2019 rund 30.000 UnterzeichnerInnen.

Es bleibt dabei: Offenbar wollen junge Menschen gar keine digitale Technik. Vielmehr wird ihnen diese von gierigen und mächtigen Lobbygruppen aufgezwungen:

„Erwin Hübner: Wir haben sozusagen eine offizielle [Diskussion], die durch das Marketing der großen IT-Unternehmen beherrscht wird (…).

Erziehungskunst: Das heißt, Lobbyisten haben ihre Finger im Spiel, und es geht um ganz viel Geld.

Erwin Hübner: Ja, und dagegen wenden sich auch die öffentlichen Aktionen.“ (Erziehungskunst, „Die Digitalisierung fordert die Waldorfpädagogik als Ganzes heraus“, 2019)


Fazit: Digital-STEINER? NEIN!

Digital-Experten anthroposophischen Glaubens sind sich sicher: Die „Medien“ sind böse. Die „Bildschirme“ sind es auch. Ihr Guru, der Hellseher-Rudi, hat es vorausgesehen. Digitales ist schlecht für die Seele und schlecht für Astral-, Äther- und sonstige Leiber. Dämonen, Geister und Naturwesen bevölkern unsere technischen Geräte. Der einzig sichere Weg für Kinder und Jugendliche, technische Geräte ohne Gefahr zu nutzen ist: es nicht zu tun. Nutzen sie sie doch, drohen Gewalt und Verbrechen, Krankheit und Drogensucht.

Arhrimanisch-technische Computer

Vielleicht sollte man Kinder und Jugendliche zu allererst vor dem schizophrenen Geschwafel des Hellsehers Rudolf Steiner fernhalten. Dessen Gesamtwerk steht ja kostenlos im Internet zur Verfügung, was eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle darstellt: Es drohen Realitätsverlust und das Abrutschen in okkulte Esoterik.

„Gelegentlich wird von sich besonders esoterisch gebenden Anthroposophen der Standpunkt vertreten, man dürfe etwas so Heiliges und Kostbares wie das lebendige Geisteswort Rudolf Steiners nicht so einem “ahrimanisch-technischen” Medium wie dem Computer und dem Internet anvertrauen.“ (Günter Kreidl, „Das Werk Steiners im Computerzeitalter“)

Dem kann man sich nur anschließen.


Siehe auch:

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1) – Telefgrafie, elektrisches Licht, Grammophone und Schreibmaschinen

Technikfeindlichkeit bei Waldor und Co. (Teil 2) – Der Fernseher

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3) – Computer, Smartphone, Internet und WLAN

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 2)

Eine alte Waldorf-Tradition: Fernsehverbot

„Jeder weiß es: Fernsehen macht dumm – besonders Kinder.“ (Waldorferzieher Philipp Gelitz, „Medien und kleine Kinder“ in „Erziehungskunst“, 2012)

Neben dem Namentanzen („Eurythmie“) ist das bekannteste Merkmal der Waldorfschulen die Ablehnung von Fernsehgeräten. Der heimische Fernseher sollte möglichst mit einem Tuch abgedeckt werden, besser aber gar nicht erst vorhanden sein. Die Argumentation ist dabei in den letzten 70 Jahren weitgehend die gleiche: Fernsehen schadet der Entwicklung und der Seele, führt zu schrecklichen Krankheiten und ebensolchem Verhalten, sogar in die Drogensucht. Fernsehende Kinder können weder lesen, schreiben noch zuhören oder gar stillsitzen.

Die Fünfziger Jahre: Verbrechen, geistige Erblindung und die innere Atombombe

Schon in den 1950er Jahren sparten die Anthroposophen nicht mit Superlativen („Innere Atombombe!! Fernseh-Opfer! Seelenmord!“), um die vermeintlichen Gefahren des Fernsehens maximal zu überhöhen. Zeitgleich ist man voll auf Steiners übersinnlicher Linie – Fernsehen „zerstöre die geistige Sehkraft“, gegen die bösen „elektrischen Illusionen“ helfe nur die Entwicklung eines „übersinnlichen Auges“:

„Täglich erhält die Welt neue Beweise dieser Irreleitung des Menschen, die besonders die Jugendlichen betrifft, deren Phantasiebegabung durch unverantwortliche Darstellungen in Film, Funk und Pseudoliteratur auf den Weg des Verbrechens geleitet wird. (…) Fernsehen will die Menschheit blind erhalten durch die räumliche elektrische Illusion einer raumüberwindenden, leibfreien Wahrnehmungsfähigkeit, es verschafft die geistige Amaurose (Erblindung); Fernsehen ordnet sich etwa bestehenden Bedürfnissen in Technik und Nachrichtendienst unter, wenn der Mensch das übersinnliche Auge aufgetan hat.“ (Bruno Endlich, „Fernsehen zerstört Familienleben, Phantasie und geistige Sehkraft“, Erziehungskunst, Heft 6, Jahrgang 1955)

Der Fernseher ist nicht weniger als eine Hypnosemaschine, eine innere Atombombe:

„Lehrer berichten auch schon aus Deutschland, daß die dem Fernsehen „verfallenen“ Schüler weder zuhören noch lernen können. (…) Ohne diese Fessel sind sie haltlos und willenlos, sie kleben an einer Scheinwelt. (…) Eine Ausrottung jeder Eigenaktivität. Die „Atombombe nach innen“ hinterläßt eine Leere. (…) Ist diese zwanghafte Entrückung nicht wie eine Hypnose…?“ (Prof. Scholz über „Atombedrohung„, Erziehungskunst, Heft 6, Jahrgang 1955).

Die Siebziger Jahre: Psychosen, Realitätsverlust und Waldorfs Fernseh-Stasi

In den Folgejahren schoss das Waldorfschulen-Hausmagazin „Erziehungskunst“ weiter gegen das Fernsehen – und immer mit ganz großem Kaliber. Das „Seelenleben“ entwickele sich nicht, das Kind liefe Gefahr, ein „ausgehöhltes Wesen“ zu werden (vgl. Michaela Glöckler: „Medien machen hohl und fremd im eigenen Körper„). Zwanzig Jahre später, mit der Einführung des Farbfernsehens, wurde es dann nur noch schlimmer, die Kinder noch brutaler. Der „Menschenseele wird Schaden angerichtet“, die „gesunde Entwicklung wird zerstört“:

„Ein Farbfernseh-Kriminalstück rege, laut Statistik, Kinder unmittelbar zu Brutalitäten an. „Wenn im Farbfernsehen Blut fließt, fließt es rot“, erklärte Hinzy. „Wenn sich das Gesicht zur Grimasse eines Bösewichts verzieht, geschieht das mit Farbuntermalung um so brutaler.“ („Erziehungskunst“, 1970)

Auch ist den Kindern der Realitätssinn abhandengekommen:

„Die Farben der Landschaft, der Atmosphäre erscheinen den Kindern plötzlich „fad und langweilig“. Sie fragen: „Warum ist das nicht so bunt wie im Fernsehen, Vater?““ („Erziehungskunst“, 1970)

Nichts Geringeres als Psychosen und Psychopathien („Psychopathologie“) würde das Fernsehen auslösen:

„Wenn man sich auf die Tatsache konzentriert, daß sich die Kinder dabei bis in ihren Willen und den Leib mit wesenlosen, rein technisch-maschinell erzeugten Bildern durchsetzen (…), wird man darauf aufmerksam, daß hier der Mensch in eine bisher nicht vorhandene Abhängigkeit von den Produkten seiner technischen Entwicklung gerät.
Ein Resultat (…) kennen wir aus dem Verhalten nicht weniger Kinder. Es tritt einem immer häufiger eine eigentümliche Reaktion der Kinder entgegen. Wenn man sie. anspricht, antworten sie mit motorischen Reaktionen. Was man sagt, trifft nicht so, wie man das vermuten würde auf den kindlichen Menschen, auf sein Zuhören und Verstehen; es wirkt nur noch als Auslöser von Reaktionen, die in keinem inneren Verhältnis zu dem stehen, was geäußert wurde. Das sind Extremfälle, die aber zeigen, wie der Televisionismus in die Psychopathologie einmündet.“ (Ernst-Michael Kranich in „Erziehungskunst„, 1973).

In Waldorfschulen und Kindergärten wurden Kinder mit Fangfragen ausgehorcht, ob sie ferngesehen hätten. Familien, die beim Fernsehen ertappt wurden, bekamen gerne mal einen Kontrollbesuch von Waldorfschule oder -Kindergarten. Inklusive einer Gardinenpredigt:

„Oft wird [das Kind] befragt, was es gestern gemacht oder geträumt hat – und wenn es ein ‚Problemkind‘ ist, wird es Schwierigkeiten haben, das zu beantworten. Immerhin sind die vielen Gebote nicht dazu da, übergangen zu werden. Und könnte das gestrige Fernsehen zum Beispiel zu einem längst anstehenden Hausbesuch führen.“ (Charlotte Rudolph, „Waldorf-Erziehung“, 1987).

Die 2000er Jahre: Frühvergreisung, Drogensucht und Dämonen

Die Verdammung von Fernseher und Co. zieht sich dabei bis weit in die heutige Zeit:

“Der bis heute seltsame Ruf der Schulen rührt aus einigen Verrücktheiten, die Fundamentalisten der Bewegung durchzusetzen versuchten. Jahrzehntelang wollten sie das Böse aus den Herzen und Haushalten exorzieren. Fernsehen, Video, CD, Computer, Lego-Steine, Barbie-Puppen und Comics: alles schädlich für sensible Kinderseelen. Weg damit.“ (Der Spiegel, „Das Ende des Exorzismus“, 2004)

Der Anthroposoph und langjährige Ausbilder für Waldorf-Lehrer, Wenzel Götte, befürchtete 2007, bei fernsehenden Kindern entstünden „Frühvergreisung“ und „Altersdiabetes“. Auch er bestätigt:

„Es gibt bisweilen Kollegen, die einen gewissen Dogmatismus pflegen. Lehrer, die bei einem Hausbesuch sagen: Aha, Sie haben also einen Fernseher!“ (Wenzel Götte, Die Zeit, 2007)

Die führende anthroposophische „Medizinerin“ Michaela Glöckler dichtet dem Fernseher gar an, er führe in die Alkohol- und Drogensucht:

“Lasst eure Kinder so weit wie irgend möglich medienfrei ihre Kindheit erleben! Lasst nicht zu, dass Maschinen die liebsten Freunde und Begleiter eurer Kinder werden.  (…) Die Neigung zu Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit wird gefördert.” (Aus dem Buch „Kindersprechstunde“, Kapitel „Warum fernsehen nichts für Kinder ist“, 2013).

Auch heute noch müssen viele Waldorfschüler auf Computer und TV verzichten – all das ist dämonisch. In Elternblogs liest man, dass noch im Jahre 2019 der Fernseher ein Tabu ist – natürlich auch für die Waldorfeltern selbst. Der „Independent“ berichtet über „bizarre Theorien“ an einer Waldorfschule in San Francisco:

„Computer und alle Medienformen verkörpern ‚‘‘einen materialistischen Geist namens Ahriman, der den Menschen aus seinen geistigen Wurzeln entfremdet.‘‘” (The Independent, 2016)

Dass moderne Technik „schädliche Elemente hervorruft“, findet sich schon im Jahr 1907 bei Steiner. Diese selbst erschaffenen „dämonischen Gewalten“ kommen über uns, nachdem die Erde als Planet „Vulkan“ reinkarniert, also wiedergeboren wurde:

„Unsere Maschinen und unsere Fabriken aber, alles, was wir nur machen, um der äußeren Nützlichkeit zu dienen, dem Utilitätsprinzip, wird in der nächsten Verkörperung unserer Erde ein schädliches Element sein. (…) Wir formen uns also selbst unsere guten Kräfte und ebenso die dämonischen Gewalten für das nächste Zeitalter der Menschheit.“ (Rudolf Steiner, „Mythen und Sagen, Okkulte Zeichen und Symbole„, 1907)

Heute lässt sich das Fernsehverbot bei der Elternschaft nur noch bedingt durchsetzen, da es vielen zu antiquiert wirkt. Das Fernsehen gehört heute zum Alltag – und die Gefahren sind ausgeblieben.

„Unter Schmerzen beobachten Erz-Anthroposophen nun, wie diese Dogmen zerfallen. “TV-Konsum etwa ist bei der Anmeldung kein K.-o.-Kriterium mehr”, sagt Friedrich Ohlendorf, Waldorf-Geschäftsführer in Berlin.“ (Der Spiegel, „Das Ende des Exorzismus“, 2004)

Der Kampf gegen „Technik“ geht aber trotzdem weiter. Die Argumente sind die selben wie vor 100 Jahren – und wortgetreu werden die hellseherischen Erkenntnisse Rudolf Steiners wiederholt. Der Fokus hat sich jedoch weitgehend verlagert:

Abgelehnt werden jetzt Computer und neuen Medien, Smartphones und das Internet.


Siehe auch:

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1) – Telefgrafie, elektrisches Licht, Grammophone und Schreibmaschinen

Technikfeindlichkeit bei Waldor und Co. (Teil 2) – Der Fernseher

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3) – Computer, Smartphone, Internet und WLAN

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1)

„Die Technik wird der Erde den Tod bringen! Und Technik hat sehr viel mit Zerstörung, mit Umwälzung zu tun. Technik ist nicht nur ein totes Produkt, sozusagen, sondern es ist auch todbringend.“ (Michaela Glöckler, Vortrag „Ich im Netz – Ansätze zum Verständnis des Subjekts im Internet“, 2012)

Das Zitat der führenden anthroposophischen Medizinerin Michaela Glöckler ist ein Musterbeispiel für die traditionelle Technikfeindlichkeit der Anthroposophen. Frau Glöckler war rund 30 Jahre lang die Leiterin der „Medizinischen Sektion“ an Rudolf Steiners „Goetheanum“, der Schweizer Anthroposophen-Zentrale. Heute kämpft sie als Lobbyistin an vorderster Front gegen alles Digitale.

Die „Technik“, die „Medien“, die „Bildschirme“ – all das ist für die esoterische Glaubensgemeinschaft überaus schädlich: Es leidet der „Ätherleib“, die Spiritualität nimmt Schaden, die Seele wird zerstört und die Wirklichkeit der Welt zerbricht bis in ihre Atomstruktur hinein. Moderne Technik macht krank und führt in die Kriminalität, mindestens aber in die Drogensucht.

In anthroposophischen Waldorfschulen sind Fernseher, Handys und Computer zumeist verpönt oder gar verboten. Den anthroposophischen Demeter-Höfen ist die Nutzung von Mikrowellen-Geräten verboten, und in anthroposophischen Krankenhäusern suchen Patienten vergebens nach Fernsehern oder Radios.

Die Grundlagen für diese Technikfeindlichkeit sind natürlich die übersinnlichen Erkenntnisse des Sektengründers und Hellsehers Rudolf Steiner: Der lehnte bereits vor einhundert Jahren moderne Technik wie Telegrafie, Grammofone oder elektrisches Licht ab. Als Konsequenz daraus sahen die Anthroposophen seit Jahrzehnten ihren größten Feind im Fernseher, der diese Techniken ja quasi in sich vereint. Und je rasanter die technische Entwicklung in den letzten Jahren voranschreitet, desto hysterischer attackiert man die neumodische Informations- und Computertechnik.

Besonders krude wird es da, wo der Technikhass in Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus abdriftet: Mächtige amerikanische IT-Konzerne diktierten heute die Lehrpläne der Schulen und die Gesundheit unserer Kinder würde dem schnöden Mammon, also dem bei Anthroposophen so verhassten Materialismus geopfert.

Funkwellen stören den Empfang „geistiger Mitteilungen“ aus „höheren Welten

Woher genau kommt die traditionelle Technikfeindlichkeit der Anthroposophen? Der Hellseher Rudolf Steiner war der Erfinder der Anthroposophie und der Gründer der ersten Waldorfschule. Im Jahre 1923 sorgte er sich in einem Vortrag, dass die damals neue Technik der drahtlosen Telegrafie den Empfang von „geistigen Mitteilungen“ aus „höheren Welten“ stören würde:

„Aber, meine sehr verehrten Anwesenden, die Verständigung unter Menschen, die aus höheren Welten etwas zu sagen haben, war leichter in der Zeit, in der gesprochen wurde von geheiligten Stätten aus, wie sie hier die Druidenzirkel bergen, und in der dasjenige, was von solchen Stätten an Gedankenwellen durch die Welt ging, nicht den Wellen der drahtlosen Telegrafie begegnete.“ (Rudolf Steiner, „Initiations-Erkenntnis“, 1923)

Als Gegenmittel gegen die gefährliche Strahlung helfe es, „mit kräftiger Intensität das Spirituelle sich ins Herz einzuschreiben“. Das Hellsehen, also die „Erkenntnis höherer Welten“, so Steiner, erreiche man unter anderem durch eine intensive, meditative Betrachtung der Natur, von Pflanzen und Steinen. Bereits vorgefertigte, künstliche Bilder dagegen, so fürchten die Anthroposophen, töten die Seele.

Krank durch WLAN

Was früher die drahtlose Telegrafie und später das Fernsehen war, sind heute das drahtlose Internet und der Mobilfunk. So fühlen sich die Karma-gläubigen Anthroposophen vom WLAN nicht nur bei der Reinkarnation gestört – Waldorflehrer werden durch eine Art durchgeknallten Nocebo-Effekt sogar „krank durch WLAN“. Dazu die Haus-Postille der deutschen Waldorfschulen, das Magazin „Erziehungskunst“ – welches übrigens alle Waldorf-Eltern kostenlos ins Haus bekommen:

 „Verlockungen eines vielversprechenden technischen Zugewinns verdecken, wie sehr die flächendeckende Funktechnik die Inkarnation stört. (…) Fehlzeiten von Lehrern stiegen an, nachdem ein WLAN-Sender im Lehrerzimmer eingeschaltet worden war.“ (Helmut Breunig, „Erziehungskunst“, 2018)

Beim Neubau von Waldorfschulen achtet man daher heutzutage auf den „Schutz gegen Strahlen“. So werden Gebäude technisch gegen Mobilfunkstrahlen abgeschirmt, und „selbstverständlich“ dürfen auch Handys oder gar das „gefährliche“ WLAN nicht genutzt werden. Die „höheren Welten“ scheinen glücklicherweise auf anderen Frequenzen zu funken.

Es bleibt aber nicht bei den schädlichen Funkwellen. Nicht nur die Telegrafie war Steiner suspekt. Auch die Schreibmaschine („schadet der Spiritualität“), das Grammofon („zwingt das Mechanische in die Kunst hinein“) oder elektrisches Licht sind laut Rudolf Steiner gefährlich:

Elektrisches Licht zieht dämonische Geister an

 „Im Physikunterricht der Oberstufe lernt der Schüler … die Unterschiede der Lichtquellen kennen. Gleichzeitig lernt er, … daß die Qualität des Lichtes einer Kerze, einer Glühfadenbirne und einer Neonröhre sehr unterschiedlich sind, nämlich darin, daß in der Kerze gute Wesenheiten zu Hause sind, und in der Neonröhre der menschlichen Seele sehr schadende dämonische Geister sich wohlfühlen und daß man darauf achten soll, in wessen Lichtreichweite man sich befindet.“ (Dr. Meyer-Bendrat, EFH Hannover, zitiert in Charlotte Rudolph: „Waldorf-Erziehung“, 1987)

Medienkompetenz auf Grundlage des leminskatisch arbeitenden Ätherleibes

Die Rückwärtsgewandtheit ist bei Waldorf und Co. durchaus gewollt, sie ist ein Grundprinzip. Waldorfschüler lernen Feldmessen, Ackerbau, Schafhaltung, Wollbearbeitung und Sticken. „Medienkompetenz“ jedoch wird in der Regel durch strikten „Medienverzicht“ ersetzt. Wie die Anthroposophen sich Medienkompetenz vorstellen, beschreibt die esoterische Vorkämpferin gegen „Medien“, Michaela Glöckler:

“Um jetzt diesen Freiheitsbegriff, und den Todesbegriff, und alles was ich bisher angedeutet habe auf den Punkt zu bringen, und eben auch den menschenkundlichen Hintergrund für eine Medienkompetenzentwicklung zu beschreiben, hier das Zeichen des Merkurstabs! Es ist die Form, die dem Ätherleib entspricht, der Ätherleib arbeitet lemniskatisch.“ (Michaela Glöckler, 2012)

Lichtbilder schaden dem Ätherleib

Laut Rudolf Steiner ist es nämlich genau dieser Ätherleib, der an „Lichtbildern“ Schaden nimmt:

„Viele Erscheinungen des heutigen Kulturlebens wirken zerstörend, zum Beispiel insbesondere auch die Lichtbilder, die den Ätherleib durchaus schädigen.“ (Rudolf Steiner, Gesamtausgabe Band 130, S.326, 1911)

Der Hellseher Rudolf Steiner erfand den Laptop

Gegen die aktuelle technische Entwicklung hilft auch nicht, dass der Prophet Steiner schon vor 100 Jahren den Laptop und die Computer-Maus voraussah. Michaela Glöckler über Rudolf Steiner:

‘‘In einer nicht sehr fernen Zukunft (…) wird [es] eine Art der mechanischen Stenographie geben.‘‘ Da sieht er den Laptop voraus!

Man hat förmlich vor Augen, wie er das vor sich sieht. Ich kenne auch eine andere Vortragsstelle wo er sagt, man wird dann einen Ballen von Baumwolle von Liverpool nach Rom verschieben. Und bringt das Wort ‘schieben’ immer wieder. Wie man auf dem Computer eben schiebt. Und dann klickt.“ (Michaela Glöckler, Vortrag „Ich im Netz“)

Dummerweise war zum Zeitpunkt von Steiners großer Vision das „mechanische Schreiben“ nicht mehr ganz so neu – die mechanische Schreibmaschine war da bereits seit 200 Jahren erfunden.G

Auch die Schweizer Waldorfschulen sind von den hellseherischen Fähigkeiten ihres Gurus überzeugt. Katinka Penert, Waldorflehrerin und Leiterin „Prävention im Bereich Bildschirmmedien“ der Schweizer Waldorfschulen, meint:

„Rudolf Steiner sagte die Entwicklung der Technologie voraus.“ (Katinka Penert, „Digital Natives“, 2015)

Digitale Bilder werden im Blut gespeichert

Die großen Digital-Experten der Waldorfschulen bekennen sich hier also offen zur Hellseherei. Folgerichtig argumentiert man gegen Bildschirmmedien mit „Ätherleib“, „Astralleib“ und „arteriellem Blut“:

»Wie stark die konsumierten Bilder in die menschliche Wesenheit eingreifen, beschreibt Rudolf Steiner: Die aus dem Wachbewusstsein aufgenommenen Bilder und Vorstellungen werden durch Aktivität des Astralleibes in den Ätherleib des Menschen eingeschrieben. Die ordnende und strukturierende Kraft des Ätherleibes bewirkt, dass die Vorstellungsbilder als Chiffren im arteriellen Blut bewahrt bleiben und beim Erinnerungsvorgang vom Astralleib «gelesen» werden können.“ (Katinka Penert, „Digital Natives“, 2015)

Auch hier ist die Antwort auf „Medien“ also die „Abstinenz“. Zwar soll vorgeblich die „Lehrperson frei sein von Sympathie und Antipathie für oder gegen Bildschirmmedien“, doch schon im nächsten Absatz heißt es: „In Elternabenden könnte dafür gesorgt werden, dass die Eltern einer Klasse ein Bündnis für die gesunde (weil bildschirmfreie) Entwicklung der Kinder schliessen“.

Wer hinter der Digitalisierung von Schulen und Kinderzimmern steckt, scheint bei Waldorf bekannt zu sein: „Der Druck aus Politik und Wirtschaft“ fordert den „frühen Umgang mit der Technik“ – und zwar „aus Verkaufsinteresse“.

Warum aber Waldorf und Co. gegen die Digitalisierung sind, ist hingegen weitgehend unbekannt: Sie fürchten eine Art Störfunk bei ihrem Kontakt zu „höheren Welten“ und dass die Seelen und Ätherleiber zwischen all den herumfliegenden SMS nicht mehr in den richtigen Körper finden. Sie fürchten Geister und Dämonen, die durch die neue Technik geweckt werden. Und sie fürchten, dass alles künstlich hergestellte, materialistische sich am Ende gegen sie wendet.

So erklärt sich auch der uralte Kampf der Anthroposophen gegen eine andere Weltzerstörungsmaschine:

Den Fernseher.


Siehe auch:

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 1) – Telefgrafie, elektrisches Licht, Grammophone und Schreibmaschinen

Technikfeindlichkeit bei Waldor und Co. (Teil 2) – Der Fernseher

Technikfeindlichkeit bei Waldorf und Co. (Teil 3) – Computer, Smartphone, Internet und WLAN

Kinderkrankheiten sind gut fürs Karma

„Wer nun meint, Steiner als „von gestern“ abtun zu können, seine Ansichten als „zeitbedingt“ vom Tisch zu wischen und sich nicht vorstellen kann, dass heute Steiners Aussagen wortwörtliche Exegeten finden, der sei auf das Buch „Kindersprechstunde: Ein medizinisch-pädagogischer Ratgeber. Erkrankungen – Bedingungen gesunder Entwicklung – Erziehungsfragen aus ärztlicher Sicht“ verwiesen (inzwischen in 18. Auflage erschienen, zuletzt editiert 2010). Es stammt von Frau Dr. Michaela Glöckler (gemeinsam mit Dr. W. Goebel), bis 2016 langjährige Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach und damit eine zentrale Autorität der heutigen Anthroposophischen Medizin.
In diesem Buch wird regelrecht mit Stolz von einer Studie berichtet, nach der Waldorfschüler häufiger an Masern erkranken (!) und weniger Antibiotika verabreicht bekommen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich in Steiners Sinne:

„Aufgabe von Medizin und Pädagogik ist es, Bedingungen zu schaffen für eine möglichst gesunde Inkarnation. Dabei spielen die sogenannten Kinderkrankheiten eine wichtige Rolle. Sie helfen, bestimmte Bereiche des Körpers physiologisch ‚durchzuarbeiten‘ und eingehender zu ‚individualisieren‘. Damit wird das Zusammenspiel der Wesensglieder und ihre Gesetzeszusammenhänge neu angeregt und in unterschiedlicher Weise impulsiert.“

Quelle: Susannchen braucht keine Globuli – „Impfskepsis, Impfgegnerschaft – eine Annäherung

Nichts als kartoffeldicke Lügen bei Waldorf und Co.

„Die anthroposophische Ernährungslehre empfiehlt Getreide statt Kartoffeln. Für die Steiner-Schulen sind diese Richtlinien aber nicht mehr sakrosankt.

Rudolf Steiner (1861–1925) entwickelte nebst seiner bekannten Pädagogik auch eine anthroposophische Ernährungslehre. Gemäss dieser haben Lebensmittel besondere Wachstums- und Reifekräfte.
Als Grundnahrungsmittel werden Getreidearten bevorzugt. Negative Wirkungen hat Steiner hingegen den Kartoffeln zugeschrieben: «Wenn man (…) zu viel Kartoffeln isst, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein», soll er 1923 an einem Vortrag gesagt haben. Seit in Europa die Kartoffelnahrung überhandgenommen habe, sei der Kopf der Menschen unfähiger geworden.

Die Frage, ob Kartoffeln auch heute noch gemieden würden, führt zu Irritation und Belustigung unter Vertretern angefragter
Rudolf-Steiner-Schulen: In der anthroposophischen Ernährungslehre gebe es keine strikten Regeln für oder gegen ein Nahrungsmittel.“ (NZZ)

Quelle: Neue Züricher Zeitung: „Die Kartoffeln und der Mond“ –
https://www.nzz.ch/wissenschaft/bildung/die-kartoffeln-und-der-mond-1.18575816

Hintergrund: Der Hellseher und Okkultist Rudolf Steiner warnte vor zahlreichen Lebensmitteln: Scharfes Essen führt zu Tobsucht, Äpfel machen brutal, Melonen verdunkeln das Bewusstsein, und insbesondere Kartoffeln schaden dem Herz, der Lunge und auch dem Hirn… und immer so weiter.

Die führende anthroposophische “Medizinerin” Michaela Glöckler war fast 30 Jahre lang Leiterin der “medizinischen Sektion” an Rudolf Steiners Goetheanum und hat den esoterischen Bestseller “Kindersprechstunde” geschrieben. In der Auflage von 2018 liest man, fast wortgetreu zu Ihrem geliebten ‘Propheten’ (Zitat Glöckler) Rudolf Steiner:

In der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr raten wir von regelmäßigem Kartoffengenuß ganz ab.“

(Michaela Glöckler)

Wie man Kleinkindern die Flötentöne beibringt

“Es hat auch keinen Sinn, die Tür zu schließen, wenn das Kind sie alleine aufmachen kann. Man muss mit Bedacht zuschließen oder einen Besenstiel für die Türklinke bereithalten. (…)

Kinder, die das Licht selber anmachen, hindert man durch das Abschalten der Sicherung daran. (…)

Die Behandlung (…): Bei Kerzenschein wird ein Lied gesungen oder ein Stück auf der Kinderharfe oder Kantele gespielt oder auf der Flöte geblasen.” (Michaela Glöckler)

Quelle:
Die führende “anthroposophischen Ärztin” Michaela Glöckler über Kinder von 18 Monaten, die beim Einschlafen “Theater machen”. Aus: “Kindersprechstunde” von Michaela Glöckler und Wolfgang Goebel, Seiten 508-509.

„Digitale Medien machen dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich.“ (Prof. Manfred Spitzer) http://www.sueddeutsche.de/leben/buchautor-manfred-spitzer-ueber-einen-der-aus-aengsten-geld-macht-1.3965193 Kritik an Spitzers abstrusen Thesen gibt es schon lange. Nun hat sich die Süddeutsche Zeitung dem Schaffen des Medienverdammers gewidmet. Titel: „Über einen, der aus Ängsten Geld macht“ „Spitzers Thesen sind wissenschaftlich mindestens umstritten, oft interpretiert er Zahlen einfach so, wie […]

Waldis warnen: Verdrogte, kriminelle Facebook-Kinder

„Ein Drittel
aller Einjährigen in den USA haben Umgang mit dem Computer, bevor sie laufen
oder sprechen können. In Deutschland verbringen bereits 70 Prozent der 2- bis
5-Jährigen eine halbe Stunde täglich mit einem Smartphone. Die am häufigsten
von 6-Jährigen in Deutschland verwendete App ist Facebook.
(…)

Die
negativen Folgen einer zu frühen Gewöhnung an digitale Medien sind
wissenschaftlich längst erwiesen und dokumentiert. Es sind dies
Sprachstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, schlechtere Noten im Lesen und
Schreiben, Empathieverlust, soziale Anpassungsschwierigkeiten und Neigung zu
kriminellem Verhalten, Angst etwas zu verpassen, Suchtverhalten und
Übergewicht.“ (Michael Wetenkamp)

Quelle: Die
Petition „Digital-KITA?
NEIN!
“ von
Michael Wetenkamp, Vorstand der Vereinigung der Waldorfkindergärten. Prominente
Unterstützerin ist die anthroposophische Kinderärztin Michaela Glöckler (Zitat
Rudolf Steiner sah den Laptop voraus!“). Siehe dazu auch den
Bericht der taz – die Tageszeitung vom März 2017 – „Mediensucht
in Kitas?
“: “Und dass die Lieblings-App der Sechsjährigen Facebook sei. „Dafür hätte ich gerne mal eine Quelle“, kommentiert ein Kritiker.”

Siehe auch bei Steinerquotes:

Wundersame Waldorfwelt

“"Sehen Sie hier, Klasse eins“, sagt Creyaufmüller, ”der
Raum ist rot gestrichen. Rot gibt Wärme, Rot hüllt ein. Die
Kinder waren als Embryo im Mutterleib von solchem Rot
umgeben.


(…)


Wundersame Waldorfwelt: Ist es spinnert, die Klassenzimmer
aller 187 deutschen Waldorfschulen nach demselben Muster zu
streichen? Oder einfach nur kindgerecht? Wie vieles in der
Welt der "Waldis” (Waldorfianer über sich) ist der Einfluss
des Farbkonzepts auf die Schüler nicht messbar.” (Der Spiegel)

Quelle: Der Spiegel – “Das Ende der Exorzisten”. “Die privaten Waldorfschulen haben einen Zulauf wie nie zuvor,
doch die meisten Eltern stehen der Anthroposophie des umstrittenen
Schulgründers Rudolf Steiner fern.

Siehe auch bei Steinerquotes: Rudolf Steiner – “Gegenfarben für lethargische Kinder” und Michaela Glöckler: “Rote Kleider erzeugen das Grün in aufmüpfigen Kleinkindern

Internet in der Schule? Ab Klasse 12 – aber nur die Theorie

„Nur
wer versteht, wie die Technik funktioniert, die man im alltäglichen
Leben nutzt, der ist ein wacher Zeitgenosse. Das wusste Rudolf Steiner
schon 1919, als er forderte, dass die Schüler
erst dann die Waldorfschule verlassen dürften, wenn sie die
Funktionsweise der elektrischen Straßenbahn wenigstens in ihren
Grundzügen verstanden hätten. Was früher die Straßenbahn oder der
Telegraf war, ist heute der Computer oder das Smartphone.
(…) Elektronische
Medien [imitieren] viele seelische Aktivitäten und wirken dadurch
besonders verführerisch
(…)

Ab
der 9. Klasse kann eine Einführung in die Computertechnologie
stattfinden, und zwar ausgehend vom praktischen Umgang mit
elektronischen Bauteilen und Geräten. In der 12. Klasse ist dann
auch das Internet in seinem prinzipiellen Aufbau zu behandeln.“ (Henning Kullack-Ublick)

Quelle: Henning Kullack-Ublick, Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen bei XING: „Haltet
die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern! Wer als Kind den Geräten fernbleibt, wird später mit ihnen gut umgehen.

Siehe auch bei Steinerquotes: Die
führende anthroposophische Ärztin, Michaela Glöckler in einem Vortrag
zum Thema Medienkompetenz (”mit dem lemniskatisch arbeitenden Ätherleib”): „Steiner hat auch den Laptop erfunden“ / “Steiner hat auch die Maus erfunden”, auch: “Fernsehen führt in die Drogensucht